Neue Ausgabe des Newsletters der Landesfachstelle: KipsFam

Was bewegt sich aktuell für Kinder aus psychisch und/oder suchtbelasteten Familien in Mecklenburg-Vorpommern? Die neue Ausgabe der BlickPost gibt Einblicke in die Arbeit der Landesfachstelle KipsFam und ihrer regionalen Partner*innen im ganzen Land.

Mit der aktuellen Oktober-Ausgabe macht die Landesfachstelle: KipsFam auf das neue Präventionsprogramm Löwenmut MV aufmerksam. Kinder stärken, Familien unterstützen und Hilfesysteme vernetzen – diesen Ansatz verfolgt das Präventionsprojekt Familie Löwenmut MV, das seit Juli in Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt wird. Im Mittelpunkt steht die Förderung der Resilienz von Vorschulkindern, insbesondere auch aus psychisch und suchtbelasteten Familien. Dafür werden pädagogische Fachkräfte qualifiziert, um das Löwenmut-Programm in ihren Kitas umzusetzen. Ergänzend werden niedrigschwellige Angebote für Eltern entwickelt und die Zusammenarbeit zwischen Kitas, Jugendhilfe, Sozialpsychiatrie und weiteren regionalen Unterstützungsangeboten gestärkt. So sollen Kinder und ihre Familien frühzeitig und möglichst passgenau unterstützt werden.

Ergänzt wird der Newsletter durch Hinweise auf Fortbildungen und Veranstaltungen, aktuelle Studien und Fachbeiträge sowie Empfehlungen für Bücher und Materialien.

Die neue BlickPost können sie hier frei herunterladen und abonnieren.

Die Woche der Seelischen Gesundheit 2026 in Mecklenburg-Vorpommern: Alle Veranstaltungen in allen Regionen

Die diesjährige Aktionswoche „Seelische Gesundheit“ stehen unter dem Motto „Miteinander statt nebeneinander – für eine Gesellschaft, in der jede Psyche zählt” und finden vom 10. bis 20. Oktober in ganz Deutschland statt.

Die Woche der Seelischen Gesundheit möchte auf die unterschiedlichen Strategien zur Bewältigung und auf das vielfältige psychosoziale Hilfsangebot in Deutschland aufmerksam machen sowie zum gemeinsamen Austausch und gegenseitiger Unterstützung aufrufen.

Jährlich finden über 800 Events regional vor Ort und online. Ob Vorträge, Workshops, Podcasts oder Kunstausstellungen – alle sind eingeladen, bei verschiedenen Veranstaltungsformaten und Aktionstagen die kleinen und großen Angebote der psychiatrischen und psychosozialen Einrichtungen in ihrer Umgebung kennenzulernen.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern finden in vielen Regionen zahlreiche kostenfreie Veranstaltungen statt. Einen Überblick zu allen Aktionswochen in den Landkreisen und kreisfreien Städten in Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier:

Sicher führen – Prävention und Intervention bei Gewalt am Arbeitsplatz: Führungsdialog am 29. Oktober 2026 in Neubrandenburg

Wie können Unternehmen Gewalt am Arbeitsplatz vorbeugen? Was brauchen Führungskräfte, um in herausfordernden Situationen sicher und angemessen zu handeln? Und welche Rolle spielt dabei die psychische Gesundheit der Beschäftigten und Verantwortlichen?

Diesen Fragen widmet sich am 29. Oktober 2026 der nächste Führungsdialog der Veranstaltungsreihe „Psychische Gesundheit fördern – Arbeitskraft sichern und erhalten“.

Bild von www.timmermann-fotografie.de

Gewalt am Arbeitsplatz stellt Unternehmen vor vielfältige Herausforderungen. Ein professioneller Umgang mit belastenden Situationen kann wesentlich dazu beitragen, Beschäftigte ebenso wie Inhaber*innen und Führungskräfte zu schützen, Handlungssicherheit zu stärken und eine gesunde Unternehmenskultur zu fördern. Die Veranstaltung verbindet deshalb Perspektiven aus Wirtschaft, Medizin und Sozialpsychiatrie und richtet den Blick besonders auf Prävention, Gewaltschutz und praktische Handlungsmöglichkeiten.

Die Veranstaltung richtet sich an Inhaber*innen, Geschäftsführer*innen, Führungskräfte, Personalverantwortliche, Betriebs- und Personalräte, Mitarbeitende im Betrieblichen Gesundheitsmanagement, Fachkräfte für Arbeitssicherheit sowie weitere interessierte Verantwortliche.

Donnerstag, 29. Oktober 2026
14:00–17:00 Uhr
Ankommen ab 13:30 Uhr

IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern
Katharinenstraße 48
17033 Neubrandenburg

Parkplätze der IHK befinden sich laut Veranstaltungsflyer am Ende der Katharinenstraße.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Laut Veranstaltungsinformation vermittelt die Veranstaltung Kenntnisse, die für die Arbeit von Betriebsräten gemäß § 37 Abs. 6 BetrVG erforderlich sind. Entsprechende Hinweise enthält der Flyer auch für Personalräte, Mitarbeitervertretungen und weitere Personengruppen mit Rechtsanspruch auf Freistellung.

Anmeldeschluss ist der 26. Oktober 2026.

Zur Anmeldung gelangen Sie hier. Weitere Informationen finden Sie hier im Flyer.

11. Aktionswochen der seelischen Gesundheit im Landkreis Rostock

Noch bis zum 8. Oktober 2026 laden die Aktionswochen der seelischen Gesundheit im Landkreis Rostock zu Begegnung, Austausch und Information rund um psychische Gesundheit ein. Unter dem Motto „Miteinander statt nebeneinander – für eine Gesellschaft, in der jede Psyche zählt“ erwartet Interessierte ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm.

Vom 7. September bis 8. Oktober 2026 finden an verschiedenen Orten im Landkreis Rostock insgesamt 29 Veranstaltungen statt. Das Programm reicht von Vorträgen, Fachtagen und Informationsangeboten über Trialoge und kreative Formate bis hin zu Bewegungs- und Sportangeboten.

Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche Facetten seelischer Gesundheit: psychische Erkrankungen und Krisen, Sucht, Einsamkeit, Selbsthilfe, Resilienz, gesellschaftliche Teilhabe sowie die Frage, wie ein gutes Miteinander gelingen kann. Die Aktionswochen schaffen dabei Räume für Information und fachlichen Austausch ebenso wie für persönliche Begegnungen und gemeinsame Aktivitäten. Das Programm richtet sich an Betroffene und Angehörige, Fachkräfte sowie alle Interessierten.

Den Auftakt bildete am 7. September die Filmvorführung „How to Be Normal“ im Ernst-Barlach-Theater Güstrow. Der Film begleitet die 26-jährige Pia nach einem Psychiatrieaufenthalt auf ihrem Weg zurück in den Alltag und setzt sich mit gesellschaftlichen Erwartungen und der Frage auseinander, was eigentlich als „normal“ gilt. Im Anschluss fand eine Podiumsdiskussion zum Umgang mit psychischen Krisen statt.

Auch in den kommenden Wochen stehen zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm – darunter Vorträge und Trialoge, kreative Workshops, Angebote der Selbsthilfe sowie Veranstaltungen zu Themen wie Suizidprävention, Sucht im höheren Lebensalter, Einsamkeit oder seelischer Gesundheit im Arbeitsleben. Viele Angebote sind kostenfrei; bei einzelnen Veranstaltungen ist eine vorherige Anmeldung erforderlich oder ein Teilnahmebeitrag vorgesehen.

Die Aktionswochen wollen dazu beitragen, psychische Gesundheit stärker in die Öffentlichkeit zu rücken, Berührungsängste abzubauen und unterschiedliche Perspektiven miteinander ins Gespräch zu bringen. Das Programmheft bringt diesen Gedanken auf den Punkt: Psychische Gesundheit geht uns alle an.

Das vollständige Programm sowie weitere Informationen finden Sie hier.

Psychische Gesundheit, Teilhabe und Demokratie gehören zusammen – neue Stellungnahme zur psychosozialen Versorgung in ländlichen und strukturschwachen Räumen

Psychische Gesundheit, Teilhabe und Demokratie gehören zusammen – neue Stellungnahme zur psychosozialen Versorgung in ländlichen und strukturschwachen Räumen

Anlässlich unserer Jahrestagung am 09. September 2026 in Züssow veröffentlicht der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e. V. seine aktuelle Stellungnahme zur psychiatrischen und psychosozialen Versorgung in ländlichen und strukturschwachen Räumen.

Unter dem Titel „Psychische Gesundheit, Teilhabe und Demokratie gehören zusammen – Für eine verlässliche psychosoziale Versorgung in ländlichen und strukturschwachen Räumen“ greifen wir zentrale Herausforderungen für Mecklenburg-Vorpommern auf und formulieren fachpolitische Erwartungen an die zukünftige Gestaltung der Versorgung. Die Stellungnahme steht in engem Zusammenhang mit unserer Jahrestagung „Ländlicher Raum – psychische Gesundheit – Demokratie: Perspektiven für eine starke Gemeinschaft“ am 09. September 2026 in Züssow.

Mecklenburg-Vorpommern ist in besonderer Weise durch ländliche und strukturschwache Regionen geprägt. Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung leben in ländlich geprägten Regionen. Lange Wege, eingeschränkte Mobilität, Fachkräftemangel und eine geringere Dichte spezialisierter Angebote können den Zugang zu psychiatrischer und psychosozialer Unterstützung erheblich erschweren.

Aus Sicht des Landesverbandes braucht es deshalb Versorgungsstrukturen, die die besonderen Bedingungen eines Flächenlandes konsequent berücksichtigen. Psychiatrische und psychosoziale Angebote sollten wohnortnah, sozialraumorientiert, vernetzt, flexibel und niedrigschwellig organisiert sein. Aufsuchende Hilfen und digitale Angebote können dabei wichtige Ergänzungen sein, insbesondere wenn große Entfernungen oder eingeschränkte Mobilität den Zugang zu bestehenden Angeboten erschweren. Digitale Unterstützung darf persönliche Beziehungen und unmittelbare Hilfe jedoch nicht ersetzen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der besseren regionalen Vernetzung. Psychiatrie, Psychotherapie, Eingliederungshilfe, Suchthilfe, Kinder- und Jugendhilfe sowie weitere Unterstützungsangebote müssen stärker zusammengedacht werden. Ziel sind verlässliche regionale Unterstützungsketten, in denen Zugänge, Übergänge und Zuständigkeiten verbindlich geklärt sind.

Gleichzeitig spielen soziale Netzwerke vor Ort eine wichtige Rolle. Familien, Nachbarschaften, Vereine, Selbsthilfe, Peer-Unterstützung und ehrenamtliches Engagement können Zugehörigkeit fördern, Isolation entgegenwirken und den Zugang zu professioneller Hilfe erleichtern. Sie können und dürfen professionelle psychiatrische, psychotherapeutische und psychosoziale Hilfen jedoch nicht ersetzen.

Mit unserer Stellungnahme möchten wir außerdem deutlich machen, dass psychische Gesundheit, gesellschaftliche Teilhabe und demokratischer Zusammenhalt eng miteinander verbunden sind. Eine erreichbare, verlässliche und beteiligungsorientierte psychosoziale Versorgung kann Zugehörigkeit, Selbstwirksamkeit und gesellschaftliche Teilhabe stärken. Gute psychosoziale Versorgung ist damit auch eine wichtige soziale Infrastruktur für ein demokratisches Gemeinwesen.

Der Landesverband fordert deshalb unter anderem eine langfristige und verbindliche Gesamtstrategie für psychische Gesundheit und sozialpsychiatrische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern, regional angepasste Versorgungskonzepte, verlässlich finanzierte gemeindepsychiatrische und psychosoziale Angebote sowie eine stärkere Beteiligung von Menschen mit eigener Psychiatrie- und Krisenerfahrung, Angehörigen und Selbsthilfe.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier.

Weitere Informationen zu unserer Jahrestagung am 09. September 2026 in Züssow finden Sie hier.

Save the Date: Führungsdialog zu Prävention und Intervention bei Gewalt am Arbeitsplatz am 29. Oktober 2026 in Neubrandenburg

Am 29. Oktober 2026 findet in Neubrandenburg ein weiterer Führungsdialog im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Psychische Gesundheit fördern – Arbeitskraft sichern und erhalten“ statt. Im Mittelpunkt steht diesmal das Thema „Sicher führen – Prävention und Intervention bei Gewalt am Arbeitsplatz“.

Gewalt am Arbeitsplatz kann Unternehmen und Organisationen aller Branchen betreffen und stellt insbesondere Inhaber*innen und Führungskräfte vor besondere Herausforderungen. Ein professioneller Umgang mit belastenden und herausfordernden Situationen kann dazu beitragen, Mitarbeitende ebenso wie Führungskräfte zu schützen, Handlungssicherheit zu stärken und eine gesunde Unternehmenskultur zu fördern.

Der praxisorientierte Führungsdialog richtet sich an Inhaber*innen und Führungskräfte und bietet die Möglichkeit, sich mit dem Thema Gewalt am Arbeitsplatz aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven auseinanderzusetzen. Geplant sind Beiträge aus Wirtschaft, Medizin und Sozialpsychiatrie sowie ein fundierter Fachimpuls. Darüber hinaus soll Raum für den Austausch eigener Erfahrungen und Fragestellungen geschaffen werden. Ziel ist es, den Teilnehmenden konkrete Anregungen für Prävention, Gewaltschutz und einen sicheren Umgang mit herausfordernden Situationen im eigenen Unternehmen mitzugeben.

Termin und Veranstaltungsort

Donnerstag, 29. Oktober 2026
14:00 bis 17:00 Uhr
Ankommen ab 13:30 Uhr

IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern
Katharinenstraße 48
17033 Neubrandenburg

Interessierte Inhaber*innen und Führungskräfte sind bereits jetzt eingeladen, sich den Termin vorzumerken. Die ausführliche Einladung mit Programm, Referierenden und Informationen zur Anmeldung wird in Kürze veröffentlicht.

21. Wochen der seelischen Gesundheit 2026 in Wismar und Nordwestmecklenburg

„Aufeinander zugehen“ – gemeinsam für psychische Gesundheit, Teilhabe und ein gutes Miteinander

Vom 30. September bis 15. Oktober 2026 finden in der Hansestadt Wismar und im Landkreis Nordwestmecklenburg die 21. Wochen der seelischen Gesundheit statt. Unter dem Motto „Aufeinander zugehen“ erwartet Interessierte ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm rund um psychische Gesundheit, Begegnung und gesellschaftliche Teilhabe.

Die Aktionswochen möchten für psychische Gesundheit sensibilisieren, Wissen vermitteln, Vorurteile abbauen und Möglichkeiten der Unterstützung sichtbar machen. Im Mittelpunkt stehen 2026 insbesondere die Themen Angststörungen und Therapie der Sucht. Gleichzeitig greifen die Veranstaltungen zahlreiche weitere Aspekte psychischer Gesundheit und psychosozialer Unterstützung auf.

Das Programm zeigt dabei, wie vielfältig die Zugänge zum Thema sein können. Neben Fachveranstaltungen und Workshops finden unter anderem Filmvorführungen, Gesprächsrunden, Tage der offenen Tür, kreative Angebote, ein inklusives Bowlingturnier, ein Gerontopsychiatrisches Symposium sowie das Mindflow Festival für Jugendliche statt. Alle Veranstaltungen im Rahmen der Wochen der seelischen Gesundheit sind kostenfrei.

Das vollständige Programm finden Sie unter anderem hier:

Jetzt als Modellstandort bewerben: Familie Löwenmut MV stärkt Kinder aus psychisch und suchtbelasteten Familien

Kinder aus psychisch oder suchtbelasteten Familien benötigen frühzeitige, verlässliche und niedrigschwellige Unterstützung, um ihre Entwicklungschancen und ihre psychische Gesundheit nachhaltig zu stärken. Mit dem landesweiten Modellprojekt „Familie Löwenmut MV – Resilienzförderung und soziale Teilhabe von Kindern aus psychisch und suchtbelasteten Familien“ werden in Mecklenburg-Vorpommern tragfähige Unterstützungsstrukturen geschaffen, die Kitas, Jugendhilfe, Gesundheitswesen und Sozialpsychiatrie eng miteinander vernetzen.

Das Projekt wird durch den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) sowie das Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert und baut auf dem wissenschaftlich evaluierten Präventionsprogramm Familie Löwenmut auf. Im Mittelpunkt steht ein zehnwöchiges Resilienzprogramm für Vorschulkinder, das im Kita-Alltag durch qualifizierte pädagogische Fachkräfte umgesetzt wird. Dabei werden alle Kinder einer Vorschulgruppe einbezogen – ohne Stigmatisierung einzelner Familien. Ergänzt wird das Konzept durch Elternarbeit sowie die enge Zusammenarbeit mit regionalen Unterstützungsnetzwerken.

Sieben Modellstandorte gesucht

Für die Umsetzung des Projekts werden sieben regionale Modellstandorte in Mecklenburg-Vorpommern gesucht. Bewerben können sich regionale Partnerschaften oder einzelne Einrichtungen, die das Programm gemeinsam mit mindestens einer Kindertagesstätte in ihrem Sozialraum umsetzen möchten.

Die ausgewählten Standorte profitieren von:

  • einer kostenfreien Qualifizierung im Löwenmut-Konzept,
  • kontinuierlicher fachlicher und organisatorischer Begleitung,
  • praxisnahen Materialien für den Kita-Alltag und die Elternarbeit,
  • Unterstützung beim Aufbau und der Weiterentwicklung regionaler Netzwerke sowie
  • einem regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit den anderen Modellstandorten.

Interessenbekundung bis zum 07. September 2026

Interessierte Einrichtungen und regionale Netzwerke können ihre formlose Interessenbekundung bis zum 07.09.2026 an die regionale Projektkoordinatorin Julia Schreiter senden:

E-Mail: julia.schreiter@sozialpsychiatrie-mv.de

Die Interessenbekundung sollte eine kurze Vorstellung der Einrichtung bzw. der regionalen Partnerschaft sowie Angaben enthalten:

  • warum Sie am Modellprojekt teilnehmen möchten,
  • welche Kita bzw. Kitas beteiligt werden sollen oder bereits als Kooperationspartner zur Verfügung stehen,
  • welche regionalen Netzwerkpartner das Vorhaben unterstützen oder künftig eingebunden werden können.

Im Anschluss finden zwischen September und Mitte Oktober 2026 digitale Kennenlerngespräche statt. Die Auswahl der Modellstandorte erfolgt bis zum 15. Oktober 2026, die Auftaktqualifizierung ist für Anfang Dezember 2026 geplant. Die Umsetzung in den beteiligten Kitas beginnt ab Februar 2027.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier auf der Projektseite oder hier im Flyer.

Protokoll der letzten LAG Partizipation Mecklenburg-Vorpommern vom 08. Mai 2026

Bei der Entwicklung, Planung und Evaluation von psychiatrischen und psychosozialen Behandlungs- und Unterstützungsangeboten hat in den letzten Jahren die partizipative Einbeziehung von Menschen mit psychischen Erkrankungen durch Selbsthilfeinitiativen und -bewegungen, durch zunehmende Forschungsaktivitäten sowie durch gesetzliche Reformprozesse wie die UN-Behindertenrechtskonvention und das Bundesteilhabegesetz an Bedeutung gewonnen.

Gerade durch das Bundesteilhabegesetz wurde die gesetzlich verpflichtende Grundlage für Leistungsträger und Leistungserbringer geschaffen, Menschen mit psychischen Erkrankungen oder mit anderen Behinderungen aktiv und auf gleicher Augenhöhe in die Planung, Durchführung und Evaluation von psychiatrischen und psychosozialen Unterstützungsangeboten einzubeziehen. Zudem ist die partizipative Beteiligung von Menschen mit psychischen Erkrankungen eng mit den Konzepten von Empowerment und Recovery verbunden.

Um die aktive Beteiligung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung sowie die Implementierung von Angeboten des Peer Supportes in Mecklenburg-Vorpommern zu fördern, entwickelten der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V., der Verein EX-IN Mecklenburg-Vorpommern e.V. und das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e.V. die Initiative der Landesarbeitsgruppe Partizipation Mecklenburg-Vorpommern, welche gemeinsam mit anderen interessierten Kooperationspartner*innen und Verbänden umgesetzt werden soll.

Am 08. Mai 2026 fand das letzte Treffen der Landesarbeitsgruppe Partizipation Mecklenburg-Vorpommern online über das Konferenzprogramm Zoom statt. Im Zentrum des Austausches standen die Weiterentwicklung partizipativer Strukturen in Mecklenburg-Vorpommern, das Thema Anti-Stigma-Arbeit und entsprechender Qualitätsstandards, der partizipative Expert*innenrat von ISA KipsFam, die Vorbereitung des Netzwerktreffens Genesungsbegleitung M-V sowie die Abstimmung zukünftiger Themen der Landesarbeitsgruppe. Das Protokoll des letzten Treffens der Landesarbeitsgruppe mit den dazugehörigen Anhängen kann hier eingesehen werden.

Weitere Informationen zur Landesarbeitsgruppe Partizipation Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier.

Neues Projekt gestartet: Familie Löwenmut MV stärkt Kinder aus psychisch und suchtbelasteten Familien

Seit dem 1. Juli 2026 setzt der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e. V. das neue Projekt „Familie Löwenmut MV“ um. Ziel des Projekts ist es, die Resilienz und soziale Teilhabe von Kindern im Kita-Alter aus Familien zu stärken, in denen ein Elternteil psychisch oder suchtkrank ist.

Familie Löwenmut MV baut auf einem bereits erprobten und evaluierten Programm auf und entwickelt dieses für Mecklenburg-Vorpommern weiter. Im Mittelpunkt steht die enge Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen mit regionalen Partnern aus dem Gesundheitswesen, der Kinder- und Jugendhilfe sowie dem psychosozialen Unterstützungssystem. So sollen Kinder und ihre Familien frühzeitig, bedarfsgerecht und niedrigschwellig Unterstützung erhalten.

Während der Projektlaufzeit bis zum 30. Juni 2028 entstehen landesweit neun Modellstandorte. Zwei regionale Netzwerke konnten bereits gewonnen werden, weitere Standorte befinden sich derzeit im Aufbau. Die teilnehmenden Einrichtungen werden fachlich begleitet und qualifiziert, um nachhaltige regionale Unterstützungsstrukturen für Kinder und Familien zu entwickeln.

Aktuell wird eine Interessenbekundung vorbereitet, mit der sich weitere Kindertageseinrichtungen gemeinsam mit regionalen Netzwerkpartnern am Projekt beteiligen können. Nach Veröffentlichung werden die entsprechenden Unterlagen auf unserer Website zur Verfügung gestellt.

Familie Löwenmut MV wird im Rahmen der Förderung von Maßnahmen zur Unterstützung und Stärkung von Kindern und Jugendlichen aus psychisch belasteten oder suchtbelasteten Familien gefördert. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+).

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier auf unserer Projektseite oder erhalten Sie direkt bei den Ansprechpartnerinnen des Projekts.