Landtagswahl 2026: Parteien beantworten Wahlprüfsteine des Landesverbandes Sozialpsychiatrie M-V e.V.

Landtagswahl 2026: Parteien beantworten Wahlprüfsteine des Landesverbandes Sozialpsychiatrie M-V e.V.

Anlässlich der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September 2026 hat der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. im April seine Wahlprüfsteine veröffentlicht. Nun liegen die Antworten der Parteien vor. Wir haben sie in einer gemeinsamen Veröffentlichung zusammengestellt und stellen diese ab sofort allen Interessierten zur Verfügung.

Psychische Gesundheit und sozialpsychiatrische Versorgung in den politischen Fokus rücken

Mit unseren Wahlprüfsteinen möchten wir auf die aktuelle Versorgungssituation von Menschen mit psychischen Erkrankungen in Mecklenburg-Vorpommern aufmerksam machen und ihre Belange stärker in den sozial- und gesundheitspolitischen Diskurs im Vorfeld der Landtagswahl einbringen.

Dafür haben wir Themen aufgegriffen, die für die Weiterentwicklung der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung sind. Dazu gehören unter anderem die Förderung psychischer Gesundheit und Prävention, die psychische Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, der Abbau von Stigmatisierung, die Stärkung gemeindepsychiatrischer Versorgungsstrukturen sowie die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

Unsere Fragen richten den Blick dabei nicht nur auf grundsätzliche politische Positionen, sondern insbesondere auf konkrete Vorhaben für die kommende Legislaturperiode.

Vier Parteien haben auf unsere Fragen geantwortet

Antworten auf unsere Wahlprüfsteine haben wir von Bündnis 90/Die Grünen, CDU, FDP und SPD erhalten.

Die Rückmeldungen zeigen, welchen Stellenwert die Parteien den verschiedenen sozialpsychiatrischen Themen beimessen und welche Maßnahmen und politischen Initiativen sie für die kommenden Jahre vorsehen. Gleichzeitig werden Unterschiede in den Positionen, Schwerpunktsetzungen und vorgeschlagenen Lösungswegen sichtbar.

Mit der Veröffentlichung möchten wir Fachkräften, Menschen mit eigener Psychiatrieerfahrung und ihren Angehörigen, unseren Mitgliedsorganisationen, Netzwerkpartner*innen sowie allen weiteren Interessierten die Möglichkeit geben, die Aussagen der Parteien nachzulesen und miteinander zu vergleichen.

Antworten nachlesen und selbst ein Bild machen

Als sozialpsychiatrischer Fachverband verstehen wir die Wahlprüfsteine als Beitrag zu einer fachlich fundierten Auseinandersetzung über die zukünftige Sozial- und Gesundheitspolitik in Mecklenburg-Vorpommern. Entscheidend wird auch nach der Landtagswahl sein, welchen Stellenwert die Belange von Menschen mit psychischen Erkrankungen im politischen Handeln einnehmen und wie angekündigte Vorhaben konkret umgesetzt werden.

Die Antworten der Parteien finden Sie hier:

Neuer Durchgang der Fortbildungsreihe “Methoden der qualifizierten Assistenz” 2027

Neuer Durchgang der Fortbildungsreihe “Methoden der qualifizierten Assistenz” 2027

Durch die Einführung des Bundesteilhabegesetzes verändert sich die psychosoziale Arbeit mit Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihren Angehörigen im Bereich der Eingliederungshilfe grundlegend. Neue methodische Ansätze und fachliche Konzepte sind gefragt, um Menschen mit psychischen Erkrankungen im Rahmen von qualifizierten Assistenzleistungen zu begleiten und in ihrer sozialen Teilhabe zu fördern. 

Der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. bietet im nächsten Jahr hierzu wieder das Weiterbildungsangebot „Methoden der qualifizierten Assistenz“ an, das sich an alle Mitarbeitenden richtet, die im Bereich der Eingliederungshilfe Leistungen zur sozialen Teilhabe für Menschen mit psychischen Erkrankungen erbringen. Aufbauend auf den bisherigen Erfahrungen und dem bestehenden Fachwissen der Teilnehmenden werden neue Methoden und Konzepte zur Umsetzung qualifizierter Assistenzleistungen vorgestellt und praxisnah vermittelt. 

Dauer: 8 Seminare jeweils von 09:00 bis 17:00 Uhr

Inhalte:

  • Aktuelle Bedarfe in der sozialen Teilhabe von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen
  • Einführung Bundesteilhabegesetz
  • Qualifizierte und kompensatorische Assistenzleistung
  • Capability Approach
  • Biopsychosoziales Modell von psychischer Krankheit und Gesundheit
  • Die ICF und die ICF Score Sets in der Praxis
  • Recovery, Salutogenese, Resilienz, Ressourcen- und Stärkenorientierung in der qualifizierenden Assistenz
  • Theoretische Grundlagen und Anwendung der psychosozialen Diagnostik
  • Grundlagen professioneller Beziehungsarbeit
  • Methoden der Angehörigen-, Netzwerk- und Sozialraumarbeit
  • Methoden der unterstützenden Entscheidungsfindung
  • Strategien im Umgang mit spezifischen Arbeitsbelastungen

Kosten: Mitglieder des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. 800 Euro, Externe Träger und Einrichtungen 950 Euro

Weitere Informationen finden Sie hier im aktuellen Flyer:

Melden Sie sich gerne bei:

Karsten Giertz

Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Carl-Hopp-Str. 19a, 18057 Rostock

Telefon: 0381 – 873 942 30, E-Mail: Karsten.Giertz@sozialpsychiatrie-mv.

Landesarbeitsgruppe Arbeit und Beschäftigung

Am 12. November finden das zweite Treffen der Landesarbeitsgruppe Arbeit und Beschäftigung des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. im Jahr 2026 statt. Die Veranstaltung wird in online über Zoom durchgeführt.

Von der Kostensteuerung zur Versorgungsverantwortung – Landesverband Sozialpsychiatrie M-V e.V. nimmt Stellung zum BTHG-Sonderbericht des Landesrechnungshofes

Von der Kostensteuerung zur Versorgungsverantwortung – Landesverband Sozialpsychiatrie MV nimmt Stellung zum Sonderbericht des Landesrechnungshofes

Der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat eine ausführliche Stellungnahme zum Sonderbericht des Landesrechnungshofes Mecklenburg-Vorpommern zur Finanzierung und Steuerung der Aufgaben nach dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) veröffentlicht.

Der Landesrechnungshof benennt in seinem Bericht erhebliche strukturelle, organisatorische und finanzielle Herausforderungen bei der Umsetzung der Eingliederungshilfe in Mecklenburg-Vorpommern. Aus Sicht des Landesverbandes ist die Analyse wichtiger Ausgangspunkt für notwendige Reformen. Gleichzeitig darf die Debatte über die Zukunft der Eingliederungshilfe nicht auf Fragen der Kostenentwicklung und Wirtschaftlichkeit reduziert werden: „Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihre Angehörigen benötigen verlässliche, personenzentrierte und sozialraumorientierte Unterstützungsangebote. Selbstbestimmung, soziale Teilhabe und Gleichberechtigung müssen auch künftig die zentralen Leitziele der Eingliederungshilfe bleiben“, betont der Landesverband.

In seiner Stellungnahme hebt der Verband insbesondere folgende Handlungsfelder hervor:

  • Erhalt der personenzentrierten Bedarfsermittlung und des Wunsch- und Wahlrechts der Leistungsberechtigten
  • Mehr Transparenz, Beteiligung und Planungssicherheit bei Reform- und Steuerungsprozessen
  • Einrichtung regionaler und landesweiter Steuerungsgremien für die psychosoziale Versorgung
  • Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Eingliederungshilfe (SGB IX) und Gesundheitsversorgung (SGB V)
  • Qualitätsentwicklung auf Grundlage fachlicher und teilhabeorientierter Kriterien statt ausschließlich betriebswirtschaftlicher Kennzahlen
  • Stärkung sozialräumlicher Versorgungsstrukturen und gemeindepsychiatrischer Netzwerke
  • Ausbau von Prävention, Gesundheitsförderung und niedrigschwelligen Unterstützungsangeboten
  • Entwicklung einer langfristigen Landesstrategie für die psychosoziale Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern

Eine nachhaltige Weiterentwicklung kann aus Sicht des Verbandes nur im gemeinsamen Dialog zwischen Politik, Verwaltung, Leistungsträgern, Leistungserbringern, Selbsthilfe, Zu- und Angehörigen sowie Menschen mit eigener Erfahrung gelingen. Der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. erklärt ausdrücklich seine Bereitschaft, die hierfür notwendigen fachpolitischen Entwicklungs- und Reformprozesse konstruktiv zu begleiten und aktiv mitzugestalten.

Die vollständige Stellungnahme steht hier zum Download bereit:

Wahlprüfsteine des LSP M-V e.V. zur Landtagswahl MV 2026

Wahlprüfsteine des LSP M-V e.V. zur Landtagswahl MV 2026

Der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. beteiligt sich anlässlich der Landtagswahl am 20. September 2026 mit eigenen Wahlprüfsteinen am politischen Diskurs.

Ziel ist es, die aktuelle Versorgungssituation von Menschen mit psychischen Erkrankungen sichtbar zu machen und deren Belange stärker in der Sozial- und Gesundheitspolitik zu verankern.

Psychische Erkrankungen betreffen jährlich etwa 30 % der Bevölkerung in Deutschland – das entspricht rund 17,8 Millionen Menschen. Insbesondere aufgrund von aktuellen gesellschaftlichen und weltweiten Krisen nimmt die Häufigkeit von psychischen Beeinträchtigungen und Erkrankungen in unserer Gesellschaft deutlich zu. Ein Teil dieser Betroffenen leidet an schweren und langanhaltenden Erkrankungen und ist auf umfassende medizinische sowie psychosoziale Unterstützung angewiesen. Gleichzeitig stellen Menschen mit schweren seelischen Behinderungen etwa die Hälfte der Hilfeempfängerinnen und -empfänger im Bereich der Sozialhilfe.

Diese Zahlen verdeutlichen die hohe gesellschaftliche Relevanz und den dringenden politischen Handlungsbedarf.

Mit unseren Wahlprüfsteinen möchten wir zentrale Themen adressieren, den Dialog mit den Parteien fördern und zu nachhaltigen Verbesserungen in der Versorgung beitragen.

Die Wahlprüfsteine finden Sie hier als Download:

Nächstes Treffen der Landesarbeitsgruppe Partizipation Mecklenburg-Vorpommern am 8. Mai 2026

Bei der Entwicklung, Planung und Evaluation von psychiatrischen und psychosozialen Behandlungs- und Unterstützungsangeboten hat in den letzten Jahren die partizipative Einbeziehung von Menschen mit psychischen Erkrankungen durch Selbsthilfeinitiativen und -bewegungen, durch zunehmende Forschungsaktivitäten sowie durch gesetzliche Reformprozesse wie die UN-Behindertenrechtskonvention und das Bundesteilhabegesetz an Bedeutung gewonnen.

Gerade durch das Bundesteilhabegesetz wurde die gesetzlich verpflichtende Grundlage für Leistungsträger und Leistungserbringer geschaffen, Menschen mit psychischen Erkrankungen oder mit anderen Behinderungen aktiv und auf gleicher Augenhöhe in die Planung, Durchführung und Evaluation von psychiatrischen und psychosozialen Unterstützungsangeboten einzubeziehen. Zudem ist die partizipative Beteiligung von Menschen mit psychischen Erkrankungen eng mit den Konzepten von Empowerment und Recovery verbunden.

Um die aktive Beteiligung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung sowie die Implementierung von Angeboten des Peer Supportes in Mecklenburg-Vorpommern zu fördern, entwickelten der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V., der Verein EX-IN Mecklenburg-Vorpommern e.V. und das Diakoniewerk Mecklenburg-Vorpommern e.V. die Initiative der Landesarbeitsgruppe Partizipation Mecklenburg-Vorpommern, welche gemeinsam mit anderen interessierten Kooperationspartner*innen und Verbänden umgesetzt wird.

Am 8. Mai 2026 findet im Peter Weiß Haus, Doberaner Str. 21, 18057 Rostock das nächste Treffen der Landesarbeitsgruppe Partizipation statt. Die Teilnahme ist kostenlos und sowohl in digitaler Form als auch in Präsenzform möglich. Interessierte Personen, Mitarbeiter*innen aus der psychiatrischen Versorgung, Psychiatrieerfahrene und Angehörige von Menschen mit psychischen Erkrankungen sind eingeladen, sich am Austausch innerhalb der Landesarbeitsgruppe zu beteiligen.

Die Einladung mit der Tagesordnung und den Informationen für die Anmeldung finden Sie hier:

Weitere Informationen zur Initiative der Landesarbeitsgruppe Partizipation Mecklenburg-Vorpommern können Sie hier einsehen.

Unser Jahr 2024 im Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Seit 1995 engagiert sich der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. für die besonderen Belange von Menschen mit psychischen Erkrankungen und an der Weiterentwicklung der psychiatrischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern. Gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen und Kooperationspartnern konnte der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. im Jahr 2024 zahlreiche Initiativen, Gremien- und Netzwerkaktivitäten, Modellprojekte, Qualifizierungsmaßnahmen und andere Aktivitäten umsetzen.

Ohne die Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern, Projektpartner*innen, dem Institut für Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V., dem Verein EX-IN Mecklenburg-Vorpommern e.V. und vielen anderen Institutionen, Akteur*innen sowie unseren Fördermittelgebern, dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport, wäre dies kaum möglich gewesen. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen für die gute Zusammenarbeit und Ihr Engagement im Jahr 2024 bedanken.

Alle näheren Informationen zum Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V., zu den Mitgliedern und Aktivitäten, Initiativen, Veröffentlichungen sowie zu den Projekten im Jahr 2024 können in unserem aktuellen Jahresbericht nachgelesen werden:

Landesarbeitsgruppe Geschlossene Wohnformen

Am 10. November 2026 findet das zweite Treffen der Landesarbeitsgruppe Geschlossene Wohnformen des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern 2026 in Gützkow statt.