Forensik Update 2026: Best Practice und Innovation im Maßregelvollzug

Am 21. und 22. September 2026 lädt die Klinik für Forensische Psychiatrie der Universitätsmedizin Rostock erneut zum „Forensik Update – Best Practice und Innovation im Maßregelvollzug“ nach Rostock ein. Die interdisziplinäre Fachtagung richtet sich an Fachkräfte unterschiedlicher Berufsgruppen und bietet eine Plattform für den Austausch über aktuelle Entwicklungen, wissenschaftliche Erkenntnisse und praxisnahe Ansätze in der forensischen Psychiatrie.

Das Programm verbindet Fachvorträge renommierter Expert*innen mit praxisorientierten Workshops zu vielfältigen Themenfeldern. Auf der Agenda stehen unter anderem Fragen zu Zwang und Autonomie in der Forensik, neue Entwicklungen in der ambulanten forensischen Versorgung, traumaorientierte Behandlungskonzepte, die Versorgung von Menschen mit intellektuellen Entwicklungsstörungen im Maßregelvollzug sowie aktuelle Ansätze in der Begutachtungs- und Behandlungspraxis.

Besondere Formate wie die Pro-und-Contra-Debatte zu Schizophrenieleitlinien in der Forensik, das „Speed-Dating Forschung“ für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sowie verschiedene Workshops fördern den fachlichen Dialog und den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis.

Neben dem fachlichen Programm bietet die Tagung Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Vernetzung. Die Veranstaltung wurde von der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern mit 15 Fortbildungspunkten anerkannt.

Termin: 21.–22. September 2026
Ort: ScanHotels City Rostock, Lange Straße 40, 18055 Rostock

Weitere Informationen zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier auf der Veranstaltungsseite der Universitätsmedizin Rostock.

Stellungnahme gegen Polizeiregister und pauschale Erfassung von psychisch erkrankten Menschen

Stellungnahme gegen Polizeiregister und pauschale Erfassung von psychisch erkrankten Menschen

Der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat eine Stellungnahme zu aktuellen sicherheitspolitischen Debatten über Menschen mit psychischen Erkrankungen veröffentlicht.

Hintergrund sind politische Forderungen nach Registern, erweiterten Meldepflichten sowie einem verstärkten Datenaustausch zwischen psychiatrischen Einrichtungen und Sicherheitsbehörden. Anlass hierfür sind öffentliche Debatten nach schweren Gewalttaten in Deutschland, bei denen teilweise psychische Erkrankungen der Täter*innen thematisiert wurden.

Der Landesverband warnt davor, psychische Erkrankungen pauschal mit Gefährlichkeit gleichzusetzen. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass psychische Erkrankungen weit verbreitet sind, schwere Gewalttaten jedoch seltene Ereignisse bleiben. Die überwältigende Mehrheit psychisch erkrankter Menschen wird nicht straffällig und ist häufiger selbst von Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt betroffen.

Aus Sicht des Landesverbandes drohen pauschale Registrierungs- und Erfassungsmaßnahmen die gesellschaftliche Stigmatisierung weiter zu verstärken, das Vertrauen in psychiatrische und psychosoziale Hilfen zu untergraben und Betroffene davon abzuhalten, frühzeitig Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Die Stellungnahme betont stattdessen die Bedeutung:

  • einer starken psychosozialen und psychiatrischen Versorgung,
  • gemeindenaher Hilfen,
  • früher Prävention,
  • aufsuchender und niedrigschwelliger Unterstützungsangebote,
  • einer besseren Vernetzung der Hilfesysteme,
  • sowie einer konsequenten Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen.

Gerade in Mecklenburg-Vorpommern erschweren große ländliche Räume, Fachkräftemangel und unzureichend ausgebaute Unterstützungsangebote vielerorts den Zugang zu verlässlicher Hilfe.

Der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. setzt sich für eine menschenrechtsorientierte, gemeindenahe und diskriminierungsfreie Psychiatrie ein und fordert eine differenzierte öffentliche Debatte ohne Generalverdacht gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier:

Save The Date: Forensik Update Best Practice und Innovation im Maßregelvollzug am 21. und 22. September 2026 in Rostock

Am 21./22.09.2026 findet das nächste Forensik Update der Klinik für Forensische Psychiatrie der Universitätsmedizin Rostock statt.

Die jährliche Tagung verbindet Vorträge von renommierten Expert*innen zum Thema „Best Practice“ mit praktisch orientierten Workshops zu breit gefächerten Themen. Außerdem gibt es eine Pro-Kontra-Debatte und kürzere Vorträge zu aktuellen Forschungsergebnissen. Die Zertifizierung der Veranstaltung wird bei der Ärztekammer M-V beantragt. Weitere Informationen zu den Teilnahmegebühren und zur Anmeldung finden Sie hier.

Rückblick Netzwerktagung “Forensische Psychiatrie MV: Brücken bauen, Barrieren abbauen” am 20. November in Stralsund

Die psychiatrische Behandlung und psychosoziale Nachsorge von straffällig gewordenen Menschen mit psychischen Erkrankungen gehören in Mecklenburg-Vorpommern zu einem wichtigen Bereich der psychiatrischen Versorgung. Aufgrund der besonderen Unterstützungs- und Behandlungsbedarfe von forensischen Patient*innen, ist es für die Mitarbeitenden aus den forensischen Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern nicht immer leicht, geeignete psychosoziale Nachsorgeangebote zu finden.

Marcus Keidel (Fachbereich Forensische Psychiatrie und Psychotherapie, Helios Hanseklinikum Stralsund, Sprecher der Landesarbeitsgruppe forensische Psychiatrie MV)

Darüber hinaus bestehen vielerorts gegenüber forensischen Patient*innen — trotzt der guten Behandlungsbedingungen in den forensischen Kliniken und mittlerweile wissenschaftlich gut belegten positiven Rückfallprognosen — immer noch Bedenken und Unsicherheiten, wodurch die Vermittlung in außerklinische Nachsorgeangebote zusätzlich erschwert wird.

Aus diesem Grund veranstaltet das Netzwerk Forensik Mecklenburg-Vorpommern heute in der Klinikumskirche Stralsund eine Netzwerktagung zur forensischen Psychiatrie. Die Veranstaltung richtet sich an allen sozialpsychiatrischen Akteur*innen aus Mecklenburg-Vorpommern, die bereits in der forensischen Nachsorge aktiv oder auch noch nicht aktiv sind. Neben Impulsvorträgen zur forensischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern, zu therapeutischen evidenzbasierten Behandlungsformen in der forensischen Psychiatrie und der Gestaltung der Nachsorge von forensischen Patient*innen stand die Vernetzung im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Wir bedanken uns bei allen Referent*innen und den Teilnehmer*innen für die gelungene Veranstaltung. Die Präsentationen können hier eingesehen werden.

Call for Papers und Save The Date kostenfreie Online-Fachtagung „Einsamkeit im Fokus – Einsamkeitsphänomene in der Sozialen Arbeit erkennen und ihnen professionell begegnen“ am 12. Mai 2026

Weltweit klagen 20 Prozent aller Menschen über schwer auszuhaltende Erfahrungen von Einsamkeit. Darunter verstehen wir einen subjektiv wahrgenommenen Mangel an quantitativen und / oder qualitativen Aspekten eigener sozialer Beziehungen. Einsamkeit wirkt sich negative auf die Gesundheit und das Wohlbefinden aus. Vor allem im Kontext der andauernden Unsicherheit durch gesellschaftliche Krisen und der damit einhergehenden Auflösung sozialer und politischer Strukturen hat Einsamkeit zahlreiche Facetten angenommen, die über die Lebensspanne hinausgehen. Mittlerweile sind zahlreiche Einsamkeitsphänomene bekannt, beispielsweise bei Kindern und Jugendlichen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie, bei Menschen mit depressiven Erkrankungen, bei gesellschaftlichen Minderheiten im Zuge der zunehmenden Stigmatisierung und Ausgrenzung oder im Alter. Trotz zahlreicher Erkenntnisse über ihre Folgen wird die Bedeutung von Einsamkeit für ein gesundes Leben in der Bevölkerung immer noch relativiert.

Daher lädt das European Centre for Clinical Social Work e.V. (ECCSW) am 12. Mai 2026 unter dem Motto „Einsamkeit im Fokus – Einsamkeitsphänomene in der Sozialen Arbeit erkennen und ihnen professionell begegnen“ zu einer kostenfreien Onlinefachtagung ein. Dabei sollen die gesundheitlichen Auswirkungen von Einsamkeit in der Bevölkerung und bei verschiedenen Zielgruppen der Sozialen Arbeit im Fokus stehen. Gleichzeitig werden Strategien und Interventionsformen aufgezeigt, um Einsamkeitsphänomene rechtzeitig zu erkennen und ihnen professionell zu begegnen. Die Fachtagung findet in Kooperation mit der Hochschule Campus Wien, dem Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V., der Österreichischen Gesellschaft für Soziale Arbeit, der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit in der Suchthilfe e.V., der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen e.V., dem Schweizer Fachverband für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen und der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit e.V. statt.

Zu dem Thema wird es Keynotes und Vortragspanels geben. Die Fachtagung richtet sich an Mitarbeitende aus verschiedenen psychosozialen Arbeitsfeldern, an Studierende der (Klinischen) Sozialarbeit sowie an Wissenschaftler:innen aus den Bereichen der Sozial- und Gesundheitswissenschaften.

Anmeldung und Einreichung von wissenschaftlichen Fachbeiträgen, kurzen Impulsvorträgen und Vorstellung von Abschlussarbeiten

Zur Fachtagung können Vorträge mit dem Schwerpunkt „Projekte, Initiativen und Strategien gegen Einsamkeit in der psychosozialen Versorgung” eingereicht werden. Es sind auch Vorträge möglich zu neuen Forschungsprojekten, Erkenntnissen aus aktuellen Studien, Methoden oder   in der Klinischen Sozialarbeit und psychosozialen Versorgung. Ein Vortrag sollte höchstens 20 Minuten umfassen. Nachwuchswissenschaftler:innen können in Impulsvorträgen (ca. 10 Minuten) Abschlussarbeiten oder Dissertationsvorhaben vorstellen. Abstracts können bis zum 15. Januar 2026 hier über ein Online-Formular eingereicht werden.

Weitere Informationen finden Sie hier im Flyer:

Netzwerktagung Forensische Psychiatrie MV: Brücken bauen, Barrieren abbauen am 20. November 2025 in Stralsund

Die psychiatrische Behandlung und psychosoziale Nachsorge von straffällig gewordenen Menschen mit psychischen Erkrankungen gehören in Mecklenburg-Vorpommern zu einem wichtigen Bereich der psychiatrischen Versorgung. Aufgrund der besonderen Unterstützungs- und Behandlungsbedarfe von forensischen Patient*innen, ist es für die Mitarbeitenden aus den forensischen Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern nicht immer leicht, geeignete psychosoziale Nachsorgeangebote zu finden.

Darüber hinaus bestehen vielerorts gegenüber forensischen Patient*innen — trotzt der guten Behandlungsbedingungen in den forensischen Kliniken und mittlerweile wissenschaftlich gut belegten positiven Rückfallprognosen — immer noch Bedenken und Unsicherheiten, wodurch die Vermittlung in außerklinische Nachsorgeangebote zusätzlich erschwert wird.

Aus diesem Grund veranstaltet das Netzwerk Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern am 20. November 2025 von 09:30 bis 15:00 Uhr in der Klinikumskirche Stralsund eine Netzwerktagung zur forensischen Psychiatrie. Die Veranstaltung richtet sich an alle sozialpsychiatrischen Akteur*innen aus Mecklenburg-Vorpommern, die bereits in der forensischen Nachsorge aktiv oder auch noch nicht aktiv sind. Neben der regionalen Vernetzung möchten wir im Rahmen der Veranstaltung über die forensische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern informieren und uns mit Akteur*innen aus der psychosozialen Praxis über die Begleitung von forensischen Patient*innen austauschen.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Zur besseren Organisation bitten wir alle Interessierten sich bis zum 14.11.2025 unter lv@sozialpsychiatrie-mv.de mit dem Titel Netzwerktagung Forensische Psychiatrie anzumelden.

Das komplette Programm finden Sie hier:

Netzwerktagung Forensische Psychiatrie MV: Bücken bauen, Barrieren abbauen

Die psychiatrische Behandlung und psychosoziale Nachsorge von straffällig gewordenen Menschen mit psychischen Erkrankungen gehören in Mecklenburg-Vorpommern zu einem wichtigen Bereich der psychiatrischen Versorgung. Aufgrund der besonderen Unterstützungs- und Behandlungsbedarfe von forensischen Patient*innen, ist es für die Mitarbeitenden aus den forensischen Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern nicht immer leicht, geeignete psychosoziale Nachsorgeangebote zu finden.

Darüber hinaus bestehen vielerorts gegenüber forensischen Patient*innen — trotzt der guten Behandlungsbedingungen in den forensischen Kliniken und mittlerweile wissenschaftlich gut belegten positiven Rückfallprognosen — immer noch Bedenken und Unsicherheiten, wodurch die Vermittlung in außerklinische Nachsorgeangebote zusätzlich erschwert wird.

Aus diesem Grund veranstaltet das Netzwerk Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern am 20. November 2025 in der Klinikumskirche Stralsund eine Netzwerktagung zur forensischen Psychiatrie. Die Veranstaltung richtet sich an alle sozialpsychiatrischen Akteur*innen aus Mecklenburg-Vorpommern, die bereits in der forensischen Nachsorge aktiv oder auch noch nicht aktiv sind. Neben der regionalen Vernetzung möchten wir im Rahmen der Veranstaltung über die forensische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern informieren und uns mit Akteur*innen aus der psychosozialen Praxis über die Begleitung von forensischen Patient*innen austauschen.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Zur besseren Organisation bitten wir alle Interessierten sich bis zum 14.11.2025 unter lv@sozialpsychiatrie-mv.de mit dem Titel Netzwerktagung Forensische Psychiatrie anzumelden.

Das komplette Programm wird demnächst auf www.sozialpsychiatrie-mv.de veröffentlicht.

Interdisziplinäre Fachtagung: Best Practice und Innovation im Maßregelvollzug am 04. Und 05.11.2024 in Rostock

Am 04.11. und 05.11.2024 lädt die Klinik für Forensische Psychiatrie der Universitätsmedizin Rostock zur interdisziplinären Fachtagung „Best Practice und Innovation im Maßregelvollzug“ ein. Neben Vorträgen zum Thema „Best Practice“ werden Interessierten auch die Möglichkeit der Teilnahme an verschiedenen Workshops zu praxisrelevanten Themen wie Genesungsbegleitung in der Forensik, partizipative Forschung, Arbeit mit Angehörigen in der Forensik oder zieloffene Suchtbehandlung in der Forensik. Die Landesärztekammer M-V zertifiziert diese Fortbildungsveranstaltung mit 14 Punkten. Die Veranstaltung findet im Radisson Blu Hotel Rostock statt.

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier.

Die Plattform “Netzwerk Forensik M-V” geht online

Die Behandlung und Nachsorge von straffällig gewordenen Menschen mit psychischen Erkrankungen gehören zu einem wichtigen Bereich der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung. Auch in Mecklenburg-Vorpommern engagieren sich zahlreiche Akteur*innen und Mitglieder des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. im Bereich der forensischen Behandlung und Nachsorge. Aufgrund der besonderen Unterstützungs- und Behandlungsbedarfe von forensischen Patient*innen bedarf es zwischen den an der forensischen Versorgung beteiligten Akteur*innen regelmäßig fachlichen Austausch und eine übergreifende Vernetzung.

Um den Austausch und die Vernetzung in Mecklenburg-Vorpommern zu unterstützen, initiierte die Landesarbeitsgruppe Forensische Psychiatrie des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. im vergangenen Jahr die Online-Plattform Netzwerk Forensik M-V. Die Online-Plattform ist für Mitglieder der Landesarbeitsgruppe Forensik und für Mitglieder des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. nach einer persönlichen Registrierung frei zugänglich. Neben aktuellen Fachinformationen zur forensischen Psychiatrie und Neuigkeiten aus der Landesarbeitsgruppe Forensische Psychiatrie des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. enthält die Online-Plattform eine Übersicht mit Akteur*innen (derzeit im Aufbau), die sich im Bereich der forensischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern engagieren.

Weitere Informationen finden Sie hier.