Trialogische Videovorlesungsreihe zur Sozialpsychiatrie der Hochschule Niederrhein

In der trialogischen Videovorlesungsreihe zur Sozialpsychiatrie der Hochschule Niederrhein geben zahlreiche Expert*innen aus dem Bereich der Praxis, Peer Support, Forschung und Selbsthilfe einen Einblick in die Themen und Grundlagen der Sozialen Arbeit im Bereich der Sozialpsychiatrie. An diesem Austausch beteiligten sich auch Mitarbeiter*innen des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Die trialogische Online-Vorlesungsreihe entstand während der COVID-19-Pandemie und wurde gefördert von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Integration von Theorie und Praxis im bio-psycho-sozialen Modell

In diesem Lehrvideo ergründen Marek Miksa, Sonja Utzenrath und Lena Schmideder das bio-psycho-soziale Modell aus drei wichtigen Blickwinkeln: der Perspektive der sog. “Profis”, der Betroffenen und der sozialen Arbeit. Ursprünglich war eine Fachexpertin vorgesehen, deren Beiträge jedoch nicht enthalten sind. Marek hat die fachprofessionellen Inhalte eigenständig aufgearbeitet und integriert, um eine umfassende Darstellung des Themas zu gewährleisten. Das Video analysiert, wie biomedizinische, psychologische und soziale Faktoren in der Behandlung und im Verständnis psychischer Gesundheit zusammenwirken. Es bietet tiefe Einblicke, wie diese Erkenntnisse effektiv in der sozialen Arbeit angewandt werden können, ideal für Studierende, Fachkräfte und alle, die sich für eine ganzheitliche Betrachtung der psychischen Gesundheit interessieren.

Vertiefung des bio-psycho-sozialen Modells durch diverse Perspektiven

Prof. Dr. med. Andreas Seidel, Franz-Josef Wagner und Lena Schmideder vertiefen das Verständnis des bio-psycho-sozialen Modells, indem sie ihre klinischen, persönlichen und akademischen Erfahrungen miteinander verknüpfen. Diese Diskussion beleuchtet, wie unterschiedliche Perspektiven zu einem ganzheitlichen Ansatz in der Behandlung psychischer Erkrankungen beitragen können.

Grundlagen des psychopathologischen Befunds aus multiplen Blickwinkeln

PD Dr. phil. Thomas Röske, Thorsten Dürholt und Lena Schmideder erörtern die Erstellung psychopathologischer Befunde. In diesem Video diskutieren sie die systematische Untersuchung psychischer Störungen aus den Perspektiven eines Kunsthistorikers, eines Erfahrungsexperten und einer Vertreterin der sozialen Arbeit. Lena Schmideder, als Vertreterin der Sozialen Arbeit, bringt die Lehr- und Lernperspektive in die Diskussion ein und beleuchtet, wie theoretisches Wissen und praktische Anwendung in der Ausbildung vermittelt werden. PD Dr. phil. Thomas Röske präsentiert und diskutiert ausgewählte Werke aus der Sammlung Prinzhorn, die psychische Zustände bildlich darstellen, während Thorsten Dürholt seine persönlichen Erfahrungen als Betroffener und Erfahrungsexperte teilt. Gemeinsam fördern sie ein tieferes Verständnis der psychopathologischen Diagnostik, indem sie aufzeigen, wie psychopathologische Phänomene sowohl verbal als auch visuell erfasst werden können.

Ansätze zur Behandlung von Depression, Angst und Zwang – Teil I

Prof. Dr. Borwin Bandelow, Jana Westphal und Irmela Boden widmen sich gemeinsam den komplexen Herausforderungen und erfolgversprechenden Behandlungsstrategien bei Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen. Prof. Dr. Bandelow, ein ausgewiesener Experte in der psychiatrischen Forschung, gibt tiefe Einblicke in die neuesten klinischen Therapieansätze und ihre wissenschaftlichen Grundlagen. Jana Westphal teilt als Psychiatrieerfahrene und Genesungsbegleiterin ihre persönlichen Erfahrungen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse, die sie in den Behandlungsprozess einbringt. Irmela Boden, geprägt durch ihre eigenen familiären Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen, bietet eine einzigartige Perspektive auf die emotionalen und sozialen Aspekte der Genesung. Das Gespräch bietet somit einen umfassenden Überblick über Perspektiven und verbindet diese mit tiefgreifenden persönlichen Erfahrungen zu einem multiperspektivischen Bild im Kontext der Sozialen Arbeit.

Ansätze zur Behandlung von Depression, Angst und Zwang – Teil II

In der Fortsetzung von “Depression, Angst und Zwang – Teil I” diskutieren Prof. Dr. Borwin Bandelow, Falk Schuster und Amelie Sophie Preyss weiterführende Therapieansätze und die maßgebliche Rolle der Sozialen Arbeit bei der Unterstützung von Menschen mit psychischen Störungen. Während Prof. Dr. Bandelow medizinische Behandlungsmethoden vorstellt, konzentriert sich Falk Schuster auf die Entstigmatisierung und Förderung der psychischen Gesundheit durch Aufklärungsarbeit in der Gemeinde. Amelie Sophie Preyss, die im Bereich Jugendstreetwork tätig ist, hebt insbesondere die Praxis der Sozialen Arbeit hervor, die durch direkte Interaktion und Unterstützung vor Ort entscheidend zur Resilienz und zum Empowerment junger Menschen beiträgt. Der Trialog unterstreicht, dass Soziale Arbeit ein integraler Bestandteil der Behandlungs- und Unterstützungsstruktur für psychische Gesundheit ist.

Verstehen von Schizophrenie und wahnhaften Störungen – Teil I

In der achten Folge von “TrialogLE”: “Schizophrenie und wahnhafte Störungen verstehen – Teil I”, beleuchten Prof. Dr. Deister, Anna Kunze und Lisa Große die Vielschichtigkeit von Schizophrenie und wahnhaften Störungen. Prof. Dr. Deister bringt sein klinisches Wissen ein und beleuchtet die neuesten Entwicklungen in der psychiatrischen Behandlung dieser komplexen Erkrankungen. Anna Kunze berichtet als Betroffene über ihre persönlichen Erfahrungen und Herausforderungen im Umgang mit der Erkrankung und ergänzt den Diskurs um wichtige Einblicke aus Patientensicht. Lisa Große, ausgebildete Sozialarbeiterin und derzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin tätig, bietet eine fundierte Analyse der sozialen und therapeutischen Aspekte im Umgang mit diesen Störungen. Ihre Berufserfahrung im sozialpsychiatrischen Dienst und ihre Forschungsarbeit zu sozialen Netzwerken und Unterstützungsprozessen bieten wertvolle Einblicke in effektive psychosoziale Interventionsstrategien. Diese Episode verbindet klinische, erfahrungsorientierte und sozialarbeiterische Perspektiven, um ein umfassendes Bild von Schizophrenie und wahnhaften Störungen zu zeichnen.

Verstehen von Schizophrenie und wahnhaften Störungen – Teil II

In der aktuellen Gesprächsrunde “TrialogLE: Schizophrenie und wahnhafte Störungen verstehen – Teil II” vertiefen Prof. Dr. Christoph Walther, Marie Stabel und Prof. Dr. Saskia Eschenbacher das Thema aus ihrer jeweiligen Fachperspektive. Prof. Dr. Walther stellt die neuesten medizinischen Entwicklungen vor, während Marie Stabel ihre persönlichen Erfahrungen einbringt. Prof. Dr. Saskia Eschenbacher, Professorin für Erwachsenenbildung und Beratung, bringt ihre langjährige Erfahrung in der psychosozialen Therapie und Beratung ein, um die Diskussion mit wichtigen psychologischen Perspektiven und praktischen Handlungsansätzen zu bereichern.

Einblicke in die Sozialpsychiatrie durch multiperspektivischen Trialog

Lisa Große, Dr. med. Wassili Hinüber und Karsten Giertz beleuchten die Sozialpsychiatrie aus unterschiedlichen Perspektiven. Das Video unterstreicht die Bedeutung der Integration von medizinischen, sozialen und individuellen Ansätzen in der psychiatrischen Versorgung und verdeutlicht die Wichtigkeit eines multiprofessionellen Ansatzes im Kontext der Sozialen Arbeit.

Diskussion über Psychotherapie und Pharmakotherapie

In diesem Video aus der Reihe “TrialogLE”, “Diskussion über Psychotherapie und Pharmakotherapie”, tauschen sich Prof. Juckel, Heiko Westerburg und Amelie Sophie Preyss intensiv über die Facetten und Herausforderungen moderner Psychotherapie und Pharmakotherapie aus. Prof. Juckel, renommierter Wissenschaftler und praktizierender Psychiater, gibt wissenschaftliche und klinische Einblicke in seine Arbeit. Heiko Westerburg, Initiator von “Mind the Mind”, stellt aus praktischer Sicht therapeutische Ansätze zur Förderung der psychischen Gesundheit und zur Bewusstseinsbildung vor. Amelie Sophie Preyss, die im Jugendstreetwork in Remscheid tätig ist, diskutiert mit ihrem Kollegen M. Gratza, wie diese therapeutischen Strategien in der Sozialarbeit mit Jugendlichen effektiv umgesetzt werden können und gibt praktische Beispiele aus ihrem Alltag. Diese Session ist besonders für Sozialarbeiter und andere Fachkräfte im sozialen Bereich relevant, da sie eine detaillierte Analyse der Vorteile und Grenzen beider Therapieformen bietet und die Bedeutung einer integrativen Behandlungsstrategie hervorhebt, die sowohl medizinische als auch sozialtherapeutische Komponenten vereint.

Soziale Ungleichheit und psychische Gesundheit – ein trialogischer Ansatz

Im aktuellen Video der “TrialogLE”-Reihe “Soziale Ungleichheit und psychische Gesundheit – ein trialogischer Ansatz” diskutieren Prof. Dr. Phil Langer, Tanja Kulig-Braß und Frau Dr. Nitschke-Janssen die komplexen Wechselwirkungen zwischen sozialer Ungleichheit und psychischer Gesundheit. Prof. Dr. Langer, der an der Internationalen Psychoanalytischen Universität Berlin lehrt, stellt wissenschaftliche Erkenntnisse zu den psychosozialen Auswirkungen von Ungleichheit vor. Tanja Kulig-Braß, tätig im Sozialpsychiatrischen Kompetenzzentrum Migration (SPKoM), bringt ihre fachlichen Erfahrungen zur Verbesserung der Versorgung und Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ein. Frau Dr. Nitschke-Janssen, die eine interkulturelle sozialpsychiatrische Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie leitet, ergänzt die Diskussion um medizinische Perspektiven auf die Herausforderungen in der psychischen Gesundheitsversorgung kulturell vielfältiger Gruppen. Das interdisziplinäre Gespräch beleuchtet, wie soziale und kulturelle Faktoren die psychische Gesundheit beeinflussen und welche strategischen Ansätze notwendig sind, um die psychosoziale Versorgung zu optimieren und gerechter zu gestalten. Ziel ist es, Fachkräfte aus den Bereichen Sozialarbeit, Gesundheit und Bildung zu informieren und zu inspirieren, um die Unterstützung benachteiligter und kulturell vielfältiger Gruppen zu verbessern.

Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. bildet Ersthelfende für seelische Gesundheit aus

Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. bildet Ersthelfende für seelische Gesundheit aus

Schulungen im Januar und März 2024 / Anmeldung ab sofort möglich

Rostock/MV – Spätestens mit der Fahrschule ist er Pflicht: Der Schein über einen erfolgreich absolvierten Erste Hilfe-Kurs. Im Ernstfall soll er dazu befähigen, durch Mund-zu-Mund-Beatmung, stabile Seitenlage und Herzdruckmassage Leben zu retten. Doch was ist zu tun, wenn jemand in einer psychischen Krise steckt und Hilfe benötigt? Für solche Situationen bietet der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. eine neue Weiterbildung an: Mit einem zweitägigen Kurs können Interessierte sich zu Ersthelfenden für psychische Gesundheit qualifizieren lassen. In den Kursen von MHFA Ersthelfer (kurz für: „Mental Health First Aid“) lernen Laien wahlweise in einem Online- oder Präsenzkurz, wie sie erste Anzeichen psychischer Gesundheitsprobleme erkennen, verstehen und ansprechen können. Es gibt kompaktes Hintergrundwissen zu verschiedenen psychischen Störungsbildern und praktische Übungen zu konkreten Erste-Hilfe-Maßnahmen für psychische Krisen. Die Weiterbildung richtet sich an alle interessierten Erwachsenen in ganz Mecklenburg-Vorpommern, Vorwissen ist nicht notwendig.

Termine für 2024:

Online: 15.1., 23.1., 25.1. und 31.1., jeweils 2h

Präsenz: 12. & 13. März in Rostock

Anmeldung und weitere Informationen zu den Kosten finden Sie hier.

Neue Ausgabe der Zeitschrift Sozialpsychiatrie M-V

Im Zusammenhang mit der zunehmenden Bedeutung von Partizipation und der aktiven Einbeziehung von Menschen mit psychischen Erkrankungen bei der Entwicklung, Planung, Durchführung und Evaluation von psychiatrischen und psychosozialen Behandlungs- und Unterstützungsangeboten durch die UN-Behindertenrechtskonvention und das Bundesteilhabegesetz widmet sich die Juni-Ausgabe der Zeitschrift Sozialpsychiatrie M-V mit dem Thema Partizipation und Peer Support in der sozialpsychiatrischen Versorgung. In einem weiteren Beitrag beschäftigt sich die Ausgabe anlässlich einer gemeinsamen Pflanzaktion der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern und des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. mit der Bedeutung von Wald und Natur auf die psychische Gesundheit. Außerdem stellen die Universitätsmedizin Greifswald und die Universitätsmedizin Rostock ihre aktuellen psychiatrischen Forschungsprojekte vor. Darüber hinaus enthält die Ausgabe eine Veranstaltungsübersicht für das Jahr 2022 sowie zahlreiche Informationen über die Aktivitäten des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. und seinen Mitgliedern. Die Ausgabe kann hier frei heruntergeladen werden.

Bei der Zeitschrift Sozialpsychiatrie M-V handelt es sich, um den Rundbrief des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V., der über alle wesentlichen Entwicklungen zur Sozialpsychiatrie in Mecklenburg-Vorpommern informiert. Darüber hinaus enthält der Rundbrief Informationen zu den Aktivitäten und Initiativen des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. und seinen Mitgliedern. Eine Übersicht zu den älteren Ausgaben der Zeitschrift finden Sie hier.

Start der Fortbildungsreihe “Adoleszentensensibles Arbeiten in der Sozialpsychiatrie”

Start der Fortbildungsreihe “Adoleszentensensibles Arbeiten in der Sozialpsychiatrie”

Der Lebensabschnitt der Adoleszenz kann für junge Menschen mit psychischen Erkrankungen eine besondere Herausforderung werden. Neben den ohnehin mit dieser Phase verbundenen Entwicklungsaufgaben müssen junge Menschen mit psychischen Erkrankungen zusätzlich die krankheitsbedingten Belastungen bewältigen. Über dem hinaus haben viele der schweren psychischen Erkrankungen im Erwachsenenalter oftmals ihren Ursprung in der Lebensphase der Adoleszenz. Aufgrund der sekundären Krankheitsfolgen wie häufige Krankenhauseinweisungen, Schulabbrüche oder fehlende Berufsausbildung sind junge Menschen mit psychischen Erkrankungen besonders gefährdet, den Anschluss an die gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten zu verpassen.

In der psychiatrischen und psychosozialen Praxis fehlt es jedoch oftmals an altersegerechten und schnittstellenübergreifenden Behandlungs- und Unterstützungsangebote für junge Erwachsene mit psychischen Erkrankungen. Allgemein bedarf es einer stärkeren Flexibilisierung von Hilfeangeboten an der Schnittstelle zwischen Kinder- und Jugendhilfe, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Eingliederungshilfe und Erwachsenenpsychiatrie sowie der weiteren Entwicklung von altersgerechten Behandlungsangeboten in den einzelnen Regionen von Mecklenburg-Vorpommern.

Um die Versorgungssituation von jungen Erwachsenen mit psychischen Erkrankungen zu verbessern und die Mitarbeitenden der psychiatrischen und psychosozialen Praxis im Umgang mit den altersspezifischen Herausforderung zu unterstützen, entwickelte der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. gemeinsam mit seinen Projektpartner*innen ausgehend von den Erkenntnissen und Erfahrungen des Modellprojektes “Adoleszentenpsychiatrie” das Fortbildungsprogramm “Adoleszentensensibles Arbeiten in der Sozialpsychiatrie”.

Im Rahmen der Fortbildungsreihe werden in verschiedenen Seminaren aktuelle rechtliche Veränderungen, entwicklungspsychologische, psychiatrische und pädagogische Grundlagen sowie psychosoziale Methoden des adoleszentensensiblen Arbeitens mit jungen Erwachsenen mit psychischen Erkrankungen von renommierten Expert*innen aus unterschiedlichen Fachbereichen praxisnah vorgestellt. Ausgehend von den Erfahrungen und bestehenden Kompetenzen der Teilnehmenden werden darüber hinaus wichtige Methoden und Konzepte der interdisziplinären Zusammenarbeit sowie ein Überblick der bestehenden Versorgungslandschaft vermittelt.

Am 02. Juni 2022 startete das erste Seminar der Fortbildungsreihe. Die Referentin Judith Keller und der Referent Robin Jachmann von der Chamäleon Akademie gaben den Teilnehmer*innen eine Einführung in die Entwicklungsphase der Adoleszenz, in die entwicklungspsychologischen und bindungstheoretischen Grundlagen sowie pädagogischen Anforderungen und Methoden in der psychosozialen und sozialpsychiatrischen Arbeit mit dieser Zielgruppe.

Weitere Informationen zur Fortbildung und zu weiteren Fortbildungsangeboten des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. finden Sie hier. Weitere Informationen zum Thema “Adoleszentenpsychiatrie” können Sie hier einsehen. Darüber hinaus findet zum Thema “Adoleszenzpsychiatrie” am 21. September 2022 die Fachtagung “Adoleszenzpsychiatrie – Teilhabechancen in Klinik und Gemeinde” in Waren (Müritz) statt.

Neues Fortbildungsangebot “Borderline-Persönlichkeitsstörung: Methoden und Konzepte der Unterstützung”

Neues Fortbildungsangebot “Borderline-Persönlichkeitsstörung: Methoden und Konzepte der Unterstützung”

Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung gehören zu einer Gruppe von Patient*innen und Klient*innen, die besonders häufig in der psychosozialen und psychiatrischen Versorgung auftreten. Sie weisen schwere Symptome wie instabile zwischenmenschliche Beziehungsmuster, emotionale Instabilität, Störungen der Impulskontrolle und selbstverletzendes Verhalten auf. Aufgrund der Schwere der Erkrankungen nehmen die Betroffenen häufig eine Vielzahl von psychiatrischen und psychosozialen Unterstützungsleistungen in Anspruch. Auch die Mitarbeitenden werden bei der Unterstützung dieser Zielgruppe mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert.

Bild von www.pixabay.com

Das Seminar gibt eine Einführung in die Epidemiologie, Ätiologie, Symptomatologie und Versorgungssituation der Borderline-Persönlichkeitsstörung. Darüber hinaus werden praxisnahe Methoden und psychosoziale Interventionen vorgestellt, welche insbesondere Mitarbeitende der psychosozialen Versorgung anwenden können, um Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung angemessene Unterstützung anbieten zu können.

Das neue Fortbildungsangebot des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. richtet sich an alle Mitarbeitenden aus den verschiedenen psychosozialen und psychiatrischen Arbeitsfeldern. Einen Flyer zum Fortbildungsangebot finden Sie hier:

Weitere Informationen zu den Inhalten, zur Anmeldung und zu den Kosten können Sie auch hier abrufen.

Einladung und Programm zur Onlinefachtagung “Digitalisierung und neue Perspektiven in der psychosozialen Arbeit” am 20. Mai 2022

Einladung und Programm zur Onlinefachtagung “Digitalisierung und neue Perspektiven in der psychosozialen Arbeit” am 20. Mai 2022

Der Einsatz digitaler und internetbasierter Technologien hat im Rahmen von gesellschaftlichen Digitalisierungsprozessen in der Beratung, in der psychosozialen Versorgung und in der Praxis der Klinischen Sozialarbeit an Bedeutung gewonnen.

Im Zuge der digitalen Transformation kam es in vielen gesellschaftlichen Bereichen zu grundlegenden strukturellen Veränderungen der Lebenswelten und Kommunikationsformen. Die breite gesellschaftliche Verwendung der vielfältigen digitalen und internetbasierten Technologien sowie der neuen Medien geht mit einer höheren Flexibilisierung und Beschleunigung der sozialen und wirtschaftlichen Lebenswelt sowie des allgemeinen Kommunikations- und Informationsverhaltens einher. Eingebettet in diesen gesellschaftlichen strukturellen Wandel müssen sich auch soziale Organisationen sowie psychosoziale Unterstützungs- und Beratungsangebote mit den veränderten Lebenswelten ihrer Zielgruppen auseinandersetzen.

Neben den durch die digitale Transformation einhergehenden neuen Herausforderungen für die Methodik, Interventionen und organisatorischen Arbeitsweisen, verspricht der Einsatz von digitalen Technologien in der Beratungspraxis auch eine Vielfalt an neuen Möglichkeiten und Chancen im Rahmen der Niedrigschwelligkeit, Flexibilität und Anonymität.

Damit gehören digitale Kommunikations- und Unterstützungsangebote neben traditionellen persönlichen Konsultationen zu einem wichtigen Medium für Gesundheitsfragen. Auch die räumliche und zeitliche Flexibilisierung durch digitale Formen der Unterstützungs- und Kommunikationsangebote erleichtert den Zugang zu verschiedenen psychosozialen Angeboten für viele Menschen.

Anlässlich dieser Entwicklung veranstaltet das European Centre of Clinical Social Work e.V. in Kooperation mit dem Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V., der Fachhochschule Wien, dem Institut für Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V., dem Verein EX-IN Mecklenburg-Vorpommern e.V., dem Schweizer Fachverband Soziale Arbeit im Gesundheitswesen und der Hochschule Neubrandenburg am 20. Mai 2022 die digitale Fachtagung „Digitalisierung und neue Perspektiven in der psychosozialen Arbeit“. Die Fachtagung findet zwischen 09:00 bis 16:00 Uhr statt.

Im Rahmen der Fachtagung sind digitale Vorträge und Posterpräsentationen mit dem Schwerpunkt „Digitalisierung in der psychosozialen Arbeit“ geplant. Die Einladung mit dem vollständigen Programm kann hier heruntergeladen und eingesehen werden.

Eine detaillierte Übersicht des Programms mit den Abstracts zu den einzelnen Beiträgen finden Sie hier.

Die Fachtagung richtet sich insbesondere an Mitarbeiter*innen aus verschiedenen Arbeitsfeldern der psychosozialen Praxis, aber auch explizit an  Studierende der (Klinischen) Sozialarbeit sowie an Wissenschaftler*innen und Forschende aus den Bereichen der Sozial- oder Gesundheitswissenschaften.

Die Anmeldung und Teilnahme sind kostenlos. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten bitten wir um Anmeldung und Auswahl des interessierenden Panels unter folgendem Link.

Weitere Informationen finden Sie auf www.eccsw.eu oder können Sie unter info@eccsw.eu erfragen.

Online Seminar “Schwer erreichbare Klient*innen in der sozialpsychiatrischen Beratung und Versorgung” am 5. Juli 2022

Online-Seminar “𝗦𝗰𝗵𝘄𝗲𝗿 𝗲𝗿𝗿𝗲𝗶𝗰𝗵𝗯𝗮𝗿𝗲 𝗞𝗹𝗶𝗲𝗻𝘁*𝗶𝗻𝗻𝗲𝗻 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝘀𝗼𝘇𝗶𝗮𝗹𝗽𝘀𝘆𝗰𝗵𝗶𝗮𝘁𝗿𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗕𝗲𝗿𝗮𝘁𝘂𝗻𝗴 𝘂𝗻𝗱 𝗩𝗲𝗿𝘀𝗼𝗿𝗴𝘂𝗻𝗴” am 5. Juli 2022

Online Seminar der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen e.V. am 5. Juli 2022, 15:30 bis 17:00 Uhr

In der psychosozialen Arbeit wird immer wieder über Klient*innen berichtet, die schwer erreichbar sind, die professionelle Mitarbeiter*innen vor erheblichen Herausforderungen stellen und die nicht in der beabsichtigten Weise von den bestehenden Versorgungssystemen profitieren. Die als schwer erreichbar bezeichneten Klient*innen zeichnen sich durch komplexe psychische und multiple Problemlagen aus. Für die Bezeichnung dieser unterschiedlichen Personengruppen hat sich in der Literatur der Klinischen Sozialarbeit der Begriff „hard to reach“ durchgesetzt. Das von Karsten Giertz (Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V.) und Lisa Große (ASH Berlin) durchgeführte Web-Seminar befasst sich mit der aktuellen Versorgungsproblematik von Hard-to-reach-Klient*innen in der psychiatrischen und psychosozialen Beratung und Versorgung.

Hierzu werden die wissenschaftlichen Erkenntnisse unter anderem zur psychiatrischen Wohnungslosenforschung, zur Forschung der „Hart-to-reach-Problematik“ und zur Heavy-User-Forschung vorgestellt und zusammengefasst. Ausgehend von den wissenschaftlichen Erkenntnissen werden Konsequenzen für die psychosoziale Praxis und Chancen für die psychiatrische Versorgung aufgezeigt.

Weitere Informationen zur Anmeldung finden Sie hier auf der Seite der DVSG:

Stärkenorientierte Fallarbeit in der sozialpsychiatrischen Praxis: Kostenloses Fortbildungsangebot für Mitglieder des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Stärkenorientierte Fallarbeit in der sozialpsychiatrischen Praxis: Ein kostenloses Fortbildungsangebot für Mitglieder des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V.

In den letzten Jahren wurde im Zusammenhang mit zahlreichen gesetzlichen Reformen, Leitlinien und Empfehlungen eine recovery-, ressourcen- und stärkenorientierte Perspektive in der psychosozialen und psychiatrischen Versorgung verankert. Vor allem das Bundesteilhabegesetz hat dazu beigetragen, dass “die verfügbaren und aktivierbaren Selbsthilferessourcen des Leistungsberechtigten” sowohl im Gesamtplanverfahren bei der Ermittlung des individuellen Unterstützungsbedarfes als auch in der direkten Umsetzung von Unterstützungsleistungen zur sozialen Teilhabe zu beachten und zu dokumentieren sind. In der psychosozialen und psychiatrischen Praxis ist jedoch oftmals noch unklar, wie die individuellen Stärken und Ressourcen von Klient*innen für den Unterstützungsprozess systematisch ermittelt und zur Förderung der sozialen Teilhabe konkret nutzbar gemacht werden können.

Die stärkenorientierte Fallberatung ist ein neues Fortbildungsangebot für Mitarbeitende der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. zur Umsetzung von Instrumenten und Methoden der stärken- und ressourcenorientierten Arbeit. Begleitet und moderiert wird die stärkenorientierte Fallberatung von der Expertin Prof. Dr. Corinna Ehlers.

Im kollegialen Austausch können die Teilnehmer*innen Haltungen reflektieren, (komplexe) Fallsituationen analysieren und die Anwendung von Methoden der ressourcen- und stärkenorientierten Arbeit diskutieren. Zu Beginn jeder Sitzung erfolgt eine kurze inhaltliche und methodische Einführung zur stärkenorientierten Arbeit. Im Anschluss werden anonymisierte Fallbeispiele, die die Teilnehmer*innen selbst einbringen, strukturiert besprochen. Bei der Fallarbeit setzen die Teilnehmer*innen verschiedene Instrumente – wie die Stärkenkarte – ein und entwickeln Lösungsideen für ihre Praxis. Die Teilnehmer*innen können die Treffen nutzen, um sich praxisnah auszutauschen, voneinander zu lernen und so ihre Professionalität zu stärken.

Die stärkenorientierte Fallberatung ist ein kostenloses Angebot des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. ausschließlich für seine Mitglieder. Informationen zu den Terminen und Anmeldemodalitäten finden Sie hier oder im dazugehörigen Flyer der Veranstaltung.

Eine kurze allgemeine Einführung in die Theorien und Methoden der stärkenorientierten Praxis im Kontext der qualifizierten Assistenz finden Sie hier in einem Buchbeitrag von Corinna Ehlers und Karsten Giertz.