Save the Date 1. Bielefelder Teilhabekongress am 15. und 16. Juni 2023

Jeder Mensch mit einer Beeinträchtigung, chronischen Erkrankung oder einer Behinderung soll an der Gesellschaft teilhaben können und voll in die Gemeinschaft einbezogen werden. Das ist die zentrale Forderung der UN-Behindertenrechtskonvention. Was bedeutet das konkret?

Auf dem 1. Bielefelder Teilhabekongress geben Beiträge aus Wissenschaft und Praxis hierzu viele Anregungen. Organisiert wird die Veranstaltung am 15. und 16. Juni 2023 von den v. Bodelschwingsche Stiftungen Bethel und der medizinischen Fakultät der Universität Bielefeld.

Weitere Informationen zum Programm und zu den Anmeldungen finden Sie hier.

Abschlussbericht der Studie WiEWohnen Mecklenburg-Vorpommern

Unter der Projektleitung von Prof. Dr. Ingmar Steinhart und der Mitarbeit von Julia Schreiter, Sarah Jenderny, Ilka Toebe und Antje Werner führte das Institut für Sozialpsychiatrie des Landes Mecklenburg-Vorpommern e.V. zwischen 2017 und 2021 mit den Kooperationspartnern des Landkreises Rostock und der Hanse- und Universitätsstadt Rostock das Forschungsprojekt „WiEWohnen“ (Wirksamkeit der Eingliederungshilfe Wohnen für Menschen mit seelischen Behinderungen) in Mecklenburg-Vorpommern durch.

Das Forschungsprojekt beinhaltete die Erprobung von Instrumenten zur mehrdimensionalen Erfassung der Wirksamkeit und der Ergebnisqualität im Bereich der Unterstützung von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Im Fokus der Untersuchung stand die wissenschaftliche Evaluation von Eingliederungshilfemaßnahmen im Bereich Wohnen, um Prädiktoren (verlaufsbeeinflussende Faktoren) für die Ergebnisqualität zu identifizieren und damit eine wissenschaftlich abgeleitete Grundlage für eine qualifizierte Zuweisung bzw. Empfehlung von Wohnunterstützungsangeboten für Menschen mit wesentlichen psychischen Beeinträchtigungen zu schaffen. Hierzu wurden Menschen mit wesentlichen psychischen Beeinträchtigungen, welche Eingliederungshilfeleistungen im Bereich Wohnen erhalten, mittels standardisierter Fragebögen zu inhaltlich relevanten Prädiktoren und Wirkungsindikatoren befragt.

Die Ergebnisse der Studie wurden erstmals am 20. Oktober 2022 im Rahmen des 11. Forschungsseminars Sozialpsychiatrie in Greifswald einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Der finale Abschlussbericht mit den Ergebnissen der Studie kann nun hier eingesehen werden.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie demnächst auch hier. Im Rahmen eines Forschungsverbundes wurden bzw. werden weitere WiEWohnen-Projekte in Nordrhein Westfalen, Baden-Württemberg, Berlin, Bern und Zürich realisiert.

Erstes Treffen der Landesarbeitsgruppe Partizipation Mecklenburg-Vorpommern am 08. November 2022

Bei der Entwicklung, Planung und Evaluation von psychiatrischen und psychosozialen Behandlungs- und Unterstützungsangeboten hat in den letzten Jahren die partizipative Einbeziehung von Menschen mit psychischen Erkrankungen durch Selbsthilfeinitiativen und -bewegungen, durch zunehmende Forschungsaktivitäten sowie durch gesetzliche Reformprozesse wie die UN-Behindertenrechtskonvention und das Bundesteilhabegesetz an Bedeutung gewonnen.

Gerade durch das Bundesteilhabegesetz wurde die gesetzlich verpflichtende Grundlage für Leistungsträger und Leistungserbringer geschaffen, Menschen mit psychischen Erkrankungen oder mit anderen Behinderungen aktiv und auf gleicher Augenhöhe in die Planung, Durchführung und Evaluation von psychiatrischen und psychosozialen Unterstützungsangeboten einzubeziehen. Zudem ist die partizipative Beteiligung von Menschen mit psychischen Erkrankungen eng mit den Konzepten von Empowerment und Recovery verbunden.

Um die aktive Beteiligung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung sowie die Implementierung von Angeboten des Peer Supportes in Mecklenburg-Vorpommern zu fördern, entwickelten der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V., der Verein EX-IN Mecklenburg-Vorpommern e.V. und das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e.V. die Initiative der Landesarbeitsgruppe Partizipation Mecklenburg-Vorpommern, welche gemeinsam mit anderen interessierten Kooperationspartner*innen und Verbänden umgesetzt werden soll.

Am 08. November 2022 startet das erste Treffen der Landesarbeitsgruppe Partizipation Mecklenburg-Vorpommern in Rostock. Wir laden alle interessierten Personen, Mitarbeiter*innen aus der psychiatrischen und psychosozialen Praxis und Versorgung, Psychiatrieerfahrene und auch Angehörige von Menschen mit psychischen Erkrankungen ein, sich am Austausch innerhalb der Landesarbeitsgruppe zu beteiligen. Die Teilnahme ist kostenlos und sowohl in digitaler als auch in präsenter Form möglich.

Die Tagesordnung und weitere Informationen zur Anmeldung für das erste Treffen sowie das entsprechende Konzept zur Initiative in Umgangssprache finden Sie hier als PDF:  

2. Forum Arbeit und psychische Gesundheit online am 19. Oktober 2022

Anlässlich der Zunahme von Arbeitsunfähigkeitstagen und Frühberentungen aufgrund von psychischen Belastungen und diversen Bedarfen in der beruflichen Rehabilitation von Menschen mit psychischen Erkrankungen organisiert der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. gemeinsam mit dem Gemeindepsychiatrischen Verbund des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte und den Akteur*innen aus dem Rehapro-Projekt IPS-Coaching – Zurück ins Berufsleben seit dem letzten Jahr das Forum Arbeit und psychische Gesundheit. Im Rahmen eines Austausches mit den Akteur*innen aus der Selbsthilfe, aus der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung, aus den Gesundheitswissenschaften und aus der Wirtschaft soll das Thema Arbeit und psychische Gesundheit in regelmäßigen Online-Veranstaltungen und Diskussionen in Mecklenburg-Vorpommern weiter vertieft werden.

Unter dem Motto Zukunft Inklusiver Arbeitsmarkt · Zurück ins Berufsleben im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte findet auch in diesem Jahr zur Woche der Seelischen Gesundheit am 19. Oktober zwischen 14:00 bis 17:00 Uhr das Online-Forum Arbeit und psychische Gesundheit statt. Den diesjährigen thematischen Schwerpunkt bildet die berufliche Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Denn das Potential und die inklusive Kraft von Arbeit ist insbesondere für Menschen mit psychischen Beeinträchtigen und/ oder Erkrankungen enorm. Die Teilhabe am Arbeitsleben gibt uns einen Stellenwert im Leben und in unserer Gesellschaft. Viele Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen und Erkrankungen sehen die Arbeit daher als wesentlichen Faktor zur Stabilisierung ihrer Gesundheit an.

In der Praxis bleibt die Verwirklichung des bestehenden Rechts auf Arbeit und Beschäftigung im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention dennoch vielerorts eine Zukunftsvision, denn sowohl im sozialpsychiatrischen Unterstützungssystem als auch auf dem Arbeitsmarkt gelingt es noch nicht ausreichend, Inklusion zu ermöglichen. Umso wichtiger sind regionale Initiativen und Modellvorhaben, die Wege zurück ins Berufsleben erproben und ermöglichen sowie wichtige Schritte in Richtung eines inklusiven Arbeitsmarktes eröffnen.

Neben Fachbeiträgen zur Bedeutung von Arbeit für die Genesung und soziale Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie zu den Auswirkungen von Stigmatisierung als einstellungsbedingte Barriere für Menschen mit psychischen Erkrankungen im Bereich der Arbeit werden die aktuellen Entwicklungen und Erfahrungen aus dem Rehapro-Projekt IPS-Coaching – Zurück ins Berufsleben vorgestellt.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und die Veranstaltung wird online über Cisco Webex durchgeführt. Die Zugangsdaten erhalten Sie per E-Mail zeitnah vor der Veranstaltung. Hierzu ist eine Anmeldung bis zum 14. Oktober 2022 unter Angabe des Veranstaltungstitels an LV@sozialpsychiatrie-mv.de nötig. Weiter Informationen zum Programm finden Sie hier im Flyer zur Veranstaltung.

„Gut gemeint und gut gemacht?“ Die Umsetzung des BTHG in der Gemeindepsychiatrie – Jahrestagung des Dachverbandes Gemeindepsychiatrie e.V. am 3. und 4. November 2022

Das Bundesteilhabegesetz beschäftigt seit seiner Verabschiedung 2016 alle Akteur*innen der Eingliederungshilfe maßgeblich, bedeutet es doch einen tiefgreifendenden Systemwechsel hin zu mehr Personen- und Sozialraumzentrierung als – so der Bundesgesetzgeber – gemeinsame Aufgabe von Leistungsträgern und Leistungserbringern. Doch wie sieht die gemeindepsychiatrische Realität für Nutzer*innen, Angehörige und Träger aus? Noch immer fehlen in vielen Regionen Landesrahmenverträge als wichtige Voraussetzung für eine angemessene Vergütung gemeindepsychiatrischer Leistungen; vielerorts stocken die Verhandlungen und die berechtigten Interessen von Nutzenden und Angehörigen (der betroffenen Menschen?) drohen immer mehr in den Hintergrund zu treten.

Die diesjährige Tagung des Dachverbandes Gemeindepsychiatrie e.V. beleuchtet Anspruch und Wirklichkeit gemeinde-psychiatrischer Versorgungslandschaft aus Sicht der Akteure aus Politik, Wohlfahrtspflege, Trägern und denen, für die dieses Gesetz gemacht wurde: den Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihre Angehörigen. In Vorträgen, Workshops und Diskussionsforen werden Best-Practice Beispiele gemeindepsychiatrischer Arbeit vorgestellt und Lösungsansätze für eine erfolgreiche BTHG-Umsetzung im Sinne von Leistungsberechtigten und Leistungserbringern diskutiert. Ziel ist – ganz im Sinne des BTHG – die Verbesserung von Lebensqualität und sozialer Teilhabe von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen durch zeitnahe und unkomplizierte Hilfen durch vernetzte und auskömmlich finanzierte Anbieter der Gemeindepsychiatrie.

Die Fachtagung findet am 03. und 04. November 2022 in München statt. Auch der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. beteiligt sich an der Fachtagung. Im Rahmen des Workshops Sicherung der Barrierefreiheit durch Qualitätsstandards stellen Frank Hammerschmidt und Dr. Kristin Pomowski am Donnerstag die entwickelten Qualitätsstandards zur Umsetzung des Gesamtplanverfahrens und einer personenzentrierten Bedarfsermittlung der Landesarbeitsgruppe Gesamtplan-/ Teilhabeplanverfahren des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. vor. Karsten Giertz und Nicole Heyden beschäftigen sich am Freitag in einem Workshop mit dem Thema der Wirkungs- und Wirksamkeitsmessung in der Eingliederungshilfe.

Weitere Informationen zur Tagung und zum Programm finden Sie hier im Tagungsprogramm sowie auf der Internetseite des Dachverbandes Gemeindepsychiatrie e.V.:

Ankündigung neue Ausgabe der Zeitschrift Sozialpsychiatrie M-V zum Thema Wirkung und Wirksamkeit in der Eingliederungshilfe

Ankündigung neue Ausgabe der Zeitschrift Sozialpsychiatrie M-V zum Thema Wirkung und Wirksamkeit in der Eingliederungshilfe

Die fachliche und sozialpolitische Auseinandersetzung mit den Begriffen Wirkung und Wirksamkeit hat in den letzten Jahren durch die Einführung des Bundesteilhabegesetzes deutlich zugenommen. Mit der Einführung des Bundesteilhabegesetzes verpflichten sich die Leistungserbringer nach § 131 SGB IX im Rahmen der Erbringung von Leistungen zur sozialen Teilhabe einheitliche Rahmenverträge abzuschließen, welche neben den Vergütungspauschalen, den Vergütungsbeiträgen, den Kostenarten, den Kostenbestandteilen und den Personalrichtwerten auch Grundsätze der Qualitätssicherung und der Wirksamkeitsdokumentation von Leistungen zur sozialen Teilhabe beinhalten. Hierbei müssen sich die Akteur*innen einerseits mit der Wirkung von Unterstützungsangeboten im Bezug auf den Einzelfall (§§ 99ff. SGB IX) und anderseits mit der Wirksamkeit in Bezug auf die konzeptionelle Ausgestaltung eines Unterstützungsangebotes (§§ 125 Abs. 1 und 2 sowie Abs. 1 SGB IX) zur Förderung der sozialen Teilhabe von Menschen mit körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen fachlich und methodisch auseinandersetzen. Darüber hinaus sollen beide Perspektiven hinsichtlich einer fundierten Qualitätssicherung aufeinander bezogen werden.

Neben der gesetzlichen Stärkung der Prüfrechte der Leistungsträger beinhaltet dieses Vorgehen eine einheitliche Dokumentation der Wirksamkeit von Leistungen zur Förderung der sozialen Teilhabe in der Praxis zu etablieren und anderseits eine effiziente Steuerung von Leistungen zur sozialen Teilhabe im Sinne der leistungsberechtigten Person zu ermöglichen. In vielen Bundesländern ist jedoch bis heute unklar, welche Verfahren und Methoden geeignet sind, um fundierte Aussagen über die Wirksamkeit und Wirkung treffen zu können.

Vor diesem Hintergrund nährt sich der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. in der neuen Ausgabe der Zeitschrift Sozialpsychiatrie M-V dem Thema der Wirksamkeits- und Wirkungsmessung von Leistungen zur sozialen Teilhabe bei Menschen mit psychischen Erkrankungen an. Mehrere Autor*innen aus der Praxis, Selbsthilfe und Wissenschaft von Mecklenburg-Vorpommern geben in ihren Beiträgen einen Einblick in die Herausforderungen sowie in die allgemeinen Grundlagen der Wirksamkeits- und Wirkungsevaluation. Neben der Vorstellung von verschiedenen Methoden und Ansätzen werden vor allem die besonderen Belange von Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie die Versorgungsbedingungen in Mecklenburg-Vorpommern berücksichtigt.

Nach langer Vorbereitung erscheint das Themenheft voraussichtlich am 15. Oktober 2022 und kann hier auf der Internetseite als PDF frei heruntergeladen werden. Den Zugang zu weiteren Ausgaben der Sozialpsychiatrie M-V finden Sie hier.

Landesweite Fachtagung Adoleszenzpsychiatrie am 21. September 2022 in Waren (Müritz)

Der Lebensabschnitt der Adoleszenz kann für junge Menschen mit psychischen Erkrankungen eine besondere Herausforderung werden. Neben den ohnehin mit dieser Phase verbundenen Entwicklungsaufgaben müssen junge Menschen mit psychischen Erkrankungen zusätzlich die krankheitsbedingten Belastungen bewältigen. Viele der psychischen Erkrankungen im Erwachsenenalter haben oftmals ihren Ursprung in der Lebensphase der Adoleszenz.

Dennoch ist die Behandlungs- und Versorgungssituation für die jungen Menschen neben unzureichenden psychiatrischen und psychosozialen Behandlungs- und Unterstützungsangeboten, fehlenden Angeboten zur Prävention und Frühintervention durch Schnittstellenprobleme und Beziehungsabbrüche aufgrund der formalen Altersgrenze von 18 Jahren geprägt.   

Im Rahmen des vom Ministerium für Gesundheit, Soziales und Sport geförderten Modellprojektes „Adoleszentenpsychiatrie“ beschäftigt sich der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. mit seinen Kooperationspartnern bereits seit vielen Jahren mit der Versorgungssituation von jungen Erwachsenen mit psychischen Erkrankungen.

Zum Abschluss des Modellprojektes „Adoleszentenpsychiatrie“ findet am 21. September 2022 im Bürgersaal Waren (Müritz) die Fachtagung Adoleszenzpsychiatrie von 08:30 bis 16:00 Uhr statt. Neben allgemeinen einführenden Fachinputs werden auf der Fachtagung die Ergebnisse und Erfahrungen des regionalen Modellprojektes „Adoleszentenpsychiatrie“ sowie die daraus abgeleiteten Empfehlungen für eine notwendige Weiterentwicklung der Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern für diese Zielgruppe vorgestellt und diskutiert. Zudem haben die Teilnehmenden die Möglichkeit sich mit weiteren Themen im Zusammenhang mit der Behandlung und Unterstützung von psychisch belasteten jungen Menschen auszutauschen.

Die Einladung, das Tagungsprogramm und Informationen zur Anmeldung finden Sie hier im Flyer.

Recht für die Psychiatrie konkret und kompakt

In der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung finden derzeit zahlreiche gesetzliche Änderungen und Novellierungen statt. Ob das Bundesteilhabegesetz, das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz, die stationsäquivalente Behandlung, das Pflegestärkungsgesetz oder die Betreuungsrechtsreform. Für Betroffene, Angehörige aber auch für Mitarbeitende der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung ist es oftmals schwer die Entwicklungen immer zu verfolgen und anhand der Gesetzestexte wichtige Veränderungen für die Praxis oder das eigene Leben abzuleiten.

Seit 2012 veröffentlichte der Psychiatrie Verlag in seiner Zeitschrift Psychosoziale Umschau regelmäßig in der Rubrik Recht konkret zahlreche Beiträge zu gesetzlichen Veränderungen und Reformprozessen. In den Beiträgen stellen renommierte Fachexpert*innen die wichtigsten Änderungen für die psychosoziale Praxis und für die Lebenssituation von Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihren Angerhörigen auf verständliche Weise vor. Seit diesem Jahr können alle Beiträge aus der Rubrik Recht konkret von 2012 bis heute auf der Internetseite des Psychiatrie Verlages frei abgerufen werden.

Der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. auf der DGSP-Fachtagung „Die Zukunft der Sozialpsychiatrie“

Unter dem Motto „Die Zukunft der Sozialpsychiatrie – Positionen, Ideen, Diskussionen und Perspektiven“ fand am 10. und 11. Juni in Berlin eine Fachtagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V. statt. Den Hintergrund der Tagung bildeten gesellschaftliche Veränderungen, welche neue Herausforderungen an die Sozialpsychiatrie stellen und einen Diskussionsprozess im Verband anregten.

Bild aus dem Tagungsflyer

Im Rahmen der Tagung setzte sich die Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V. zusammen mit ihren Gästen (selbst-)kritisch mit den Konzepten und Grundsätzen der Sozialpsychiatrie auseinander. Ziel war es, gemeinsame Perspektiven für die Sozialpsychiatrie und sozialpsychiatrische Versorgung zu entwickeln. Diese sollten sich auf wissenschaftliche Ansätze, praktische Konzepte und Methoden, bestehende Versorgungsstrukturen sowie auf übergreifende politische Handlungsstrategien für die Zukunft beziehen. Dabei standen im Zentrum der Tagung fünf „Schlüsselbegriffe“ (Subjekt, Alltag, Normalität, Krankheit, Partizipation), die in den Hauptvorträgen und in vertiefenden Workshops bearbeitet wurden.

Auch der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. wurde von den Veranstalter*innen eingeladen und gebeten im Rahmen eines Workshops zum Thema Subjekt und subjektorientierte Psychiatrie eine Einführung in das Handlungskonzept des Capability Approach zu geben. Hierzu stellte Karsten Giertz aus dem Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. ausgehend von den wissenschaftlichen Erkenntnissen zur sozialen Teilhabe und Versorgungssituation von Menschen mit psychischen Erkrankungen die zentralen theoretischen Annahmen des Capability Approach vor. Im Anschluss diskutierten die Workshopteilnehmer*innen Perspektiven und Konsequenzen für die sozialpsychiatrische Praxis und Versorgung.

Die Dokumentation der Veranstaltung kann hier auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V. eingesehen werden.

Neue Ausgabe der Zeitschrift Sozialpsychiatrie M-V

Im Zusammenhang mit der zunehmenden Bedeutung von Partizipation und der aktiven Einbeziehung von Menschen mit psychischen Erkrankungen bei der Entwicklung, Planung, Durchführung und Evaluation von psychiatrischen und psychosozialen Behandlungs- und Unterstützungsangeboten durch die UN-Behindertenrechtskonvention und das Bundesteilhabegesetz widmet sich die Juni-Ausgabe der Zeitschrift Sozialpsychiatrie M-V mit dem Thema Partizipation und Peer Support in der sozialpsychiatrischen Versorgung. In einem weiteren Beitrag beschäftigt sich die Ausgabe anlässlich einer gemeinsamen Pflanzaktion der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern und des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. mit der Bedeutung von Wald und Natur auf die psychische Gesundheit. Außerdem stellen die Universitätsmedizin Greifswald und die Universitätsmedizin Rostock ihre aktuellen psychiatrischen Forschungsprojekte vor. Darüber hinaus enthält die Ausgabe eine Veranstaltungsübersicht für das Jahr 2022 sowie zahlreiche Informationen über die Aktivitäten des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. und seinen Mitgliedern. Die Ausgabe kann hier frei heruntergeladen werden.

Bei der Zeitschrift Sozialpsychiatrie M-V handelt es sich, um den Rundbrief des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V., der über alle wesentlichen Entwicklungen zur Sozialpsychiatrie in Mecklenburg-Vorpommern informiert. Darüber hinaus enthält der Rundbrief Informationen zu den Aktivitäten und Initiativen des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. und seinen Mitgliedern. Eine Übersicht zu den älteren Ausgaben der Zeitschrift finden Sie hier.