Neuer Durchgang der Fortbildungsreihe “Methoden der qualifizierten Assistenz” 2027

Neuer Durchgang der Fortbildungsreihe “Methoden der qualifizierten Assistenz” 2027

Durch die Einführung des Bundesteilhabegesetzes verändert sich die psychosoziale Arbeit mit Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihren Angehörigen im Bereich der Eingliederungshilfe grundlegend. Neue methodische Ansätze und fachliche Konzepte sind gefragt, um Menschen mit psychischen Erkrankungen im Rahmen von qualifizierten Assistenzleistungen zu begleiten und in ihrer sozialen Teilhabe zu fördern. 

Der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. bietet im nächsten Jahr hierzu wieder das Weiterbildungsangebot „Methoden der qualifizierten Assistenz“ an, das sich an alle Mitarbeitenden richtet, die im Bereich der Eingliederungshilfe Leistungen zur sozialen Teilhabe für Menschen mit psychischen Erkrankungen erbringen. Aufbauend auf den bisherigen Erfahrungen und dem bestehenden Fachwissen der Teilnehmenden werden neue Methoden und Konzepte zur Umsetzung qualifizierter Assistenzleistungen vorgestellt und praxisnah vermittelt. 

Dauer: 8 Seminare jeweils von 09:00 bis 17:00 Uhr

Inhalte:

  • Aktuelle Bedarfe in der sozialen Teilhabe von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen
  • Einführung Bundesteilhabegesetz
  • Qualifizierte und kompensatorische Assistenzleistung
  • Capability Approach
  • Biopsychosoziales Modell von psychischer Krankheit und Gesundheit
  • Die ICF und die ICF Score Sets in der Praxis
  • Recovery, Salutogenese, Resilienz, Ressourcen- und Stärkenorientierung in der qualifizierenden Assistenz
  • Theoretische Grundlagen und Anwendung der psychosozialen Diagnostik
  • Grundlagen professioneller Beziehungsarbeit
  • Methoden der Angehörigen-, Netzwerk- und Sozialraumarbeit
  • Methoden der unterstützenden Entscheidungsfindung
  • Strategien im Umgang mit spezifischen Arbeitsbelastungen

Kosten: Mitglieder des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. 800 Euro, Externe Träger und Einrichtungen 950 Euro

Weitere Informationen finden Sie hier im aktuellen Flyer:

Melden Sie sich gerne bei:

Karsten Giertz

Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Carl-Hopp-Str. 19a, 18057 Rostock

Telefon: 0381 – 873 942 30, E-Mail: Karsten.Giertz@sozialpsychiatrie-mv.

Jetzt als Modellstandort bewerben: Familie Löwenmut MV stärkt Kinder aus psychisch und suchtbelasteten Familien

Kinder aus psychisch oder suchtbelasteten Familien benötigen frühzeitige, verlässliche und niedrigschwellige Unterstützung, um ihre Entwicklungschancen und ihre psychische Gesundheit nachhaltig zu stärken. Mit dem landesweiten Modellprojekt „Familie Löwenmut MV – Resilienzförderung und soziale Teilhabe von Kindern aus psychisch und suchtbelasteten Familien“ werden in Mecklenburg-Vorpommern tragfähige Unterstützungsstrukturen geschaffen, die Kitas, Jugendhilfe, Gesundheitswesen und Sozialpsychiatrie eng miteinander vernetzen.

Das Projekt wird durch den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) sowie das Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert und baut auf dem wissenschaftlich evaluierten Präventionsprogramm Familie Löwenmut auf. Im Mittelpunkt steht ein zehnwöchiges Resilienzprogramm für Vorschulkinder, das im Kita-Alltag durch qualifizierte pädagogische Fachkräfte umgesetzt wird. Dabei werden alle Kinder einer Vorschulgruppe einbezogen – ohne Stigmatisierung einzelner Familien. Ergänzt wird das Konzept durch Elternarbeit sowie die enge Zusammenarbeit mit regionalen Unterstützungsnetzwerken.

Sieben Modellstandorte gesucht

Für die Umsetzung des Projekts werden sieben regionale Modellstandorte in Mecklenburg-Vorpommern gesucht. Bewerben können sich regionale Partnerschaften oder einzelne Einrichtungen, die das Programm gemeinsam mit mindestens einer Kindertagesstätte in ihrem Sozialraum umsetzen möchten.

Die ausgewählten Standorte profitieren von:

  • einer kostenfreien Qualifizierung im Löwenmut-Konzept,
  • kontinuierlicher fachlicher und organisatorischer Begleitung,
  • praxisnahen Materialien für den Kita-Alltag und die Elternarbeit,
  • Unterstützung beim Aufbau und der Weiterentwicklung regionaler Netzwerke sowie
  • einem regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit den anderen Modellstandorten.

Interessenbekundung bis zum 07. September 2026

Interessierte Einrichtungen und regionale Netzwerke können ihre formlose Interessenbekundung bis zum 07.09.2026 an die regionale Projektkoordinatorin Julia Schreiter senden:

E-Mail: julia.schreiter@sozialpsychiatrie-mv.de

Die Interessenbekundung sollte eine kurze Vorstellung der Einrichtung bzw. der regionalen Partnerschaft sowie Angaben enthalten:

  • warum Sie am Modellprojekt teilnehmen möchten,
  • welche Kita bzw. Kitas beteiligt werden sollen oder bereits als Kooperationspartner zur Verfügung stehen,
  • welche regionalen Netzwerkpartner das Vorhaben unterstützen oder künftig eingebunden werden können.

Im Anschluss finden zwischen September und Mitte Oktober 2026 digitale Kennenlerngespräche statt. Die Auswahl der Modellstandorte erfolgt bis zum 15. Oktober 2026, die Auftaktqualifizierung ist für Anfang Dezember 2026 geplant. Die Umsetzung in den beteiligten Kitas beginnt ab Februar 2027.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier auf der Projektseite oder hier im Flyer.

Neues Projekt gestartet: Familie Löwenmut MV stärkt Kinder aus psychisch und suchtbelasteten Familien

Seit dem 1. Juli 2026 setzt der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e. V. das neue Projekt „Familie Löwenmut MV“ um. Ziel des Projekts ist es, die Resilienz und soziale Teilhabe von Kindern im Kita-Alter aus Familien zu stärken, in denen ein Elternteil psychisch oder suchtkrank ist.

Familie Löwenmut MV baut auf einem bereits erprobten und evaluierten Programm auf und entwickelt dieses für Mecklenburg-Vorpommern weiter. Im Mittelpunkt steht die enge Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen mit regionalen Partnern aus dem Gesundheitswesen, der Kinder- und Jugendhilfe sowie dem psychosozialen Unterstützungssystem. So sollen Kinder und ihre Familien frühzeitig, bedarfsgerecht und niedrigschwellig Unterstützung erhalten.

Während der Projektlaufzeit bis zum 30. Juni 2028 entstehen landesweit neun Modellstandorte. Zwei regionale Netzwerke konnten bereits gewonnen werden, weitere Standorte befinden sich derzeit im Aufbau. Die teilnehmenden Einrichtungen werden fachlich begleitet und qualifiziert, um nachhaltige regionale Unterstützungsstrukturen für Kinder und Familien zu entwickeln.

Aktuell wird eine Interessenbekundung vorbereitet, mit der sich weitere Kindertageseinrichtungen gemeinsam mit regionalen Netzwerkpartnern am Projekt beteiligen können. Nach Veröffentlichung werden die entsprechenden Unterlagen auf unserer Website zur Verfügung gestellt.

Familie Löwenmut MV wird im Rahmen der Förderung von Maßnahmen zur Unterstützung und Stärkung von Kindern und Jugendlichen aus psychisch belasteten oder suchtbelasteten Familien gefördert. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+).

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier auf unserer Projektseite oder erhalten Sie direkt bei den Ansprechpartnerinnen des Projekts.

Neue Ausgabe des Newsletters der Landesfachstelle: KipsFam

Die neue Ausgabe der BlickPost, dem Newsletter der Landesfachstelle KipsFam, ist erschienen. Die Juli-Ausgabe 2026 präsentiert sich erstmals in einem neuen, modernen Format und informiert über aktuelle Entwicklungen, Projekte und Veranstaltungen rund um die Unterstützung von Kindern aus psychisch und/oder suchtbelasteten Familien in Mecklenburg-Vorpommern.

Ein Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe ist das 5. KipsFam-Projektforum, das am 1. Juli in der Scheune Bollewick stattfand. Rund 150 Fachkräfte aus ganz Mecklenburg-Vorpommern diskutierten dort die Frage, wie eine bedarfsgerechte Versorgung von Kindern aus psychisch und/oder suchtbelasteten Familien im ländlichen Raum trotz weiter Wege, knapper Angebote und begrenzter Ressourcen gelingen kann.

Darüber hinaus gibt die neue BlickPost Einblicke in die vielfältigen Aktivitäten der KipsFam-Regionalstellen und Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Berichtet wird unter anderem über neue Netzwerke und Kooperationen, Angebote für Fachkräfte und Familien sowie aktuelle Entwicklungen in den Regionen.

Ergänzt wird der Newsletter durch Hinweise auf Fortbildungen und Veranstaltungen, aktuelle Studien und Fachbeiträge sowie Empfehlungen für Bücher und Materialien.

Die neue BlickPost können sie hier frei herunterladen und abonnieren.

Forensik Update 2026: Best Practice und Innovation im Maßregelvollzug

Am 21. und 22. September 2026 lädt die Klinik für Forensische Psychiatrie der Universitätsmedizin Rostock erneut zum „Forensik Update – Best Practice und Innovation im Maßregelvollzug“ nach Rostock ein. Die interdisziplinäre Fachtagung richtet sich an Fachkräfte unterschiedlicher Berufsgruppen und bietet eine Plattform für den Austausch über aktuelle Entwicklungen, wissenschaftliche Erkenntnisse und praxisnahe Ansätze in der forensischen Psychiatrie.

Das Programm verbindet Fachvorträge renommierter Expert*innen mit praxisorientierten Workshops zu vielfältigen Themenfeldern. Auf der Agenda stehen unter anderem Fragen zu Zwang und Autonomie in der Forensik, neue Entwicklungen in der ambulanten forensischen Versorgung, traumaorientierte Behandlungskonzepte, die Versorgung von Menschen mit intellektuellen Entwicklungsstörungen im Maßregelvollzug sowie aktuelle Ansätze in der Begutachtungs- und Behandlungspraxis.

Besondere Formate wie die Pro-und-Contra-Debatte zu Schizophrenieleitlinien in der Forensik, das „Speed-Dating Forschung“ für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sowie verschiedene Workshops fördern den fachlichen Dialog und den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis.

Neben dem fachlichen Programm bietet die Tagung Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Vernetzung. Die Veranstaltung wurde von der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern mit 15 Fortbildungspunkten anerkannt.

Termin: 21.–22. September 2026
Ort: ScanHotels City Rostock, Lange Straße 40, 18055 Rostock

Weitere Informationen zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier auf der Veranstaltungsseite der Universitätsmedizin Rostock.

Suchtwoche vom 15. bis 19. Juni 2026 im Landkreis Vorpommern-Rügen

Die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft (PSAG) Sucht des Landkreises Vorpommern-Rügen lädt vom 16. bis 18. Juni 2026 zu einer Suchtwoche mit vielfältigen Informations- und Austauschangeboten ein. Die Veranstaltungen richten sich an Fachkräfte, Betroffene, Angehörige sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Den Auftakt bildet am 16. Juni 2026 der Fachvortrag mit Ausstellung „FASD – eine unsichtbare Behinderung sichtbar machen“ im Haus Rügen in Dreschvitz. Referentin ist Conny Kirsten. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich.

Am 17. Juni 2026 findet in der Klinikumskirche Stralsund der Suchtfachtag unter dem Motto „Wo der Mut beginnt, wachsen Dir Flügel“ statt. Renommierte Referentinnen und Referenten informieren über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in der Suchthilfe. Auch für diese Veranstaltung wird um Anmeldung gebeten.

Den Abschluss der Suchtwoche bildet am 18. Juni 2026 der Filmabend „Tausche Panikattacken gegen Leberzirrose“ im UC Kino Bergen auf Rügen. Eine Anmeldung ist hierfür nicht erforderlich.

Ergänzend beteiligt sich die Sucht- und Drogenberatungsstelle Stralsund vom 13. bis 21. Juni 2026 mit verschiedenen Aktionen an der bundesweiten Aktionswoche Alkohol 2026.

Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Ermöglicht werden sie durch die Unterstützung des Landkreises Vorpommern-Rügen und des Gemeindepsychiatrischen Leistungserbringerverbundes (GPLV). Der Suchtfachtag wird zusätzlich durch das Helios Hanseklinikum Stralsund und die Bodden-Kliniken Ribnitz-Damgarten unterstützt.

Weitere Informationen zu Veranstaltungszeiten, Anmeldungen und Ansprechpartner finden Sie in den Veranstaltungsflyern der Organisator*innen.

Weiterbildung Sozialpsychiatrie – Professionell begleiten, wirksam unterstützen

Diese staatlich anerkannte Weiterbildung qualifiziert Mitarbeitende der Eingliederungshilfe umfassend für die Assistenz von Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen, Suchterkrankungen oder geistigen Beeinträchtigungen. Sie verbindet 750 UE Theorie, 1.600 Praxisstunden und klare Leistungsnachweise zu einem fundierten, praxisnahen Kompetenzprofil.

Für wen?

Für Fach‑ und Betreuungskräfte sowie Quereinsteiger*innen mit entsprechender Vorbildung oder Berufserfahrung in psychiatrischen Arbeitsfeldern.

Was Sie erwartet

  • Präsenzorientierter Theorieunterricht mit digitalen Anteilen
  • Praxis am eigenen Arbeitsplatz plus zwei externe Praktika
  • Fachpraktische Anleitung durch Mentor*innen
  • Schriftliche, mündliche und projektbezogene Prüfungsleistungen
  • Abschluss mit staatlich anerkanntem Zertifikat

Gut zu wissen

Die Weiterbildung ist AZAV-zertifiziert – Fördermöglichkeiten (z. B. Bildungsgutschein) sind möglich.

Hier erfahren Sie mehr.

Junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern psychisch belastet – Fachverband fordert Handeln

Junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern psychisch belastet – Fachverband fordert Handeln

Angststörungen und Depressionen nehmen zu. / Besonders jugendliche Mädchen häufig betroffen.

Rostock – Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Mecklenburg-Vorpommern ist weiterhin stark belastet. Aktuelle Daten des DAK-Gesundheitsreports zeigen: Angststörungen, Depressionen und Essstörungen sind seit der Pandemie deutlich angestiegen und verharren auf hohem Niveau. Der Landesverband Sozialpsychiatrie MV fordert die Landespolitik, Kommunen und Leistungsträger daher dazu auf, entschlossen zu handeln und Maßnahmen auf den Weg zu bringen, um diesen Trend zu brechen.

Seit 2019 stiegen die Diagnosen von Angststörungen um 36 Prozent, Essstörungen um 21 Prozent und Depressionen um 19 Prozent. Besonders betroffen sind Mädchen im Alter von 15 bis 17 Jahren – bei ihnen nehmen auch chronische Verläufe deutlich zu.

„Wir erleben keine kurzfristige Krise, sondern eine anhaltende Belastung junger Menschen“, erklärt Karsten Giertz, Geschäftsführer des Landesverbands. „Wenn sich psychische Erkrankungen früh verfestigen, steigen die Risiken für Bildungsabbrüche, soziale Isolation und langfristige gesundheitliche Probleme.“

Gleichzeitig bleibt ein großer Teil der Betroffenen ohne Hilfe: Schätzungsweise 30 bis 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit behandlungsbedürftigen psychischen Problemen nehmen keine Unterstützung in Anspruch – unter anderem wegen fehlender Angebote und Stigmatisierung.

Der Landesverband kritisiert, dass die öffentliche Debatte häufig zu kurz greift. Einseitige Forderungen – etwa nach pauschalen Social-Media-Verboten – würden den komplexen Ursachen psychischer Belastungen nicht gerecht. Stattdessen brauche es umfassende und langfristige Strategien. Der Verband fordert deshalb eine landesweite Gesamtstrategie zur Stärkung der psychischen Gesundheit. Notwendig seien vor allem mehr niedrigschwellige, wohnortnahe Hilfen, mehr Präventionsangebote, eine bessere Zusammenarbeit von Schule, Jugendhilfe und Gesundheitswesen sowie gezielte Unterstützung beim Übergang ins Erwachsenenalter.

Kritisch bewertet der Verband zudem mögliche Kürzungen im Sozial- und Gesundheitsbereich. Diese würden die ohnehin angespannte Versorgungslage weiter verschärfen: „Die psychische Gesundheit junger Menschen ist eine zentrale Zukunftsfrage für Mecklenburg-Vorpommern“, so Giertz. „Es braucht jetzt verlässliche Investitionen und nachhaltige Strukturen.“

Die komplette Stellungnahme finden Sie hier:

5. Projektforum KipsFam am 01. Juli 2026 in der Scheune Bollewick

Wie kann eine bedarfsgerechte Versorgung für Kinder aus psychisch und/oder suchtbelasteten Familien im ländlichen Raum gelingen – trotz weiter Wege, knapper Angebote und begrenzter Ressourcen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Landesfachstelle KipsFam MV auf ihrem 5. Projektforum am 1. Juli in der Scheune Bollewick. Im Mittelpunkt stehen Chancen und Herausforderungen: Welche Strukturen tragen bereits? Wo bestehen Versorgungslücken? Und welche Ansätze braucht es, um Kinder aus psychisch und/oder suchtbelasteten Familien auch außerhalb urbaner Zentren zuverlässig zu erreichen? Um diese Fragen zu beantworten und neue Perspektiven zu eröffnen, wurde ein spannendes Programm vorbereitet, das sowohl fachlichen Input als auch interdisziplinären Austausch vorsieht. 

Alle Infos zu Programm und Anmeldung finden Sie hier oder im Flyer:

Das Projekt wird vom europäischen Sozialfond gefördert.

Qualitätsstandards für kontaktbasierte Anti-Stigma-Interventionen

Gemeinsam Vorurteile abbauen – durch echte Begegnung

Stigmatisierung ist ein gesellschaftlicher Prozess, bei dem Menschen aufgrund zugeschriebener Merkmale oder Verhaltensweisen ausgegrenzt und diskriminiert werden. Besonders Menschen mit psychischen Erkrankungen sind davon betroffen – und aktuelle Studien zeigen, dass diese Stigmatisierung in Deutschland in den letzten Jahren sogar zugenommen hat.

Die Folgen sind gravierend: Stigmatisierung beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Zu- und Angehörigen, sondern erschwert auch den Zugang zu notwendigen Hilfs- und Unterstützungsangeboten.

Der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. setzt sich daher seit vielen Jahren aktiv für den Abbau von Vorurteilen und Diskriminierung ein. Neben Kampagnen und Aufklärungsarbeit spielen kontaktbasierte Interventionen eine zentrale Rolle. Sie ermöglichen direkte Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne psychische Erkrankung – und gelten als eine der wirksamsten Methoden zur Entstigmatisierung.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Beteiligung von Erfahrungsexpert*innen, die ihre Perspektiven und Lebensrealitäten einbringen und so authentische Einblicke ermöglichen.

Um diese Arbeit nachhaltig zu stärken, wurden nun Qualitätsstandards für kontaktbasierte Anti-Stigma-Interventionen entwickelt. Sie bieten Orientierung für die Planung, Durchführung und Nachbereitung von kontaktbasierten Anti-Stigma-Interventionen und schaffen die Grundlage für:

  • respektvolle und sichere Begegnungsräume
  • nachhaltigen Abbau von Vorurteilen
  • ein differenziertes und recoveryorientiertes Verständnis psychischer Erkrankungen
  • die Förderung von Gleichberechtigung und Teilhabe

👉 Setzen Sie gemeinsam mit uns ein Zeichen gegen Stigmatisierung – für mehr Verständnis, Offenheit und gesellschaftliche Teilhabe.

Hier finden Sie die Qualitätsstandards zum freien Download: