Im Rahmen des vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projektes „Digitale Beratungsangebote professioneller Beratungsstellen für Essstörungen: Partizipative Bestandsaufnahme, Evaluation und Entwicklung von Qualitätsleitlinien – DigiBEssst“ entwickelten die Hochschule Landshut, ihr Forschungsinstitut Sozialer Wandel und Kohäsionsforschung (IKON) und der Bundesfachverband Essstörungen e.V. die Qualitätsleitlinien für professionelle Online-Beratung bei Essstörungen.
Die Fachkenntnisse und der Einsatz von Fachkräften sowie von Essstörungen betroffenen Menschen und Angehörigen haben zur Entwicklung des umfassenden und praxisnahen Leitfadens beigetragen. Der Leitfaden soll als Reflexionsanregung für Fachkräfte und Einrichtungen sowie als Orientierung für betroffene Menschen und Angehörige dienen. Viele Standards sind über den Essstörungsbereich hinaus gültig und können auch auf die Beratung anderer Zielgruppen übertragen werden.
Die Qualitätsleitlinien können kostenfrei hier auf der Website des Bundesfachverbandes Essstörungen e.V. heruntergeladen werden.
Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. bildet Ersthelfende für seelische Gesundheit aus
Schulungen im Januar und März 2024 / Anmeldung ab sofort möglich
Rostock/MV – Spätestens mit der Fahrschule ist er Pflicht: Der Schein über einen erfolgreich absolvierten Erste Hilfe-Kurs. Im Ernstfall soll er dazu befähigen, durch Mund-zu-Mund-Beatmung, stabile Seitenlage und Herzdruckmassage Leben zu retten. Doch was ist zu tun, wenn jemand in einer psychischen Krise steckt und Hilfe benötigt? Für solche Situationen bietet der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. eine neue Weiterbildung an: Mit einem zweitägigen Kurs können Interessierte sich zu Ersthelfenden für psychische Gesundheit qualifizieren lassen. In den Kursen von MHFA Ersthelfer (kurz für: „Mental Health First Aid“) lernen Laien wahlweise in einem Online- oder Präsenzkurz, wie sie erste Anzeichen psychischer Gesundheitsprobleme erkennen, verstehen und ansprechen können. Es gibt kompaktes Hintergrundwissen zu verschiedenen psychischen Störungsbildern und praktische Übungen zu konkreten Erste-Hilfe-Maßnahmen für psychische Krisen. Die Weiterbildung richtet sich an alle interessierten Erwachsenen in ganz Mecklenburg-Vorpommern, Vorwissen ist nicht notwendig.
Termine für 2024:
Online: 15.1., 23.1., 25.1. und 31.1., jeweils 2h
Präsenz: 12. & 13. März in Rostock
Anmeldung und weitere Informationen zu den Kosten finden Sie hier.
Erstmals in MV: Landesverband bildet Ersthelfende für psychische Gesundheit aus
Schulungen für Lehrkräfte, Mitarbeitende im Betrieb und Laien ab Januar 2024 / Anmeldung ab sofort möglich
Rostock – Spätestens mit der Fahrschule ist er Pflicht: Der Schein über einen erfolgreich absolvierten Erste Hilfe-Kurs. Im Ernstfall soll er dazu befähigen, durch Mund-zu-Mund-Beatmung, stabile Seitenlage und Herzdruckmassage Leben zu retten. Doch was ist zu tun, wenn jemand in einer psychischen Krise steckt und Hilfe benötigt? Für solche Situationen bietet der Landesverband Sozialpsychiatrie MV jetzt eine neue Weiterbildung an: Mit einem zweitägigen Kurs können Interessierte sich zu Ersthelfenden für psychische Gesundheit qualifizieren lassen.
Mehr als 40 Prozent, also beinahe die Hälfte der deutschen Bevölkerung erleben mindestens einmal im Leben eine behandlungsbedürftige psychische Störung. Trotzdem löst das Thema bei vielen Verunsicherung, Vorurteile und Ängste aus. In den Kursen von MHFA Ersthelfer (kurz für: „Mental Health First Aid“) lernen Laien digital oder vor Ort, wie sie erste Anzeichen psychischer Gesundheitsprobleme erkennen, verstehen und ansprechen können.
Dafür erhalten die Teilnehmenden kompaktes Hintergrundwissen zu verschiedenen psychischen Störungsbildern: Depressionen, Angststörungen, Panikattacken, Suizidalität, Psychosen und Suchterkrankungen. Durch praktische Übungen und Rollenspiele lernen sie konkrete Erste-Hilfe-Maßnahmen für psychische Gesundheitsprobleme und Krisen kennen. Zudem erfahren die Ersthelfenden, wie sie weitere Maßnahmen einleiten können und erhalten Informationen über lokale und deutschlandweite Angebote. „Sie sollen zu Türöffnern ins Hilfesystem werden und Betroffene ermutigen, sich professionelle Unterstützung zu suchen“, sagt Anke Wagner, zertifizierte MHFA-Instruktorin vom Landesverband Sozialpsychiatrie. „Letztlich trägt der Kurs so dazu bei, Vorurteile gegenüber Menschen mit psychischen Störungen abzubauen, das Vertrauen in die eigenen Helferkompetenzen zu verbessern und darüber hinaus die eigene psychische Gesundheit zu stärken. Das kann – ähnlich wie bei medizinischen Notfällen – Leben retten.“
MHFA Ersthelfer wurde 2019 vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim mit Unterstützung der Dietmar Hopp Stiftung GmbH ins Leben gerufen. Es ist das deutsche Pendant zu einem globalen Programm, das im Jahr 2000 in Australien entwickelt wurde. Mittlerweile ist es in 28 Ländern verbreitet. In Mecklenburg-Vorpommern ist das Angebot bisher einmalig.
Die Weiterbildung richtet sich an alle interessierten Erwachsenen, Vorwissen ist nicht notwendig. Der erste Kurs startet online zu Beginn des neuen Jahres. Weitere Termine gibt der Landesverband im November bekannt. Eine Anmeldung ist per E-Mail möglich: anke.wagner@sozialpsychiatrie-mv.de
Zur Stärkung des Berufes der Genesungsbegleitung in Mecklenburg-Vorpommern wird im Jahr am 09. November 2023 eine Landesarbeitsgruppe Genesungsbegleitung durch den Verein EX-IN Mecklenburg-Vorpommern gegründet und organisatorisch begleitet. Regelmäßig wird der Verein EX-IN Mecklenburg-Vorpommern zu Treffen in hybrider Form alle qualifizierten und angehenden Genesungsbegleiter*innen einladen.
Die Landearbeitsgruppe Genesungsbegleitung kann als Sprachrohr für die Ziele von Genesungsbegleiter*innen und den noch jungen Beruf der Genesungsbegleitung fungieren. Sie ermöglicht zudem einen landesweiten Austausch der Genesungsbegleiter*innen über mögliche Wünsche und Erfahrungen zu Arbeitgeber*innen sowie vorhandenen und notwendigen inklusiven Arbeitsstrukturen im Land. Die Genesungsbeleiter*innen können sich in dieser Form inhaltlich eigenständig weiterentwickeln bzgl. Ihres Berufsverständnisses nach Innen und Außen. Dabei werden die Selbstorganisationskompetenzen der Genesungsbegleiter*innen und die Öffentlichkeitswirksamkeit im Land gefördert.
Zudem werden verschiedene Angebote gemacht, die das Berufsprofil der Genesungsbegleiter*innen unterstützen, z. B. die direkte Kommunikation mit Arbeitgeber*innen in der Landesarbeitsgruppe Genesungsbegleitung, die gemeinsame Entwicklung einer personalisierten Bewerbungsmappe für die Genesungsbegleiter*innen oder die gemeinsame Einrichtung von beruflichen Social Media Accounts zur Darstellung der beruflichen Identität als Genesungsbegleiter*in mit der Möglichkeit der Vernetzung mit dem Verein EX-IN Mecklenburg-Vorpommern und anderen Arbeitgeber*innen.
Das erste Treffen der Landesarbeitsgruppe Genesungsbegleitung findet am 09. November 2023 von 15:00 bis 17:00 Uhr in hybrider Form statt. Das Treffen kann vor Ort in Rostock besucht werden in den Räumlichkeiten des Vereins HALTEPUNKT im „Gemeinsames Haus“, Henrik-Ibsen-Straße 20, 18106 Rostock. Bei Interesse melden Sie sich unter der E-Mail-Adresse lag-gb@ex-in-mv.de oder über Telefon 0381 29497617 für die Teilnahme an.
Die Landesfachstelle KipsFam (Kinder aus psychisch und/oder suchtbelasteten Familien) wird sichtbar: Eine neue Homepage versorgt betroffene Familien mit Hilfen und Informationen. Für den letzten optischen Schliff wird eine vierköpfigen Familie gesucht, die das Projekt unterstützen möchte und sich professionell ablichten lassen würde. Die Fotos werden auf der Homepage www.blickauf-kipsfam.de veröffentlicht.
Gesucht werden: 2 Erwachsene (Mutter & Vater), 1 etwa 9-jähriges Kind, 1 etwa 16-jähriges Kind
Die “Familienmitglieder“ müssen nicht verwandt sein – aber für die Kamera so tun. Fotografiert wird in MV. Es gibt eine Aufwandsentschädigung.
In Deutschland erkranken jedes Jahr 27,8 % der erwachsenen Bevölkerung an einer behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankung. Damit gehören psychische Erkrankungen neben Bluthochdruck, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Für die Betroffenen und ihre Angehörigen sind psychische Erkrankungen nicht nur mit unmittelbarem subjektivem Leid, sondern auch mit weiteren psychosozialen (Folge-) Belastungen wie gesellschaftlicher Stigmatisierung, ausbildungsbezogenen und beruflichen Beeinträchtigungen und verminderter Lebensqualität verbunden.
Um auf das Thema psychische Gesundheit und Erkrankungen sowie auf die unterschiedlichen Strategien der Bewältigung und auf das vielfältige Behandlungs- und Unterstützungsangebot in Deutschland aufmerksam zu machen, findet jährlich bundesweit die “Woche der Seelischen Gesundheit” vom 10. bis 20. Oktober 2023 statt.
In diesem Jahr setzt sich die Aktionswoche unter dem Motto „Zusammen der Angst das Gewicht nehmen” mit dem Thema Ängste in Krisenzeiten auseinander. Wie können wir persönlich und als Gesellschaft einen gesunden Umgang mit der allgemeinen Unsicherheit und Überforderung angesichts der globalen Krisen finden? Auch in Mecklenburg-Vorpommern fanden und finden finden anlässlich der “Woche der Seelischen Gesundheit” in den verschiedenen Regionen unterschiedliche Aktionen und Veranstaltungen statt. Bereits am 28. September 2023 veranstalteten der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und der Gemeindepsychiatrische Verbund des Landkreises Mecklenburgische-Seenplatte zur Eröffnung der diesjährigen “Woche der Seelischen Gesundheit” einen Fachtag.
Eine Übersicht von allen Veranstaltungen in den einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städten von Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier:
Die Kompetenzstelle Adoleszenzpsychiatrie beim Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Die Adoleszenz als Übergang von der Jugend ins Erwachsenenalter ist so wegweisend und dynamisch wie kaum eine andere Lebensphase. Den meisten jungen Menschen gelingt die Bewältigung der Herausforderungen während dieser Entwicklungsspanne. Treten in dieser Zeit jedoch soziale, familiäre und/oder psychische Belastungen auf, benötigen Adoleszente meist multiprofessionelle psychosoziale Unterstützung, die den Übergang besonders fokussiert und Teilhabe ermöglicht.
Die Versorgungssituation in Mecklenburg-Vorpommern ist dafür nicht ausreichend vernetzt und noch lückenhaft. Anlässlich der prekären Versorgungssituation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit psychischen Erkrankungen führte der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. von 2018 – 2022 das vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport geförderte Modellprojekt Adoleszenzpsychiatrie durch. Um das Projekt und dessen Ergebnisse zu verstetigen fungiert der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. ab diesem Jahr als Kompetenzstelle Adoleszenzpsychiatrie.
Die Kompetenzstelle bietet Fachpersonen: Fachliche Information und Beratung zu regionalen Angeboten und Hilfen, Vermittlung an Kooperationspartner*innen/ Fachexpert*innen, jährliche Fortbildung, bundes- und landesweite Vernetzung und multiprofessionelle Fallberatung.
Sprechen Sie uns gerne an.
Weitere Informationen zur Kompetenzstelle finden Sie hier und unten im Infoflyer:
Mit dem Erwachsenwerden sind viele wunderbare Dinge verbunden – aber auch Formalien, um die sich jeder kümmern muss. Damit es jungen Erwachsenen leichter fällt, alles im Blick zu behalten, gibt es den Lebensordner. Er umfasst zehn Kapitel und bietet Platz für alle wichtigen Dokumente, Urkunden, Zeugnisse, Verträge und Rechnungen – vom Impfausweis über das Praktikumszeugnis bis hin zum Mietvertrag für die erste eigene Wohnung. Alles an einem Ort, vollständig und schnell zur Hand.
Zum Tag der Jugend am 12. August 2023 bietet der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. ab sofort den Lebensordner als Druckdatei zum kostenfreien Download an – dafür einfach eine E-Mail an lv@sozialpsychiatrie-mv.de schicken und lossammeln.
Der Lebensordner wurde im Rahmen des Modellprojekts Adoleszenzpsychiatrie vom Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. und weiteren Kooperationspartner*innen entwickelt. Das Projekt wurde gefördert vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern.
Die seelische Gesundheit spielt eine zentrale Rolle in unserem Leben. Sie beeinflusst Emotionen, unser Denken, unsere Handlungen und unsere Beziehungen. Dennoch bleiben psychische Belastungen und Erkrankungen oft im Verborgenen und werden nicht ausreichend besprochen. Die 8. Aktionswochen der seelischen Gesundheit im Landkreis Rostock möchten diesem Tabu entgegenwirken und das Bewusstsein für die psychische Gesundheit stärken.
Die Veranstaltungsreihe bietet eine einzigartige Gelegenheit, Menschen aus verschiedenen Bereichen zusammenzubringen – von Expert*innen und Fachleuten bis hin zu Betroffenen, Angehörigen und Interessierten. Gemeinsam möchten die Veranstalter*innen Barrieren abbauen, Stigmatisierung überwinden und einen wertschätzenden, verständnisvollen Austausch fördern. Dazu finden eine Vielzahl von Veranstaltungen, die Aspekte der seelischen Gesundheit abdecken. Mit Vorträgen über Themen wie Selbstfürsorge, Sucht und Burnout-Prävention sowie kreativen Workshops und sportlichen Aktivitäten bieten die 8. Aktionswochen der seelischen Gesundheit eine facettenreiche Auswahl an Angeboten an. Darüber hinaus öffnen verschiedene Einrichtungen im Landkreis Rostock ihre Türen und stellen ihre Unterstützungsangebote vor.
Alle Veranstaltungen und Angebote sind kostenfrei. Weitere Informationen finden Sie hier im Programm und in der Programmübersicht.
In der Unterstützung von jungen Menschen mit Fluchterfahrungen werden Sozialarbeitende mit einer Reihe von verschiedenen psychosozialen Problemlagen konfrontiert. Neben besonderen Haltungs- und Handlungskompetenzen (zum Beispiel Trauma- und Diskriminierungssensibilität, Vertrauens- und Beziehungsarbeit, Biographiearbeit und Selbstreflektion) erfordert diese Situation von den Sozialarbeitenden auch ein multidimensionales diagnostisches Fallverstehen als fachlich fundierte Grundlage für die Beziehungsarbeit und Unterstützung, das neben den psychosozialen Problemlagen auch die Ressourcen und Stärken, biographische Entwicklung sowie die Lebenswelt der jungen Menschen in den Blick nimmt.
Im Rahmen des TraM-Projektes (Traumatisierte minderjährige geflüchtete Menschen verstehen und unterstützen; gefördert vom BMBF) wurde an der Alice-Salomon-Hochschule ein diagnostisches Modell für (junge) geflüchtete Menschen erstellt und formativ evaluiert. Während der Projektlaufzeit (2019-2022) arbeiteten die wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen eng mit der psychosozialen Praxis des Flucht- wie Kinder- und Jugendhilfebereichs zusammen. Ein besonderes Anliegen war, das diagnostische Modell auch nach der Projektlaufzeit für die Praxis nutzbar zu machen.
Aus diesem Grund ist ein Booklet entstanden, in dem das Modell praxisnah aufgearbeitet wurde. Es kann hier kostenlos heruntergeladen werden.
Neben dem Booklet sind verschiedenste Materialien entstanden, die die praktische Anwendung des diagnostischen Modells unterstützen können (Podcasts zu Diskriminierung, Bindung und Trauma, Arbeitsblätter, Piktogramme und vieles mehr). Auch die Materialien können hier kostenlos heruntergeladen bzw. genutzt werden.
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