Landesverband Sozialpsychiatrie MV e.V. und IHK Neubrandenburg organisieren mit den regionalen einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber sowie mit Unterstützung der beiden psychiatrischen Kliniken in Greifswald eine kostenfreie Veranstaltung für Führungskräfte und Personalverantwortliche.
Burnout, Depression, Ängste: Laut aktuellen Studien nehmen psychische Belastungen bei Beschäftigten immer stärker zu. Die Fehltage aufgrund von psychischen Erkrankungen erhöhten sich in den letzten 10 Jahren um mehr als 50 Prozent, Tendenz steigend. Unternehmen stehen damit vor besonderen Herausforderungen und Führungskräfte sind gefordert, die psychische Gesundheit ihrer Beschäftigen zu fördern, mögliche Belastungen frühzeitig zu erkennen und Unterstützung anzubieten. Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels wirken sich betriebliche Maßnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit von Mitarbeitenden positiv auf das betriebliche Klima und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen aus und ist somit eine lohnende Investition.
Prof. Dr. Hans J. Grabe (Universitätsmedizin Greifswald)Blick ins PublikumAntje Werner (Landesverband Sozialpsychiatrie MV e.V.)
Oft bleibt das Thema psychische Erkrankung und Gesundheit am Arbeitsplatz jedoch aufgrund von Unsicherheiten und Ängsten bei den Beteiligten tabu. Zudem fehlt es an konkreten betrieblichen Gesundheitsstrategien, um die psychische Gesundheit der Beschäftigten zu fördern. Um das Thema psychische Gesundheit und Erkrankung in Betrieben insbesondere für Führungskräfte und Personalverantwortliche besprechbar zu machen, fand am 01.04.2025 in Greifswald die Veranstaltung „Psychische Gesundheit fördern – Arbeitskraft sichern und erhalten“ statt. Die Teilnahmenden von regionalen Arbeitgebenden hatten die Möglichkeit, regionale Initiativen, Programme und Expert*innen kennenzulernen. Darüber hinaus sollten Barrieren bei Arbeitgebenden abgebaut werden, Menschen mit psychischen Belastungen zu (weiter) beschäftigen. Weiterhin bestand für die Teilnehmenden die Möglichkeit konkrete regionale Unterstützungs- und Förderangebote kennenzulernen sowie Kontakte mit Vertretenden zu knüpfen, die den Betrieben direkt vor Ort Unterstützung anbieten.
Die ca. 70 Teilnehmenden, davon ca. 50 Führungskräfte und Personalverantwortliche, engagierten sich in der Diskussion und signalisierten ihr breites Interesse am Thema. Klar ist, dass die Veranstaltung ein wichtiger Auftakt war, um psychische Gesundheitsförderung im Arbeitskontext und Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen zu thematisieren und gemeinsam darüber ins Gespräch zu kommen.
Im Namen der Organisator*innen bedanken wir uns bei allen Referent*innen und Teilnehmer*innen für die gelungene Veranstaltung.
Rund 17,8 Millionen Erwachsene und etwa 2,1 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden unter psychischen Belastungen – mit oft schwerwiegenden Folgen für Familie, Freizeit und Beruf. Umso wichtiger ist es, dass das psychische Wohlbefinden durch breit angelegte Angebote gefördert und Erkrankungen vorgebeugt wird.
Mit einer Waldfläche von 0,14 Hektar pro Einwohner*in hält Mecklenburg-Vorpommern dafür eine ideale Ressource bereit. Denn Natur kann heilen: Zahlreiche Studien belegen, dass allein der Besuch von Waldlandschaften positive Gefühle ankurbeln und negative Gedanken vertreiben kann. Auch die Beschwerden von psychisch belasteten Personen lassen sich in der Natur deutlich lindern. Es lohnt also, unsere Natur zu schützen und einen bewussteren Blick in unsere Wälder zu werfen – für das Klima und unsere Gesundheit.
Seit 2023 veranstalten der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. und die Landesforst Mecklenburg-Vorpommern die jährlich wiederkehrende Veranstaltung Mein Herz schlägt für den Wald rund um den Tag des Baumes im April und in unterschiedlichen Regionen des Landes.
Im Rahmen dieser Aktion findet am 25. April 2025 an der Hochschule Neubrandenburg unter dem Motto „Natürliche Kraftquellen entdecken – Natur & psychische Gesundheit“ ein Fachtag statt. Neben Vorträgen rund um das Thema Wald, Natur und psychische Gesundheit können die Teilnehmer*innen in Workshops sich mit den Möglichkeiten des Waldes zur Stressbewältigung und Verbesserung der eigenen Resilienz aber auch zur Therapie bei psychischen Erkrankungen auseinandersetzen.
Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier:
Im September finden seit 1992 in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock jährlich die Aktionswochen Suchtprävention und seelische Gesundheit statt.
In diesem Jahr liegt der Focus auf Themen wie Auswirkungen von Drogensucht auf die frühkindliche Entwicklung, aktuelle Entwicklungen im Kontext der Cannabislegalisierung, Depression sowie Suizidprävention und Krisenintervention.
Die Rostocker Aktionswoche wird vom Gesundheitsamt in Zusammenarbeit mit den Vertreter*innen der regionalen Versorgungsstrukturen sowie weiteren Akteur*innen und freien Trägern organisiert. Zudem wird die Aktionswoche von mehreren Kunstausstellungen begleitet, die an verschiedenen Orten, wie Atrium Rostocker Hof, Rostocker Universitätskirche, Stadtbibliothek und Gesundheitsamt zu sehen sein werden.
Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie unter anderem hier:
Der 27. Januar als der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz 1945 wurde 1996 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog mit Zustimmung aller Fraktionen für die Bundesrepublik zum offiziellen „Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus“ proklamiert, vor allem in dem Willen „die Erinnerung wach zu halten für die lebendige Wirklichkeit in Gegenwart und Zukunft“, wie er im Bundestag begründete. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen erklärte den 27.01. im Jahre 2005 zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust.
Seit 2008 steht dieser Tag in Mecklenburg-Vorpommern auch im Zeichen einer langen Zeit tabuisierten und verschwiegenen Opfergruppe: den Menschen mit psychischen oder anderen Erkrankungen, geistigen und körperlichen Behinderungen, die im Rahmen der Erbgesundheitsgesetze und der sog. T 4-Aktionen in der Zeit des Nationalsozialismus umgebracht oder dauerhaft geschädigt wurden.
Mit der Übernahme der Macht am 30. Januar 1933 wurden die rassebiologischen Vorstellungen der Nationalsozialisten zur staatlichen Politik in Deutschland. Bereits ein halbes Jahr später verabschiedete die Regierung das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“, auf dessen Grundlage deutsche Erbgesundheitsgerichte bis 1945 über 400.000 Menschen sterilisieren ließen. Die Radikalisierung der NS-Rassenpolitik gipfelte in den „Euthanasie“- Morden an erkrankten und behinderten Menschen. Per 01.09.1939 ermächtigte Adolf Hitler ausgewählte Ärzt*innen, Pfleger*innen und Hebammen zur „Vernichtung lebensunwerten Lebens“. 1940/41 wurden reichsweit über 70.000 Patient*innen aus Nervenheilanstalten, auch aus dem heutigen Mecklenburg-Vorpommern, in sechs Tötungsanstalten ermordet. Zwar wurde diese geheime „Aktion T 4“ im August 1941 eingestellt, doch das Töten ging dezentral in den Anstalten weiter.
Heutigen Forschungen zufolge wurden mindestens 296.000 erkrankte und behinderte Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus bis 1945 ermordet: durch gezielte „Ausmerze“, durch Hungerkost, in den sog. „Kinderfachabteilungen“, wie es sie auch in Schwerin gab. Letztendlich waren die Vergasungsanlagen in den Tötungsanstalten die Erprobungsfelder für die dann einsetzende Massenvernichtung der jüdischen Bevölkerung und anderer Bevölkerungsgruppen und ethnischer Minderheiten.
Religiöses Gedenken durch Bischof Tilman Jeremias und Michelle “Charly” Storch in der Kapelle der HELIOS Kliniken Schwerin
In diesem Jahr veranstaltete der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. gemeinsam mit zahlreichen regionalen Kooperationspartnern wie der Landeshauptstadt Schwerin, den HELIOS Kliniken Schwerin, dem Kinderzentrum Mecklenburg gGmbH, dem Verein “Das Boot” Wismar e.V., dem Verein EX-IN Mecklenburg-Vorpommern e.V., der Vielfalter gGmbH, der Diakonie Westmecklenburg-Schwerin gGmbH und der Landeszentrale für politische Bildung MV e.V. die Landesweiten Gedenkveranstaltung “ERINNERN, BETRAUERN, WACHRÜTTELN” in Schwerin.
Blick in den Festsaal der HELIOS Kliniken Schwerin
An der Veranstaltung nahmen über 260 Teilnehmer*innen teil. Neben einem religiösen Gedenken in der Kapelle der HELIOS Kliniken Schwerin durch den Bischof Tilman Jeremias wurde in der anschließenden Fachveranstaltung im Festsaal der HELIOS Kliniken Schwerin auf die historische Forschung zu den regionalen Geschehnissen im Rahmen der NS-“Euthanasie” geschaut und der Bezug zum Heute hergestellt. Unterstützt wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Andreas Broocks (HELIOS Kliniken Schwerin), Dr. Rico Badenschier (Oberbürgermeister Schwerin) und Stefanie Drese (Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport M-V), die in ihren Grußworten im Zusammenhang mit aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen auf die wichtige Bedeutung dieser Veranstaltung hinwiesen und sich bei den zahlreichen Teilnehmer*innen und den Organisator*innen der Veranstaltung bedankten.
Stefanie DreseProf. Dr. Andreas BroocksMichelle “Charly” StorchAutorin Helga SchubertErlebnisort “Erinnern erleben”
Dr. Jörk Pink von den HELIOS Kliniken Schwerin gab zu Beginn einen Einblick zu den historischen Geschehnissen in der ehemaligen schweriner Heilanstalt Sachsenberg/ Lewenberg und zur Aufarbeitungsgeschichte in Mecklenburg-Vorpommern. Im Anschluss berichtete Michelle “Charly” Storch (Verein EX-IN Mecklenburg-Vorpommern e.V.) in einem Erfahrungsbericht, welche Bedeutung der Perspektive von Menschen mit psychischen Erkrankungen eine personenzentrierte und menschrechtsorientierte Behandlung- und Unterstützung einnimmt und welche Herausforderungen und Barrieren gerade für junge Menschen mit psychischen Erkrankungen heute noch bestehen. Zum Abschluss zogen Kristina Timmermann (Kinderzentrum Mecklenburg gGmbH), Sandra Rieck und Frank Hammerschmidt (Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V.) Konsequenzen aus dem Vergangenen für einen menschenwürdigen Umgang in unserer Gesellschaft und Alltag.
Nach einem Imbiss ging es für die Teilnehmer*innen weiter zur Einweihung des Erlebnisorts “Erinnern erleben” auf dem Gelände des Kinderzentrums Mecklenburg gGmbH. Hierzu gaben die beiden Künsterlinnen Anke Meixner und Dörte Michaelis einen Einblick die konzeptionelle Entwicklung sowie künstlerische und handwerkliche Umsetzung des Erlebnisortes. Mit einer Lesung der mehrfach ausgezeichneten Autorin und Bundesverdienstkreuzträgerin Helga Schubert endete die diesjährige Landesweite Gedenkveranstaltung. Im Rahmen der Lesung begaben sich die Teilnehmer*innen auf die Spurensuche der NS-Verbrechen in Mecklenburg-Vorpommern und setzten sich mit den heutigen Erinnerungsorten auf dem Gelände der HELIOS Kliniken Schwerin mit den Lehren aus dieser Zeit auseinander.
Im Namen der Veranstalter*innen bedanken wir uns bei allen Beteiligten, Teilnehmer*innen und Referent*innen für die gelungene Veranstaltung.
Gemeinsames Bild der Veranstalter*innen am Erlebnisort “Erinnern erleben”: Frank Hammerschmidt, Sandra Rieck, Kristina Timmermann, Dörte Michaelis, Anke Meixner, Helga Schubert und Karsten Giertz (v.l.r.)
Kooperation und kooperative Behandlungs- und Unterstützungsformen in der psychiatrischen Versorgung: Perspektiven nach 50 Jahren Psychiatrie-Enquete.
Jährlich weisen etwa 28 Prozent der Erwachsenen und 23 Prozent der Kinder- und Jugendlichen in Deutschland Merkmale einer behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankung auf. Rund ein bis zwei Prozent von ihnen leiden an den schweren und langanhaltenden Auswirkungen ihrer psychischen Erkrankung, die mit einer intensiven Inanspruchnahme von psychiatrischen und psychosozialen Beratungs-, Behandlungs- und Unterstützungsangeboten einhergehen. In der angloamerikanischen Fachliteraturetablierte sich zur Bezeichnung dieser Zielgruppe der Begriff „Severe Mental Illness“ (dt.„schwere psychische Erkrankungen“).
Im Zuge der Psychiatrie-Enquete hat sich in den letzten 50 Jahren für die Versorgung von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen in Deutschland ein differenziertes Versorgungssystem mit verschiedenen Beratungs-, Behandlungs- und Unterstützungsformen entwickelt. Dennoch weisen betroffene Kinder, Jugendliche und Erwachsene noch immer zahlreiche psychosoziale Gesundheitsbeeinträchtigungen und gesellschaftliche Teilhabeeinschränkungen auf.
So gehen schwere psychische Erkrankungen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung mit einem erhöhten Risiko für Beschäftigungslosigkeit, Armut, Verschuldung, Wohnungslosigkeit, Viktimisierung, komorbide somatische Erkrankungen und mit einer vorzeitigen Sterblichkeit einher. Gerade im Bereich der Sozialen Teilhabe ist das Risiko für Exklusionsprozesse besonders hoch. Darüber hinaus gehören Menschen mitschweren psychischen Erkrankungen immer noch zu einer Zielgruppe, die erheblichen Stigmatisierungsprozessen und einstellungsbedingten Barrieren in der Bevölkerung ausgesetzt ist.
Aufgrund dieser Risiken bedarf es in der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung systemübergreifender und nachhaltiger kooperativer Behandlungs- und Unterstützungsformen, um Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen adäquat zu versorgen. Anlässlich des 50. Jubiläums der Psychiatrie-Enquete beschäftigt sich die Fachtagung mit dem Thema „Kooperation und kooperative Behandlungs-, Rehabilitation- und Unterstützungsformen in der psychiatrischen Versorgung: Perspektiven nach 50 Jahren Psychiatrie-Enquete“. Am Vorabend der Tagung wird das 30. Jubiläum des Landesverbands Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. begangen.
Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier:
Millionen Menschen in Deutschland sind von psychischen Belastungen betroffen – dabei bietet der Wald eine natürliche Kraftquelle für unser Wohlbefinden. In Mecklenburg-Vorpommern stehen uns mit 0,14 Hektar Waldfläche pro Einwohner ideale Bedingungen zur Verfügung, um seelische Gesundheit zu fördern und Stress abzubauen. Studien zeigen: Schon ein Spaziergang im Wald kann positive Gefühle hervorrufen und die Psyche stärken!
Am 07. März 2025 haben wir beim Forstamt Neubrandenburg eine Fläche von 0,42 ha bepflanzt! Westlich des Weges wurde ein Streifen Vogelkirsche gepflanzt. Östlich gliedert sich die Pflanzung in einen Streifen Wildbirne am südlichen Weg sowie jeweils eine Gruppe Weißrüster/Flatterulme und Spitzahorn. So finden vier standortheimische, klimaanpassungsfähige Baumarten Beteiligung und bereichern den Wald nachhaltig.
Im Rahmen dieser Veranstaltung ging es uns nicht nur darum angesichts des Klimawandels auf den Einfluss von Natur und Wald auf die psychische Gesundheit aufmerksam zu machen, sondern es wurde auch allgemein für das Thema psychische Gesundheit sensibilisiert und Vorbehalte gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen durch Begegnungen und gemeinsamen Aktivitäten im Rahmen der angebotenen Informations- und Aktionsmöglichkeiten abgebaut.
Nach der Begrüßung, wertvollen Pflanztipps und spannenden Wald-Insights ging es los: In Kleingruppen wurden Bäume gepflanzt, während wir uns austauschten und die Natur genossen. Natürlich gab es auch Zeit für Snacks, gute Gespräche und achtsame Naturmomente – bei perfektem Pflanzwetter! Diese Aktion wurde in Kooperation mit dem Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. mit seinen regionalen Mitgliedern und weiteren regionalen Unterstützer*innen aus der psychosozialen Versorgung und mit finanzieller Unterstützung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald – Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. umgesetzt. Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für Waldschutz und seelische Gesundheit!
Seit 2008 wird in Mecklenburg-Vorpommern jährlich in der trialogischen landesweiten Veranstaltungsreihe der Menschen mit psychischen Erkrankungen, geistigen und körperlichen Behinderungen gedacht, welche im Nationalsozialismus zwangssterilisiert oder im Rahmen der „NS-Euthanasie“ auf dem Gebiet des heutigen Mecklenburg-Vorpommerns ermordet oder von hier in die Vernichtungslager deportiert wurden.
Auch im nächsten Jahr am 27. Januar 2025 findet die Landesweite Gedenkveranstaltung „ERINNERN, BETRAUERN, WACHRÜTTELN“ gemeinsam mit der Landeshauptstadt Schwerin und zahlreichen Kooperationspartner*innen aus Schwerin und Umgebung statt.
Hierzu möchten wir Sie herzlich einladen.
Das Programm mit den genauen Orts- und Zeitangaben finden Sie hier:
Das Kinderzentrum Mecklenburg lädt am 22. Januar 2025 von 13:00 bis 16:00 Uhr alle Interessierten zu einer kostenlosen Informationsveranstaltung für das wir2 Bindungstraining für Alleinerziehende ein. Zentrales Thema sind die Bedarfslagen allein- und getrennterziehender Eltern sowie Angebote zur Unterstützung.
Alleinerziehende und getrennterziehende Eltern erleben ihren Familienalltag anders als zusammenlebende Familien und stehen dabei oft vor besonderen Herausforderungen. Was dabei nicht selten zu kurz kommt, sind Austausch und Unterstützung hinsichtlich der Themen Trennungsbewältigung, Überlastung, finanzielle Sicherheit und die Fragen: Wie geht es meinem Kind wirklich? Wie komme ich durch den Alltag, ohne dass ich mich selbst verliere?
Der Journalist und Autor Rocco Thiede führt mit einer Lesung einfühlsam in die Lebenswelt Alleinerziehender ein. Er hat in Interviews die Lebenssituationen und die Wünsche Alleinerziehender erfragt und in seinem Buch „Lasst uns nicht allein!: Was Alleinerziehende und ihre Kinder nach der Trennung brauchen” (2022) zusammengetragen.
Weiterhin informieren Kursleiterinnen des wir2-Bindungstrainings über das kostenlose Angebot dieses eigens für Alleinerziehende entwickelten Elternkurses, den das Kinderzentrum Mecklenburg seit 2019 in Schwerin anbietet. Damit konnte die Erlebenswelt von bisher teilnehmenden Eltern und ihren Kindern nachhaltig verbessert werden.
Den Rahmen der Veranstaltung bildet ein Informationsmarkt zu regionalen Fachangeboten für alleinerziehende Familien. Es gibt genügend Zeit zum Austausch untereinander sowie mit Fachleuten. Weitere Informationen finden Sie hier.
Im Bereich der psychosozialen Versorgung gehört der Fachkräftemangel mittlerweile zu einer der größten Herausforderungen. Organisationen und Fachkräfte sehen sich auf der einen Seite mit den Folgen des demografischen Wandels und mit gravierenden Veränderungen in der Arbeitswelt konfrontiert. Auf der anderen Seite bleiben die psychosozialen Unterstützungsbedarfe von Menschen in prekären Lebens- und Versorgungssituationen hoch. Zudem werden in diesem Kontext Deprofessionalisierungsentwicklungen befürchtet, die durch die Aufweichung von fachlichen Standards in der Ausbildung und Praxis entstehen, um schnellstmöglich den Fachkräftemangel zu kompensieren.
Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, bedarf es neuer Initiativen und Strategien, die die Attraktivität der psychosozialen Praxis erhöhen, dem fehlenden Nachwuchs an vielen Hochschulen und Ausbildungsinstitutionen entgegenwirken und die Arbeitszufriedenheit in sozialen Organisationen durch neue Organisations-, Führungs- und Personalentwicklungskonzepte fördern.
Die Online-Fachtagung unter Schirmherrschaft des European Centre for Clinical Social Work e.V. zeigt Perspektiven zum Umgang mit dem Fachkraftmangel auf und trägt zur Diskussion bei. Die Fachtagung findet in Kooperation mit der Fachhochschule Campus Wien, dem Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V., der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit e.V., der Österreichischen Gesellschaft für Soziale Arbeit, dem Schweizerischen Fachverband für gesundheitsbezogene Soziale Arbeit und der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit in der Suchthilfe e.V. statt.
Das Thema des Fachkräftemangels wird mithilfe von Keynotes und Vortragspanels diskutiert. Die Fachtagung richtet sich an Mitarbeitende aus verschiedenen psychosozialen Arbeitsfeldern, Studierende der Sozialen Arbeit sowie an Wissenschaftler*innen aus den Bereichen der Sozial- und Gesundheitswissenschaften.
Ab sofort können bis zum 15. Januar 2025 Vorträge mit dem Schwerpunkt „Fachkräftemangel: Projekte, Initiativen und Strategien in der psychosozialen Versorgung” eingereicht werden. Zudem besteht die Möglichkeit, Vorträge zu neuen Forschungsprojekten, Erkenntnissen aus aktuellen Studien, Methoden oder Interventionsformen in der Klinischen Sozialarbeit und psychosozialen Versorgung einzureichen. Ebenso können Nachwuchswissenschaftler*innen zu ihren Projekten eine asynchrone Posterpräsentation gestalten, die im Rahmen der Tagung (und darüber hinaus) einen Einblick in Abschlussarbeiten und Dissertationsvorhaben geben.
Die Förderung der psychischen Gesundheit von Mitarbeitenden stärkt das betriebliche Klima und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und ist somit eine lohnende Investition. In den letzten zehn Jahren haben psychische Belastungen stark zugenommen – um 48 Prozent im Vergleich zu anderen Erkrankungsgruppen – und gehen mit vielen beruflichen Fehltagen einher.
Unternehmen stehen damit vor besonderen Aufgaben und Führungskräfte sind gefordert, die psychische Gesundheit ihrer Beschäftigen zu fördern, mögliche Belastungen frühzeitig zu erkennen und Unterstützung anzubieten.
Im Rahmen der Veranstaltung „(Psychische) Gesundheit fördern – Arbeitskraft sichern und erhalten“ laden das IHK Neubrandenburg, die Einheitliche Ansprechstelle für Arbeitgeber, der Integrationsfachdienst und das Berufsförderungswerk Stralsund, das Institut für Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. sowie das psychiatrische Krankenhaus Bethanien in Greifswald zu einen Perspektivwechsel ein. Interessierten Teilnehmenden wird die Möglichkeit gegeben, regionale Initiativen, Programme und Expert*innen kennenzulernen, die vor Ort Unterstützung anbieten. Die Veranstaltung richtet sich an Arbeitgeber*innen, Betriebe, Unternehmen und vor allem an Führungskräfte.
Die Veranstaltung findet von 14 bis 17 Uhr im Technologiezentrum Vorpommern in der Brandteichstraße 20, 17489 Greifswald statt. Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um Anmeldung bis zum 14.11.2024 unter antje.werner@sozialpsychiatrie-mv.de
Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier im Flyer:
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