Landesarbeitsgruppe Arbeit und Beschäftigung

Am 12. November finden das zweite Treffen der Landesarbeitsgruppe Arbeit und Beschäftigung des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. im Jahr 2026 statt. Die Veranstaltung wird in online über Zoom durchgeführt.

Neue Ausgabe des Newsletters der Landesfachstelle: KipsFam

Die neue Ausgabe der BlickPost, dem Newsletter der Landesfachstelle KipsFam, ist erschienen. Die Juli-Ausgabe 2026 präsentiert sich erstmals in einem neuen, modernen Format und informiert über aktuelle Entwicklungen, Projekte und Veranstaltungen rund um die Unterstützung von Kindern aus psychisch und/oder suchtbelasteten Familien in Mecklenburg-Vorpommern.

Ein Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe ist das 5. KipsFam-Projektforum, das am 1. Juli in der Scheune Bollewick stattfand. Rund 150 Fachkräfte aus ganz Mecklenburg-Vorpommern diskutierten dort die Frage, wie eine bedarfsgerechte Versorgung von Kindern aus psychisch und/oder suchtbelasteten Familien im ländlichen Raum trotz weiter Wege, knapper Angebote und begrenzter Ressourcen gelingen kann.

Darüber hinaus gibt die neue BlickPost Einblicke in die vielfältigen Aktivitäten der KipsFam-Regionalstellen und Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Berichtet wird unter anderem über neue Netzwerke und Kooperationen, Angebote für Fachkräfte und Familien sowie aktuelle Entwicklungen in den Regionen.

Ergänzt wird der Newsletter durch Hinweise auf Fortbildungen und Veranstaltungen, aktuelle Studien und Fachbeiträge sowie Empfehlungen für Bücher und Materialien.

Die neue BlickPost können sie hier frei herunterladen und abonnieren.

Forensik Update 2026: Best Practice und Innovation im Maßregelvollzug

Am 21. und 22. September 2026 lädt die Klinik für Forensische Psychiatrie der Universitätsmedizin Rostock erneut zum „Forensik Update – Best Practice und Innovation im Maßregelvollzug“ nach Rostock ein. Die interdisziplinäre Fachtagung richtet sich an Fachkräfte unterschiedlicher Berufsgruppen und bietet eine Plattform für den Austausch über aktuelle Entwicklungen, wissenschaftliche Erkenntnisse und praxisnahe Ansätze in der forensischen Psychiatrie.

Das Programm verbindet Fachvorträge renommierter Expert*innen mit praxisorientierten Workshops zu vielfältigen Themenfeldern. Auf der Agenda stehen unter anderem Fragen zu Zwang und Autonomie in der Forensik, neue Entwicklungen in der ambulanten forensischen Versorgung, traumaorientierte Behandlungskonzepte, die Versorgung von Menschen mit intellektuellen Entwicklungsstörungen im Maßregelvollzug sowie aktuelle Ansätze in der Begutachtungs- und Behandlungspraxis.

Besondere Formate wie die Pro-und-Contra-Debatte zu Schizophrenieleitlinien in der Forensik, das „Speed-Dating Forschung“ für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sowie verschiedene Workshops fördern den fachlichen Dialog und den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis.

Neben dem fachlichen Programm bietet die Tagung Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Vernetzung. Die Veranstaltung wurde von der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern mit 15 Fortbildungspunkten anerkannt.

Termin: 21.–22. September 2026
Ort: ScanHotels City Rostock, Lange Straße 40, 18055 Rostock

Weitere Informationen zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier auf der Veranstaltungsseite der Universitätsmedizin Rostock.

Suchtwoche vom 15. bis 19. Juni 2026 im Landkreis Vorpommern-Rügen

Die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft (PSAG) Sucht des Landkreises Vorpommern-Rügen lädt vom 16. bis 18. Juni 2026 zu einer Suchtwoche mit vielfältigen Informations- und Austauschangeboten ein. Die Veranstaltungen richten sich an Fachkräfte, Betroffene, Angehörige sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Den Auftakt bildet am 16. Juni 2026 der Fachvortrag mit Ausstellung „FASD – eine unsichtbare Behinderung sichtbar machen“ im Haus Rügen in Dreschvitz. Referentin ist Conny Kirsten. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich.

Am 17. Juni 2026 findet in der Klinikumskirche Stralsund der Suchtfachtag unter dem Motto „Wo der Mut beginnt, wachsen Dir Flügel“ statt. Renommierte Referentinnen und Referenten informieren über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in der Suchthilfe. Auch für diese Veranstaltung wird um Anmeldung gebeten.

Den Abschluss der Suchtwoche bildet am 18. Juni 2026 der Filmabend „Tausche Panikattacken gegen Leberzirrose“ im UC Kino Bergen auf Rügen. Eine Anmeldung ist hierfür nicht erforderlich.

Ergänzend beteiligt sich die Sucht- und Drogenberatungsstelle Stralsund vom 13. bis 21. Juni 2026 mit verschiedenen Aktionen an der bundesweiten Aktionswoche Alkohol 2026.

Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Ermöglicht werden sie durch die Unterstützung des Landkreises Vorpommern-Rügen und des Gemeindepsychiatrischen Leistungserbringerverbundes (GPLV). Der Suchtfachtag wird zusätzlich durch das Helios Hanseklinikum Stralsund und die Bodden-Kliniken Ribnitz-Damgarten unterstützt.

Weitere Informationen zu Veranstaltungszeiten, Anmeldungen und Ansprechpartner finden Sie in den Veranstaltungsflyern der Organisator*innen.

Von der Kostensteuerung zur Versorgungsverantwortung – Landesverband Sozialpsychiatrie M-V e.V. nimmt Stellung zum BTHG-Sonderbericht des Landesrechnungshofes

Von der Kostensteuerung zur Versorgungsverantwortung – Landesverband Sozialpsychiatrie MV nimmt Stellung zum Sonderbericht des Landesrechnungshofes

Der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat eine ausführliche Stellungnahme zum Sonderbericht des Landesrechnungshofes Mecklenburg-Vorpommern zur Finanzierung und Steuerung der Aufgaben nach dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) veröffentlicht.

Der Landesrechnungshof benennt in seinem Bericht erhebliche strukturelle, organisatorische und finanzielle Herausforderungen bei der Umsetzung der Eingliederungshilfe in Mecklenburg-Vorpommern. Aus Sicht des Landesverbandes ist die Analyse wichtiger Ausgangspunkt für notwendige Reformen. Gleichzeitig darf die Debatte über die Zukunft der Eingliederungshilfe nicht auf Fragen der Kostenentwicklung und Wirtschaftlichkeit reduziert werden: „Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihre Angehörigen benötigen verlässliche, personenzentrierte und sozialraumorientierte Unterstützungsangebote. Selbstbestimmung, soziale Teilhabe und Gleichberechtigung müssen auch künftig die zentralen Leitziele der Eingliederungshilfe bleiben“, betont der Landesverband.

In seiner Stellungnahme hebt der Verband insbesondere folgende Handlungsfelder hervor:

  • Erhalt der personenzentrierten Bedarfsermittlung und des Wunsch- und Wahlrechts der Leistungsberechtigten
  • Mehr Transparenz, Beteiligung und Planungssicherheit bei Reform- und Steuerungsprozessen
  • Einrichtung regionaler und landesweiter Steuerungsgremien für die psychosoziale Versorgung
  • Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Eingliederungshilfe (SGB IX) und Gesundheitsversorgung (SGB V)
  • Qualitätsentwicklung auf Grundlage fachlicher und teilhabeorientierter Kriterien statt ausschließlich betriebswirtschaftlicher Kennzahlen
  • Stärkung sozialräumlicher Versorgungsstrukturen und gemeindepsychiatrischer Netzwerke
  • Ausbau von Prävention, Gesundheitsförderung und niedrigschwelligen Unterstützungsangeboten
  • Entwicklung einer langfristigen Landesstrategie für die psychosoziale Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern

Eine nachhaltige Weiterentwicklung kann aus Sicht des Verbandes nur im gemeinsamen Dialog zwischen Politik, Verwaltung, Leistungsträgern, Leistungserbringern, Selbsthilfe, Zu- und Angehörigen sowie Menschen mit eigener Erfahrung gelingen. Der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. erklärt ausdrücklich seine Bereitschaft, die hierfür notwendigen fachpolitischen Entwicklungs- und Reformprozesse konstruktiv zu begleiten und aktiv mitzugestalten.

Die vollständige Stellungnahme steht hier zum Download bereit:

Stellungnahme gegen Polizeiregister und pauschale Erfassung von psychisch erkrankten Menschen

Stellungnahme gegen Polizeiregister und pauschale Erfassung von psychisch erkrankten Menschen

Der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat eine Stellungnahme zu aktuellen sicherheitspolitischen Debatten über Menschen mit psychischen Erkrankungen veröffentlicht.

Hintergrund sind politische Forderungen nach Registern, erweiterten Meldepflichten sowie einem verstärkten Datenaustausch zwischen psychiatrischen Einrichtungen und Sicherheitsbehörden. Anlass hierfür sind öffentliche Debatten nach schweren Gewalttaten in Deutschland, bei denen teilweise psychische Erkrankungen der Täter*innen thematisiert wurden.

Der Landesverband warnt davor, psychische Erkrankungen pauschal mit Gefährlichkeit gleichzusetzen. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass psychische Erkrankungen weit verbreitet sind, schwere Gewalttaten jedoch seltene Ereignisse bleiben. Die überwältigende Mehrheit psychisch erkrankter Menschen wird nicht straffällig und ist häufiger selbst von Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt betroffen.

Aus Sicht des Landesverbandes drohen pauschale Registrierungs- und Erfassungsmaßnahmen die gesellschaftliche Stigmatisierung weiter zu verstärken, das Vertrauen in psychiatrische und psychosoziale Hilfen zu untergraben und Betroffene davon abzuhalten, frühzeitig Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Die Stellungnahme betont stattdessen die Bedeutung:

  • einer starken psychosozialen und psychiatrischen Versorgung,
  • gemeindenaher Hilfen,
  • früher Prävention,
  • aufsuchender und niedrigschwelliger Unterstützungsangebote,
  • einer besseren Vernetzung der Hilfesysteme,
  • sowie einer konsequenten Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen.

Gerade in Mecklenburg-Vorpommern erschweren große ländliche Räume, Fachkräftemangel und unzureichend ausgebaute Unterstützungsangebote vielerorts den Zugang zu verlässlicher Hilfe.

Der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. setzt sich für eine menschenrechtsorientierte, gemeindenahe und diskriminierungsfreie Psychiatrie ein und fordert eine differenzierte öffentliche Debatte ohne Generalverdacht gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier:

25 Jahre Institut für Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Dieses Jahr begeht das Institut für Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e. V. (ISP MV) sein 25-jähriges Jubiläum. Seit 2021 engagiert sich das Institut für die Weiterentwicklung der sozialpsychiatrischen Versorgung, die Förderung von Forschung sowie den Austausch zwischen Praxis, Wissenschaft und Politik in Mecklenburg-Vorpommern.

Das Jubiläumsjahr steht zugleich im Zeichen eines Wechsels in der Institutsleitung: Nach langjähriger und prägender Tätigkeit hat Prof. Dr. Ingmar Steinhart die Direktion des Instituts zum 31.03.2026 abgegeben. Der Vorstand dankt ihm herzlich für sein außerordentliches Engagement und seine wichtigen Impulse für die Entwicklung des ISP MV. Mit Wirkung zum 01.04.2026 hat PD Dr. Sven Speerforck die Direktion des Instituts übernommen und führt die Arbeit des ISP MV gemeinsam mit dem Vorstand in die Zukunft (weitere Informationen zum Wechsel finden Sie hier).

Save the Date – 25 Jahre Institut für Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Save the Date – 25 Jahre Institut für Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Dieses Jahr begeht das Institut für Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e. V. (ISP MV) sein 25-jähriges Jubiläum. Seit 2001 engagiert sich das Institut für die Weiterentwicklung der sozialpsychiatrischen Versorgung, die Förderung von Forschung sowie den Austausch zwischen Praxis, Wissenschaft und Politik in Mecklenburg-Vorpommern.

Das Jubiläumsjahr steht zugleich im Zeichen eines Wechsels in der Institutsleitung: Nach langjähriger und prägender Tätigkeit hat Prof. Dr. Ingmar Steinhart die Direktion des Instituts zum 31.03.2026 abgegeben. Der Vorstand dankt ihm herzlich für sein außerordentliches Engagement und seine wichtigen Impulse für die Entwicklung des ISP MV. Mit Wirkung zum 01.04.2026 hat PD Dr. Sven Speerforck die Direktion des Instituts übernommen und führt die Arbeit des ISP MV gemeinsam mit dem Vorstand in die Zukunft (weitere Informationen zum Wechsel finden Sie hier).

Diesen besonderen Anlass möchten wir gemeinsam mit Ihnen würdigen und laden Sie herzlich ein, sich folgenden Termin vorzumerken:

25 Jahre ISP MV e. V. – Jubiläumsveranstaltung
04. November 2026
Festsaal der Helios Kliniken Schwerin
09:00 – 16:00 Uhr

Der öffentliche Teil der Veranstaltung beginnt ab 10:30 Uhr. Unter dem Titel „Sozialpsychiatrische Herausforderungen in MV – Perspektiven der Versorgungsforschung“ erwartet Sie ein festlicher Rahmen mit Grußworten, einem Rückblick auf 25 Jahre ISP MV sowie fachlichen Beiträgen zu aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen der Sozialpsychiatrie.

Weitere Informationen sowie eine ausführliche Einladung folgen in Kürze.

Wechsel in der Leitung des Instituts für Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Wechsel in der Institutsleitung des Instituts für Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Zum 01. April 2026 hat es einen Wechsel in der Leitung des Instituts für Sozialpsychiatrie des Landes Mecklenburg-Vorpommern e.V. An-Institut der Universitätsmedizin Greifswald e.V. gegeben. Nach vielen Jahren engagierter Tätigkeit beendet Prof. Dr. Ingmar Steinhart seine aktive berufliche Laufbahn und tritt in den Ruhestand ein.

Mit Herrn Prof. Dr. Steinhart verabschiedet das Institut eine prägende Persönlichkeit der Sozialpsychiatrie. Über viele Jahre hinweg hat er die Arbeit des Instituts für Sozialpsychiatrie M-V e.V. mit großem fachlichem Engagement, wissenschaftlicher Expertise und einer klaren menschenrechtsorientierten und gemeindepsychiatrischen Haltung entscheidend mitgestaltet. Sein Wirken hat die sozialpsychiatrische Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern und bundesweit nachhaltig beeinflusst. Für seinen langjährigen Einsatz danken wir ihm sehr herzlich und wünschen ihm für den neuen Lebensabschnitt alles Gute, Gesundheit und weiterhin viele bereichernde Erfahrungen.

Die Nachfolge als Direktor übernimmt seit dem 01. April 2026 Herr Priv.-Doz. Dr. med. Sven Speerforck. Wir freuen uns sehr, mit Herrn Dr. Speerforck einen ausgewiesenen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie erfahrenen Wissenschaftler für diese Aufgabe gewonnen zu haben.

Dr. Sven Speerforck

Herr Dr. Speerforck ist stellvertretender Klinikdirektor und leitender Oberarzt an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Leipzig. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen insbesondere in der Sozialpsychiatrie, Versorgungsforschung, Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen sowie in der Suchtmedizin. Neben seiner klinischen Tätigkeit engagiert er sich seit vielen Jahren wissenschaftlich, gesundheitspolitisch und gesellschaftlich in unterschiedlichen Fachgesellschaften und Forschungsverbünden.

Mit Mecklenburg-Vorpommern und insbesondere mit der Region Greifswald fühlt sich Herr Dr. Speerforck seit vielen Jahren eng verbunden: Er hat selbst 14 Jahre in Greifswald gelebt sowie an der Universitätsmedizin Greifswald studiert und gearbeitet. Dadurch kennt er die Region und ihre sozialpsychiatrischen Versorgungsstrukturen sehr gut und bringt zugleich eine große persönliche Nähe zu Mecklenburg-Vorpommern ein.

Durch seine breite fachliche Expertise, seine wissenschaftliche Vernetzung und sein besonderes Engagement für eine moderne sozialpsychiatrische Versorgung bringt Herr Dr. Speerforck hervorragende Voraussetzungen für die zukünftige Weiterentwicklung des Instituts mit. Eine Übersicht zur Vita und zu den Forschungsschwerpunkten von Herrn Dr. Speerforck finden Sie hier.

Wir vom Institut für Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. und vom Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. freuen uns auf die Zusammenarbeit und heißen ihn herzlich willkommen.

Junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern psychisch belastet – Fachverband fordert Handeln

Junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern psychisch belastet – Fachverband fordert Handeln

Angststörungen und Depressionen nehmen zu. / Besonders jugendliche Mädchen häufig betroffen.

Rostock – Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Mecklenburg-Vorpommern ist weiterhin stark belastet. Aktuelle Daten des DAK-Gesundheitsreports zeigen: Angststörungen, Depressionen und Essstörungen sind seit der Pandemie deutlich angestiegen und verharren auf hohem Niveau. Der Landesverband Sozialpsychiatrie MV fordert die Landespolitik, Kommunen und Leistungsträger daher dazu auf, entschlossen zu handeln und Maßnahmen auf den Weg zu bringen, um diesen Trend zu brechen.

Seit 2019 stiegen die Diagnosen von Angststörungen um 36 Prozent, Essstörungen um 21 Prozent und Depressionen um 19 Prozent. Besonders betroffen sind Mädchen im Alter von 15 bis 17 Jahren – bei ihnen nehmen auch chronische Verläufe deutlich zu.

„Wir erleben keine kurzfristige Krise, sondern eine anhaltende Belastung junger Menschen“, erklärt Karsten Giertz, Geschäftsführer des Landesverbands. „Wenn sich psychische Erkrankungen früh verfestigen, steigen die Risiken für Bildungsabbrüche, soziale Isolation und langfristige gesundheitliche Probleme.“

Gleichzeitig bleibt ein großer Teil der Betroffenen ohne Hilfe: Schätzungsweise 30 bis 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit behandlungsbedürftigen psychischen Problemen nehmen keine Unterstützung in Anspruch – unter anderem wegen fehlender Angebote und Stigmatisierung.

Der Landesverband kritisiert, dass die öffentliche Debatte häufig zu kurz greift. Einseitige Forderungen – etwa nach pauschalen Social-Media-Verboten – würden den komplexen Ursachen psychischer Belastungen nicht gerecht. Stattdessen brauche es umfassende und langfristige Strategien. Der Verband fordert deshalb eine landesweite Gesamtstrategie zur Stärkung der psychischen Gesundheit. Notwendig seien vor allem mehr niedrigschwellige, wohnortnahe Hilfen, mehr Präventionsangebote, eine bessere Zusammenarbeit von Schule, Jugendhilfe und Gesundheitswesen sowie gezielte Unterstützung beim Übergang ins Erwachsenenalter.

Kritisch bewertet der Verband zudem mögliche Kürzungen im Sozial- und Gesundheitsbereich. Diese würden die ohnehin angespannte Versorgungslage weiter verschärfen: „Die psychische Gesundheit junger Menschen ist eine zentrale Zukunftsfrage für Mecklenburg-Vorpommern“, so Giertz. „Es braucht jetzt verlässliche Investitionen und nachhaltige Strukturen.“

Die komplette Stellungnahme finden Sie hier: