Save the Date 3. Projektforum der Landesfachstelle KipsFam MV am 26. Juni 2024

Auch in diesem Jahr veranstaltet die Landesfachstelle: Kinder aus psychisch und/oder suchtbelasteten Familien ein Projektforum zum Thema Kinder aus psychisch und/oder suchtbelasteten Familien. Das 3. Projektforum wird am 26. Juni 2024 von 12:30 -17:00 Uhr im Innerstädtischen Gymnasium in Rostock stattfinden.

In diesem Jahr richtet sich der Blick des Projektforums auf die Bedürfnisse der Kinder und der Eltern aus psychisch und/oder suchtbelasteten Familien.

Nähere Informationen folgen bald und können unter anderem hier eingesehen werden.

Fachtag „Viele Köche verderben den Brei? – Die Suche nach dem Gewinn einer vernetzten Jugend-Suchthilfe“ am 20.03.2024 in Güstrow

Die Zahl junger Menschen mit schädlichem Gebrauch von Suchtmitteln und der damit verbundenen Gefahr der Entwicklung einer Abhängigkeitserkrankung ist seit Jahren unverändert hoch. Für die meisten Jugendlichen sind legale und illegale Substanzen leicht verfügbar und können problemlos besorgt werden. Der Umgang mit diesen Substanzen, sowie auch mit den sozialen Medien, Endgeräten und Spielekonsolen, ist selbstverständlich und normal geworden.

Das von der Caritas im Norden aktuelle Projekt #Jugend.Sucht.Auswege beabsichtigt, jungen Menschen im Alter von 10 bis 25 Jahren mit problematischem Konsumverhalten (und deren Familien) die Zugangswege ins Suchthilfesystem zu erleichtern, um somit chronischen Krankheitsverläufen vorzubeugen.

Im Rahmen dieses Projektes findet am 20.03.2024 in Güstrow der Fachtag „Viele Köche verderben den Brei? – Die Suche nach dem Gewinn einer vernetzten Jugend-Suchthilfe“ statt. Bei dem Fachtag geht es unter anderem um die Bedeutung und Notwendigkeit der Vernetzung von Suchthilfe, Kinder- und Jugendhilfe, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Schule. Dabei wird beabsichtigt die Vernetzung der beteiligten regionalen Hilfenetzwerke voranzutreiben und zu vertiefen, bisherige Erkenntnisse auszubauen und neue Anregungen für den Arbeitsalltag mit konsumierenden jungen Menschen zu geben.

Weitere Informationen zur Anmeldung und zum Programm finden Sie hier im Flyer:

Landesweite Gedenkveranstaltung ERINNERN, BETRAUERN, WACHRÜTTELN am 27. Januar 2024 in Alt Rehse & Neubrandenburg

Wir freuen uns, Sie alle in diesem Jahr wieder zur Landesweiten Gedenkveranstaltung einladen zu dürfen.

Am 27.01.2024 Mal treffen wir uns in Alt Rehse, dem Ort mit einer besonders prägenden Geschichte für die Durchführung der menschenverachtenden NS-„Euthanasie“ und Zwangssterilisierungen.

Auf dem Gebiet des heutigen Mecklenburg-Vorpommern rufen wir zum 27. Januar, dem Nationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und den Internationalen Holocaust-Gedenktag dazu auf, jetzt erst recht hinzuschauen und wachsam zu sein.

Wir erinnern dabei an Wegbegleiter, die unsere Gedenkveranstaltungen seit 2008 aktiv mit prägten und begleiteten: Käthe Schüler, Prof. Dr. Harald Freyberger und Prof. Dr. Klaus Dörner. Wir möchten Sie auch in deren Namen und Andenken dazu aufrufen, nicht darin nachzulassen, den Blick auf die Opfer der NS-„Euthanasie“ und die Geschichte der Profession der Helfenden zu richten. Heute ist es an uns, die Rahmenbedingungen mit ein einer stabilen Haltung von Respekt und Toleranz im Sinne der Menschenrechte und der UN-Behindertenkonvention zu gestalten und gegen alle Anfeindungen und Ausgrenzungen zu verteidigen.

„Nur wenn die „Euthanasie“-Toten uns ohne Unterlass an die stets offenen Wunden der Psychiatrie erinnern, sind sie vielleicht nicht umsonst gestorben.“ Prof. Dr. Klaus Dörner (1933 – 2022).

Weitere Informationen zum Programm und zu den Veranstaltungsorten finden Sie hier:

Weiterentwicklung der Landesarbeitsgruppe Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Adoleszenzpsychiatrie am 23. Januar 2024 in Rostock

Die Landesarbeitsgruppe Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Adoleszenzpsychiatrie hatte in den letzten Jahren – vor dem Hintergrund der Durchführung des Projektes Adoleszenzpsychiatrie –  thematisch ihren Fokus auf dem Übergang vom Jugendalter in das Erwachsenenalter. Dieser soll auch in der Zukunft bestehen bleiben. Darüber hinaus soll ein weiteres Schwerpunktthema aufgenommen werden. Der Landesverband beschäftigt sich bereits mehrere Jahre mit der Versorgungssituation von Kindern aus psychisch und/ oder suchtbelasteten Familien (KipsFam). Seit Januar 2023 ist der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. Projektträger der Landesfachstelle Kinder aus psychisch und / oder suchtbelasteten Familien Mecklenburg-Vorpommern.

Um für das Thema und für Mitarbeitende der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung eine landesweite Vernetzung und den Austausch sicherzustellen, ist geplant die KipsFam-Thematik in die Landesarbeitsgruppe Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Adoleszenzpsychiatrie zu integrieren. Den Auftakt dafür möchten wir mit Ihnen am 23. Januar 2024 in Rostock in der BevTs – Berufsvorbereitende Tagesstätte der AWO Rostock in der Zeit von 10 bis 13 Uhr gestalten und laden alle Interessierten dazu herzlich ein.

Ihre Anmeldungen nimmt gerne Kathrin Boegner (Kathrin.Boegner@sozialpsychiatrie-mv.de) bis zum 19. Januar 2024 entgegen.

Themenheft zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes in der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen

Mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) soll im Zusammenhang mit den Forderungen der UN-Behindertenrechtskonvention die vollständige und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Deutschland ermöglicht werden. Seit 2017 unterliegt die Eingliederungshilfe durch das BTHG einem grundlegenden Wandel. Die aktuelle Ausgabe der Fachzeitschrift Klinische Sozialarbeit beschäftigt sich mit den aktuellen Herausforderungen in der Umsetzung des BTHG speziell im Kontext der psychosozialen Unterstützung von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Im Fokus des Themenheftes stehen neben einem allgemeinen Überblick zum Umsetzungsstandes des BTHG die fachlichen Perspektiven und Chancen, die sich aus der Klinische Sozialarbeit für die psychosoziale Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen im Bereich der Eingliederungshilfe ergeben und die BTHG-Umsetzung fachlich unterstützen können.

Zu Beginn schauen Michael Beyerlein (Universität Kassel), Yvonne Kahl (Fliedner Fachhochschule Düsseldorf) und Felix Welti (Universität Kassel) auf die Rolle der Klinischen Sozialarbeit im Gesamtplanverfahren der Eingliederungshilfe. Ausgehend von den aktuellen Erkenntnissen zur psychosozialen Versorgungssituation von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen beschäftigt sich Karsten Giertz (Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V.) mit den aktuellen Herausforderungen bei der Umsetzung von sozialraumorientierten Unterstützungsleistungen und zeigt mögliche Perspektiven für die psychosoziale Praxis auf. Lisa Große (Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V.) rückt die professionelle Beziehungsgestaltung bei der Bedarfsfeststellung und der Leistungserbringung in den Mittelpunkt. Im Gegensatz zur rechtlichen Verankerung der Sozialraumorientierung und der personenzentrierten Bedarfsermittlung durch das Gesamtplanverfahren erfährt der Begriff der Beziehungsgestaltung im BTHG rechtlich keinerlei Beachtung. Aus ihrer Sicht ist die Unterstützung von Menschen mit psychischen Erkrankungen durch Leistungen zur Förderung der Sozialen Teilhabe ohne den Fokus auf eine professionelle Beziehungsgestaltung nicht zielführend. In einem abschließenden Beitrag fassen Karsten Giertz und Ingo Müller-Baron (Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen e.V.) den aktuellen Umsetzungsstand des BTHG in Deutschland zusammen. Im Bereich der Umsetzung des Gesamt- und Teilhabeplanverfahrens und bei den Leistungen zur Förderung der Sozialen Teilhabe zeigen sie fachliche Perspektive auf, die sich für die Klinische Sozialarbeit ergeben können.

Das Editorial, das Inhaltsverzeichnis und der Beitrag von Karsten Giertz und Ingo Müller-Baron können hier frei al PDF heruntergeladen werden.

Weitere Informationen zur aktuellen Ausgabe der Klinischen Sozialarbeit finden Sie hier.

Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. bildet Ersthelfende für seelische Gesundheit aus

Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. bildet Ersthelfende für seelische Gesundheit aus

Schulungen im Januar und März 2024 / Anmeldung ab sofort möglich

Rostock/MV – Spätestens mit der Fahrschule ist er Pflicht: Der Schein über einen erfolgreich absolvierten Erste Hilfe-Kurs. Im Ernstfall soll er dazu befähigen, durch Mund-zu-Mund-Beatmung, stabile Seitenlage und Herzdruckmassage Leben zu retten. Doch was ist zu tun, wenn jemand in einer psychischen Krise steckt und Hilfe benötigt? Für solche Situationen bietet der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. eine neue Weiterbildung an: Mit einem zweitägigen Kurs können Interessierte sich zu Ersthelfenden für psychische Gesundheit qualifizieren lassen. In den Kursen von MHFA Ersthelfer (kurz für: „Mental Health First Aid“) lernen Laien wahlweise in einem Online- oder Präsenzkurz, wie sie erste Anzeichen psychischer Gesundheitsprobleme erkennen, verstehen und ansprechen können. Es gibt kompaktes Hintergrundwissen zu verschiedenen psychischen Störungsbildern und praktische Übungen zu konkreten Erste-Hilfe-Maßnahmen für psychische Krisen. Die Weiterbildung richtet sich an alle interessierten Erwachsenen in ganz Mecklenburg-Vorpommern, Vorwissen ist nicht notwendig.

Termine für 2024:

Online: 15.1., 23.1., 25.1. und 31.1., jeweils 2h

Präsenz: 12. & 13. März in Rostock

Anmeldung und weitere Informationen zu den Kosten finden Sie hier.

Digitalisierung im Gesundheits- und Sozialwesen: DVSG-Arbeitshilfe für Fachkräfte

Digitalisierung begegnet und prägt Menschen mittlerweile in nahezu allen Lebensbereichen: im Beruf, beim Wohnen, im zwischenmenschlichen Kontakt oder in der Freizeit. Auch im Gesundheits- und Sozialwesen bestimmt die Digitalisierung zusehends die Gestaltung von Prozessen und Verfahren, die Ausgestaltung von Kommunikations- und Informationssystemen, Datensicherheitskonzepten sowie den Zugang zu Leistungen. Digitalisierung gilt heute als wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Gesundheitsversorgung modern, zeitgemäß und auf dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Forschung erfolgen kann. Nach Einschätzung von Vertreter*innen aus Wissenschaft, Selbstvertretung und Politik erfolgt die Digitalisierung im deutschen Gesundheits- und Sozialwesen jedoch zu zögerlich und zu langsam.

Digitalisierung kann sowohl als Instrument, als Konzept oder als Strategie verstanden werden, um Kommunikation, Informationsvermittlung, Zusammenarbeit, Datentransfer oder Bildung zu ermöglichen und zu fördern. In vielen Handlungsfeldern sind Fachkräfte bereits auf reibungslose digitale Prozesse angewiesen, bspw. bei der Nutzung internetbasierter Angebote zur Recherche, Information oder Dokumentation. Fachkräfte müssen dafür über aktuelles Wissen zu Anforderungen und Neuerungen bspw. in der Telematikinfrastruktur, bei digitalen Hilfsmitteln oder Gesundheits- oder Pflegeanwendungen verfügen.

Mit einer aktuellen praxisorientierten Arbeitshilfe bietet die Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen e.V. eine Einführung und Übersicht zu den aktuellen Entwicklungen mit Bezug zur gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit. Wesentliche Begriffe und Prozesse zur Digitalisierung im Gesundheitswesen sowie in der Berufspraxis der Sozialen Arbeit werden erläutert. Drüber hinaus werden analoge Entwicklungen für angrenzende Verwaltungsbereiche im Sozialwesen dargestellt und die Beiträge der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit zur Digitalisierung beleuchtet sowie aktuelle Handlungsbedarfe aufgezeigt.

Die kostenlose Arbeitshilfe kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Psychische Gesundheit von Säuglingen und in der frühen Kindheit fördern und unterstützen: Impulse aus Großbritannien

Die ersten fünf Lebensjahre sind entscheidend für die Entwicklung eines Kindes und für den Schutz vor zukünftigen psychischen Erkrankungen. Bereits die Hälfte der psychischen Erkrankungen im Erwachsenenalter wird schon im Alter von 14 Jahren festgestellt. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Belege dafür, gerade psychisch belastete Eltern und Kleinkindern so früh wie möglich Unterstützung anzubieten, denn in diesem Zeitraum bestehen wichtige Chance für die Behandlung und Prävention psychischer Erkrankungen sowie für die Förderung des psychischen Wohlbefindens und der Belastbarkeit im Erwachsenenalter.

Leider erhalten die meisten psychisch belasteten Kleinkinder und ihre Eltern nicht die Unterstützung, die sie benötigen, was zu vermeidbarem Leid in der Bevölkerung führt und negative Auswirkungen auf das zukünftige Leben der Betroffenen hat.

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Leitlinie gibt das Royal College of Psychiatrists (die psychiatrische Vereinigung von Großbritannien und Nordirland) in Kooperation mit weiteren namenhaften Institutionen und Organisationen einen umfangreichen Einblick in evaluierte Konzepte und evidenzbasierte Interventionen zur Förderung der psychischen Gesundheit und des Wohlbefindens von kleinen Kindern unter dem 5. Lebensjahr sowie von ihren Eltern. Darüber hinaus zeigt der Bericht zahlreiche gesellschaftliche und sozialpolitische Handlungsbedarfe auf, die sich auch auf andere angloamerikanische Länder übertragen lassen.

Den vollständigen Bericht zum freien Download finden Sie hier.

Der DAK Kinder- und Jugendreport 2023: Psychische Erkrankungen bei Jugendlichen bleiben weiterhin auf einem hohen Niveau

Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland hat sich durch die Auswirkungen und Einschränkungen der COVID-19-Pandemie in Deutschland erheblich verschlechtert. Auch nach der Pandemie bleibt die psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen weiterhin eine Herausforderung in der Versorgung. Dies legt unter anderem der aktuelle Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit nahe. In dem Bericht wurden die Daten von 800.000 jungen Menschen zwischen 0 bis 17 Jahren zur Entwicklung von psychischen Neuerkrankungen und zur Inanspruchnahme von ärztlichen und therapeutischen Behandlungen ausgewertet.  

Insgesamt konnte eine rückläufige Tendenz bei den Neuerkrankungen im Vergleich zu den Daten während der COVID-19-Pandemie beobachtet werden. Trotzdem bleiben die psychischen Belastungen bei Kindern und Jugendlichen weiterhin auf einem hohen Niveau. Dies betrifft insbesondere Mädchen zwischen dem 15. und 17. Lebensalter. Im Vergleich zu 2019 weisen die Daten bei Depressionen auf eine Zunahme von 24 %, bei Angststörungen auf eine Zunahme von 44 % und bei den Essstörungen auf eine Zunahme von 51 % hin. Zudem legt der Bericht nahe, dass vor allem junge Menschen aus sozialbenachteiligten Schichten einen eingeschränkten Zugang zum Hilfesystem haben.

Um den langfristigen Folgen einer psychischen Erkrankung auf die Entwicklung der jungen Menschen entgegenzuwirken, bedarf es unter anderem eine Stärkung von Angeboten zur Prävention und Gesundheitsförderung, niedrigschwellige Beratungs- und Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche und deren Familien sowie eine Verbesserung des Zugangs zu Unterstützungs- und Behandlungsangeboten insbesondere für Kinder und Jugendliche aus sozialbenachteiligten Familien.

Weitere Informationen zum Bericht finden Sie hier.

Positionspapier zum Klimawandel und psychische Gesundheit der DGPPN-Task-Force

Aufgrund menschlicher Eingriffe liegt die globale durchschnittliche Oberflächentemperatur im Jahr 2022 bereits 1,1°C über dem vorindustriellen Durchschnitt. Auswirkungen wie häufigere Extremwetterereignisse sind bereits deutlich spürbar. Prognosen gehen von einer Temperatursteigerung um 3,5°C bis zum Jahr 2100 aus. Der Klimawandel bedroht nicht nur die Umwelt, sondern ganz unmittelbar die körperliche und psychische Gesundheit der Menschen.

So gehen Temperaturanstieg, Hitzewellen und Luftverschmutzung mit einer Verschlechterung der psychischen Gesundheit und mit einer erhöhten Suizidalität einher. Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Brände und Stürme bedrohen nicht nur die körperliche Unversehrtheit, sondern können posttraumatische Belastungsstörungen und andere psychischen Erkrankungen bei den Betroffenen verursachen oder eine bestehende Symptomatik verschlechtern. Menschen mit psychischen Erkrankungen sind besonders vulnerabel für die Folgen des Klimawandels. Eine mangelnde oder unterbrochene Gesundheitsversorgung nach Katastrophenereignissen stellt einen weiteren Risikofaktor für die psychische Gesundheit dar. Chronische Auswirkungen des Klimawandels wie Dürren können die Lebensgrundlage von Menschen zerstören, zu Härten wie Nahrungsmittel- und Wasserknappheit führen, Stress verursachen und so die psychische Gesundheit schwächen. Der Klimawandel führt zudem zu Konflikten und Kriegen, die Menschen zu Flucht und Migration zwingen.

Die Task-Force „Klima und Psyche“ der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Nervenheilkunde (DGPPN) hat sich mit den Zusammenhängen von Klimawandel und psychischer Gesundheit sowie den Handlungsmöglichkeiten der Psychiatrie auseinandergesetzt und diese in einem umfassenden Positionspapier zusammengefasst. Im Positionspapier werden u.a. Klimaschutzmaßnahmen für die Infrastruktur und neue Abläufe in der Psychiatrie empfohlen, Ideen für eine nachhaltige psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlungskette und neue Behandlungsangebote entwickelt. Das Positionspapier als freien Download mit weiteren Informationen finden Sie hier.