Wahlprüfsteine des LSP M-V e.V. zur Landtagswahl MV 2026

Wahlprüfsteine des LSP M-V e.V. zur Landtagswahl MV 2026

Der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. beteiligt sich anlässlich der Landtagswahl am 20. September 2026 mit eigenen Wahlprüfsteinen am politischen Diskurs.

Ziel ist es, die aktuelle Versorgungssituation von Menschen mit psychischen Erkrankungen sichtbar zu machen und deren Belange stärker in der Sozial- und Gesundheitspolitik zu verankern.

Psychische Erkrankungen betreffen jährlich etwa 30 % der Bevölkerung in Deutschland – das entspricht rund 17,8 Millionen Menschen. Insbesondere aufgrund von aktuellen gesellschaftlichen und weltweiten Krisen nimmt die Häufigkeit von psychischen Beeinträchtigungen und Erkrankungen in unserer Gesellschaft deutlich zu. Ein Teil dieser Betroffenen leidet an schweren und langanhaltenden Erkrankungen und ist auf umfassende medizinische sowie psychosoziale Unterstützung angewiesen. Gleichzeitig stellen Menschen mit schweren seelischen Behinderungen etwa die Hälfte der Hilfeempfängerinnen und -empfänger im Bereich der Sozialhilfe.

Diese Zahlen verdeutlichen die hohe gesellschaftliche Relevanz und den dringenden politischen Handlungsbedarf.

Mit unseren Wahlprüfsteinen möchten wir zentrale Themen adressieren, den Dialog mit den Parteien fördern und zu nachhaltigen Verbesserungen in der Versorgung beitragen.

Die Wahlprüfsteine finden Sie hier als Download:

Nächstes Treffen der Landesarbeitsgruppe Partizipation Mecklenburg-Vorpommern am 8. Mai 2026

Bei der Entwicklung, Planung und Evaluation von psychiatrischen und psychosozialen Behandlungs- und Unterstützungsangeboten hat in den letzten Jahren die partizipative Einbeziehung von Menschen mit psychischen Erkrankungen durch Selbsthilfeinitiativen und -bewegungen, durch zunehmende Forschungsaktivitäten sowie durch gesetzliche Reformprozesse wie die UN-Behindertenrechtskonvention und das Bundesteilhabegesetz an Bedeutung gewonnen.

Gerade durch das Bundesteilhabegesetz wurde die gesetzlich verpflichtende Grundlage für Leistungsträger und Leistungserbringer geschaffen, Menschen mit psychischen Erkrankungen oder mit anderen Behinderungen aktiv und auf gleicher Augenhöhe in die Planung, Durchführung und Evaluation von psychiatrischen und psychosozialen Unterstützungsangeboten einzubeziehen. Zudem ist die partizipative Beteiligung von Menschen mit psychischen Erkrankungen eng mit den Konzepten von Empowerment und Recovery verbunden.

Um die aktive Beteiligung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung sowie die Implementierung von Angeboten des Peer Supportes in Mecklenburg-Vorpommern zu fördern, entwickelten der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V., der Verein EX-IN Mecklenburg-Vorpommern e.V. und das Diakoniewerk Mecklenburg-Vorpommern e.V. die Initiative der Landesarbeitsgruppe Partizipation Mecklenburg-Vorpommern, welche gemeinsam mit anderen interessierten Kooperationspartner*innen und Verbänden umgesetzt wird.

Am 8. Mai 2026 findet im Peter Weiß Haus, Doberaner Str. 21, 18057 Rostock das nächste Treffen der Landesarbeitsgruppe Partizipation statt. Die Teilnahme ist kostenlos und sowohl in digitaler Form als auch in Präsenzform möglich. Interessierte Personen, Mitarbeiter*innen aus der psychiatrischen Versorgung, Psychiatrieerfahrene und Angehörige von Menschen mit psychischen Erkrankungen sind eingeladen, sich am Austausch innerhalb der Landesarbeitsgruppe zu beteiligen.

Die Einladung mit der Tagesordnung und den Informationen für die Anmeldung finden Sie hier:

Weitere Informationen zur Initiative der Landesarbeitsgruppe Partizipation Mecklenburg-Vorpommern können Sie hier einsehen.

Aktionstag „Herzwald“ am 20. März 2026 im Forstamt Poggendorf (Landkreis Vorpommern-Rügen)

Gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartner*innen wie der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern, der Waldstiftung MV, dem SDW Landesverband M-V und Katapult MV lädt der Landesverband Sozialpsychiatrie M-V e.V. unter dem Titel „Herzwald“ wieder zu einem inklusiven Aktionstag ein. Am Freitag, den 20. März 2026, möchten wir im Forstamt Poggendorf (Landkreis Vorpommern-Rügen) gemeinsam pflanzen, ins Gespräch kommen und ein sichtbares Zeichen für Zusammenhalt, Vielfalt und Miteinander setzen.

Alle wichtigen Informationen zum Ablauf, Programm und zu den Mitwirkungsmöglichkeiten findet ihr hier im Flyer:  

Wir freuen uns sehr, wenn ihr die Einladung weitergebt, eure Netzwerke aktiviert und selbst Teil dieses besonderen Aktionstags werdet.

Anmeldung und Rückfragen bitte direkt an: antje.werner@sozialpsychiatrie-mv.de

Lasst uns gemeinsam im Wald zusammenkommen – für Verbindung, Zuversicht und ein starkes Miteinander in Mecklenburg-Vorpommern.

Herzliche Grüße
Euer Organisationsteam
HERZWALD Aktionstag 2026
Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e. V.

„Erinnern heißt, Verantwortung zu übernehmen“ Landesverband Sozialpsychiatrie M-V e.V. gedenkt NS-Opfern und fordert Verantwortung

Anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. (kurz: LSP) an die Menschen, die während der NS-Zeit aufgrund psychischer Erkrankungen oder geistiger und körperlicher Behinderungen verfolgt, entrechtet und ermordet wurden. Das Gedenken begeht der Verband am Dienstag auf seiner jährlichen landesweiten Veranstaltung „ERINNERN, BETRAUERN, WACHRÜTTELN“ gemeinsam mit Mitgliedsorganisationen und Kooperationspartner*innen.

Der Landesverband betont in einer aktuellen Stellungnahme, dass das Erinnern an die nationalsozialistischen Verbrechen nicht allein historisch zu verstehen sei, sondern auch einen Bezug zur Gegenwart habe. „Die Geschichte zeigt, welche Folgen es haben kann, wenn Menschen ausgegrenzt werden und ihre Würde infrage gestellt wird“, erklärt Sandra Rieck, Vorständin des LSP.

Vor diesem Hintergrund weist der Verband auf aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen hin. Positionen, die gesellschaftliche Ausgrenzung normalisieren, soziale Sicherungssysteme infrage stellen oder Menschen nach vermeintlicher Leistungsfähigkeit bewerten, stünden im Widerspruch zu einer menschenrechtsorientierten psychosozialen Versorgung. „Eine fachlich verantwortungsvolle psychosoziale Arbeit setzt voraus, dass alle Menschen unabhängig von ihrer Erkrankung respektiert und unterstützt werden“, so Rieck.

Nach Einschätzung des Verbands können solche Haltungen den gesellschaftlichen Zusammenhalt schwächen, Stigmatisierung verstärken und die Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen erschweren. Zudem bestehe die Gefahr, dass notwendige Unterstützungsangebote zunehmend unter Kosten- oder Nutzenaspekten betrachtet werden. „Psychosoziale Versorgung darf nicht unter Vorbehalt gestellt werden, sondern muss sich am tatsächlichen Bedarf der Betroffenen orientieren“, betont Rieck.

Der Landesverband Sozialpsychiatrie MV verweist auf seine fachliche und ethische Verantwortung für eine gemeindenahe, bedarfsorientierte und menschenrechtsbasierte psychosoziale Versorgung. Diese setze die Achtung der Menschenwürde, demokratische Werte sowie den Schutz vor Diskriminierung voraus. „Erinnerung bedeutet für uns auch, heute Verantwortung zu übernehmen und klar für Menschenrechte einzustehen“, so Rieck abschließend.

Die komplette Stellungnahme finden Sie hier:

Eingliederungshilfe in Gefahr: Landesverband Sozialpsychiatrie M-V e.V. warnt vor Einsparungen in Mecklenburg-Vorpommern

Eingliederungshilfe in Gefahr: Landesverband Sozialpsychiatrie M-V e.V. warnt vor Einsparungen in Mecklenburg-Vorpommern

Rund 200.000 psychisch erkrankte Menschen in Mecklenburg-Vorpommern / Psychosoziale Angebote schaffen Stabilität

MV – In Mecklenburg-Vorpommern erkranken laut aktuellen Studien pro Jahr etwa 200.000 Erwachsene an einer psychischen Erkrankung. Rund 7.000 bis 15.000 von ihnen sind schwer und dauerhaft betroffen. Sie sind auf verlässliche Unterstützungsangebote wie betreutes Wohnen, Assistenz im Alltag und psychosoziale Begleitung angewiesen, um stabil leben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e. V. (kurz: LSP) warnt eindringlich vor den derzeit diskutierten Einsparungen in der Eingliederungshilfe. Diese Leistungen seien keine freiwilligen Zusatzangebote, sondern eine zentrale Voraussetzung für Selbstbestimmung, Stabilität und Krisenprävention, wie es in einer aktuellen Stellungnahme des Verbands heißt.

Ein bundesweiter Vergleich zeigt: Mecklenburg-Vorpommern gibt pro Kopf am wenigsten Geld für Leistungen zur sozialen Teilhabe aus. Die bundesweit gestiegenen Kosten in der Eingliederungshilfe sind vor allem auf wachsende Verwaltungsausgaben zurückzuführen – nicht auf höhere Leistungen für die Betroffenen. „Die Folgen der Unterfinanzierung sind bereits heute sichtbar“, so Karsten Giertz, Geschäftsführer des Verbands. „Psychiatrische Kliniken bleiben belegt, weil notwendige Nachsorgeangebote fehlen. Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen finden keinen Wohnplatz, geraten in Wohnungslosigkeit oder müssen in andere Bundesländer ausweichen. Besonders der ländliche Raum ist betroffen.“ Weitere Kürzungen würden diese Entwicklungen verschärfen. „Kurzfristige Einsparungen führen langfristig zu mehr Krisen, mehr Klinikaufenthalten und höheren Kosten für das Sozial- und Gesundheitssystem. Gleichzeitig drohen Qualitätsverluste, Fachkräfteabwanderung und der Abbau von Angeboten.“

Der Landesverband Sozialpsychiatrie MV fordert daher die politisch Verantwortlichen auf, von weiteren Kürzungen abzusehen, die besonderen Bedarfe von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen anzuerkennen und die Eingliederungshilfe als Investition in Teilhabe, Prävention und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu verstehen. Die konsequente Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention muss dabei handlungsleitend sein.

Der Landesverband steht gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen bereit, an tragfähigen und nachhaltigen Lösungen für eine zukunftsfähige psychosoziale Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern mitzuwirken.

Die komplette Stellungnahme finden Sie hier:

Einladung Landesweite Gedenkveranstaltung „ERINNERN, BETRAUERN, WACHRÜTTELN“ am 27. Januar 2026 in Wöbbelin und Ludwigslust

Seit 2008 wird in Mecklenburg-Vorpommern jährlich in der trialogisch organisierten landesweiten Veranstaltungsreihe „ERINNERN, BETRAUERN, WACHRÜTTELN“ der Menschen gedacht, die im Nationalsozialismus aufgrund psychischer Erkrankungen, geistiger oder körperlicher Behinderungen entrechtet, zwangssterilisiert, deportiert oder ermordet wurden. Ihr Schicksal mahnt uns bis heute, Verantwortung zu übernehmen – für ein achtsames, respektvolles und inklusives Miteinander.

Auch in diesem Jahr lädt der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. gemeinsam mit zahlreichen regionalen und landesweiten Kooperationspartner*innen herzlich zur Landesweiten Gedenkveranstaltung ein. Unter dem Motto „Unser Auftrag in der psychosozialen Arbeit aus der Vergangenheit für die Gegenwart und Zukunft“ gemeinsam innehalten, erinnern und den Blick darauf richten, welche Bedeutung dieses historische Erbe für unsere heutige und zukünftige psychosoziale Arbeit hat.

Die Veranstaltung findet in der Gedenkstätte Wöbbelin und in Ludwigslust statt – an Orten, die in besonderer Weise mit der Geschichte der Opfer verbunden sind und Raum für würdiges Gedenken, Austausch und Begegnung bieten.

Wir laden Sie herzlich ein: gemeinsam mit Betroffenen, Erfahrungsexpert*innen, Angehörigen, Fachkräften und Interessierten möchten wir gerade angesichts zahlreicher rechtspopulistischer und rechtsextremer Bewegungen ein Zeichen des Erinnerns und des Engagements für unsere demokratische Grundordnung und die Unverletzlichkeit der Menschenrechte zu setzen.

Wir freuen wir uns auf Ihre Teilnahme. Das komplette Programm mit Informationen zu den Veranstaltungsorten und zur Anmeldung finden Sie hier.

Im Namen der Veranstaltenden

Sandra Rieck und Karsten Giertz

Landesverband Sozialpsychiatrie M-V e.V.

Protokoll der letzten LAG Partizipation Mecklenburg-Vorpommern vom 03. Dezember 2025

Bei der Entwicklung, Planung und Evaluation von psychiatrischen und psychosozialen Behandlungs- und Unterstützungsangeboten hat in den letzten Jahren die partizipative Einbeziehung von Menschen mit psychischen Erkrankungen durch Selbsthilfeinitiativen und -bewegungen, durch zunehmende Forschungsaktivitäten sowie durch gesetzliche Reformprozesse wie die UN-Behindertenrechtskonvention und das Bundesteilhabegesetz an Bedeutung gewonnen.

Gerade durch das Bundesteilhabegesetz wurde die gesetzlich verpflichtende Grundlage für Leistungsträger und Leistungserbringer geschaffen, Menschen mit psychischen Erkrankungen oder mit anderen Behinderungen aktiv und auf gleicher Augenhöhe in die Planung, Durchführung und Evaluation von psychiatrischen und psychosozialen Unterstützungsangeboten einzubeziehen. Zudem ist die partizipative Beteiligung von Menschen mit psychischen Erkrankungen eng mit den Konzepten von Empowerment und Recovery verbunden.

Um die aktive Beteiligung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung sowie die Implementierung von Angeboten des Peer Supportes in Mecklenburg-Vorpommern zu fördern, entwickelten der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V., der Verein EX-IN Mecklenburg-Vorpommern e.V. und das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e.V. die Initiative der Landesarbeitsgruppe Partizipation Mecklenburg-Vorpommern, welche gemeinsam mit anderen interessierten Kooperationspartner*innen und Verbänden umgesetzt werden soll.

Am 03. Dezember 2025 fand das letzte Treffen der Landesarbeitsgruppe Partizipation Mecklenburg-Vorpommern online über das Konferenzprogramm Zoom statt. Im Zentrum des Austausches standen das Thema “Qualitätsstandards in der kontaktbasierten Anti-Stigma-Arbeit” sowie Berichte aus aktuellen Projekten und Vorhaben mit partizipativer Beteiligung von Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihren Zu- und Angehörigen in Mecklenburg-Vorpommern. Das Protokoll des letzten Treffens der Landesarbeitsgruppe mit den dazugehörigen Anhängen kann hier eingesehen werden.

Weitere Informationen zur Landesarbeitsgruppe Partizipation Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier.

Unser Jahr 2024 im Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Seit 1995 engagiert sich der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. für die besonderen Belange von Menschen mit psychischen Erkrankungen und an der Weiterentwicklung der psychiatrischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern. Gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen und Kooperationspartnern konnte der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. im Jahr 2024 zahlreiche Initiativen, Gremien- und Netzwerkaktivitäten, Modellprojekte, Qualifizierungsmaßnahmen und andere Aktivitäten umsetzen.

Ohne die Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern, Projektpartner*innen, dem Institut für Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V., dem Verein EX-IN Mecklenburg-Vorpommern e.V. und vielen anderen Institutionen, Akteur*innen sowie unseren Fördermittelgebern, dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport, wäre dies kaum möglich gewesen. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen für die gute Zusammenarbeit und Ihr Engagement im Jahr 2024 bedanken.

Alle näheren Informationen zum Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V., zu den Mitgliedern und Aktivitäten, Initiativen, Veröffentlichungen sowie zu den Projekten im Jahr 2024 können in unserem aktuellen Jahresbericht nachgelesen werden:

Save The Date: Landesweite Gedenkveranstaltung “ERINNERN, BETRAUERN, WACHRÜTTELN” am 27. Januar 2026 in Wöbbelin und Ludwigslust

Seit 2008 wird in Mecklenburg-Vorpommern jährlich in der trialogischen landesweiten Veranstaltungsreihe der Menschen mit psychischen Erkrankungen, geistigen und körperlichen Behinderungen gedacht, welche im Nationalsozialismus zwangssterilisiert oder im Rahmen der „NS-Euthanasie“ auf dem Gebiet des heutigen Mecklenburg-Vorpommerns ermordet oder von hier in die Vernichtungslager deportiert wurden.

Auch im nächsten Jahr am 27. Januar 2026 findet die Landesweite Gedenkveranstaltung „ERINNERN, BETRAUERN, WACHRÜTTELN“ gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartner*innen in Wöbbelin und Ludwigslust statt.

Hierzu möchten wir Sie herzlich einladen.

Das Programm mit den genauen Anmelde-, Orts- und Zeitangaben wird in den kommenden Wochen hier veröffentlicht.

Online-Fortbildung Wirksamkeitsprüfung nach SGB IX: Rechte und Pflichten der Leistungsträger und -erbringer am 09. Juli 2025

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Die Wirksamkeitsprüfung nach SGB IX ist ein wichtiger Bestandteil der Qualitätssicherung in der Rehabilitation und Teilhabe. Sie dient dazu, die Effektivität und Effizienz von Leistungen und Maßnahmen zu überprüfen und sicherzustellen, dass die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen angemessen berücksichtigt werden.

Leistungsträger und -erbringer spielen eine zentrale Rolle bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Wirksamkeitsprüfungen. Bis heute gehört die Wirksamkeitsprüfung zu den umstrittensten Themen in der Eingliederungshilfe. So besteht immer noch Unstimmigkeit beim Begriff der Wirksamkeit und bei der konkreten Ausgestaltung der Wirksamkeitsprüfung zwischen Leistungsträgern und -erbringern.

Das Seminar gibt einen Überblick über die gesetzlichen Grundlagen der Wirksamkeitsprüfung. Zudem werden Optionen aufgezeigt wie die gesetzlichen Anforderungen bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Wirksamkeitsprüfungen umgesetzt werden können und was es dabei zu beachten gibt.

Die Online-Fortbildung richtet sich an alle interessierten Mitarbeitenden aus dem Bereich der Eingliederungshilfe. Die Teilnehmer*innen sollten Vorkenntnisse zum Bundesteilhabegesetz und Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen mitbringen.

Weitere Informationen finden Sie hier: