
Jahresbericht 2025: Kontinuität, Weiterentwicklung und 30 Jahre Landesverband
Der Jahresbericht 2025 des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. ist erschienen. Er gibt einen umfassenden Einblick in unsere fachlichen, sozialpolitischen und projektbezogenen Aktivitäten des vergangenen Jahres und zeigt zugleich, welche Themen die sozialpsychiatrische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern aktuell und zukünftig prägen.
Das Jahr 2025 stand für unseren Landesverband in besonderer Weise im Zeichen von Kontinuität und Weiterentwicklung. Neben der sozialpolitischen Interessenvertretung, der landesweiten Gremien- und Netzwerkarbeit sowie der Umsetzung verschiedener Modell- und Entwicklungsprojekte konnten bestehende Arbeitsschwerpunkte vertieft und neue fachliche Akzente gesetzt werden.
Ein besonderer Höhepunkt war das 30-jährige Bestehen des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V.. Am 14. und 15. Mai 2025 blickten wir in Schwerin gemeinsam mit Mitgliedern, Kooperationspartnerinnen und langjährigen Wegbegleiterinnen auf drei Jahrzehnte sozialpsychiatrischer Verbandsarbeit zurück. Zugleich richtete die begleitende Fachtagung anlässlich von 50 Jahren Psychiatrie-Enquête den Blick auf zukünftige Anforderungen an eine gemeindenahe, personenzentrierte, partizipative und menschenrechtsorientierte psychiatrische und psychosoziale Versorgung.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Weiterentwicklung unserer Anti-Stigma-Arbeit. Gemeinsam mit Erfahrungsexpert*innen, Fachpersonen aus der psychosozialen Praxis und wissenschaftlicher Expertise wurden Qualitätsstandards für kontaktbasierte Anti-Stigma-Arbeit entwickelt. Gleichzeitig gewann die Verbindung von psychischer Gesundheit, Demokratie, Menschenrechten und gesellschaftlicher Teilhabe weiter an Bedeutung. Die bereits 2024 begonnene Positionierung wurde 2025 unter anderem durch eine Sensibilisierungskampagne und die Vorbereitung weiterer Handlungsstrategien fortgeführt.
Auch die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) und die Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe beschäftigten den Landesverband und seine Mitgliedsorganisationen intensiv. Unterschiedliche regionale Umsetzungspraktiken, Fragen zum Gesamtplanverfahren, Schnittstellen zwischen Eingliederungshilfe und Pflege sowie die Sicherung verlässlicher und personenzentrierter Unterstützungsstrukturen bildeten wichtige Themen unserer fach- und sozialpolitischen Arbeit.
Daneben wurden zentrale Projekte weiterentwickelt: Mit ISA KipsFam entstanden neue landesweite und regionale Strukturen für die sektorenübergreifende Zusammenarbeit zugunsten von Kindern aus psychisch und/oder suchtbelasteten Familien. Der Psychiatriewegweiser Mecklenburg-Vorpommern wurde unter Beteiligung von Betroffenen, Zu- und Angehörigen, Fachpraxis und Psychiatriekoordinator*innen nutzer*innenorientiert weiterentwickelt. Nach fünfeinhalb Jahren endete zudem das Projekt IPS-Coaching – Zurück ins Berufsleben (IPS-ZIB), das wichtige Erfahrungen und Netzwerke zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen aufgebaut hat.
Der Jahresbericht zeigt damit nicht nur, was uns 2025 beschäftigt und bewegt hat. Er macht auch deutlich, welche Aufgaben vor uns liegen: die weitere Stärkung von Prävention und Früherkennung, die kritische Begleitung der BTHG-Umsetzung, eine nachhaltige Finanzierung psychiatrischer und psychosozialer Unterstützungsangebote, die Weiterentwicklung der Anti-Stigma-Arbeit sowie eine stärkere Demokratie- und Wertearbeit. Dabei bleibt für uns entscheidend, die Perspektiven von Fachpraxis, Wissenschaft, Politik, Selbsthilfe, Erfahrungsexpert*innen sowie Zu- und Angehörigen zusammenzuführen.
Unser besonderer Dank gilt unseren Mitgliedsorganisationen, Kooperationspartner*innen und allen weiteren Wegbegleiter*innen, die unsere Arbeit im vergangenen Jahr unterstützt, fachlich bereichert und mitgestaltet haben. Viele der beschriebenen Aktivitäten, Projekte und Entwicklungen wären ohne den kontinuierlichen Austausch, die vertrauensvolle Zusammenarbeit und das gemeinsame Engagement für eine gute psychiatrische und psychosoziale Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern nicht möglich gewesen. Wir danken allen Beteiligten für ihre Zeit, ihre Expertise, ihre Ideen und ihre Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.
Wir laden alle Interessierten herzlich ein, sich im Jahresbericht 2025 ausführlicher über unsere Arbeit, Projekte, Veranstaltungen und fachpolitischen Aktivitäten zu informieren. Den kompletten Bericht finden Sie hier: