11. Aktionswochen der seelischen Gesundheit im Landkreis Rostock

Noch bis zum 8. Oktober 2026 laden die Aktionswochen der seelischen Gesundheit im Landkreis Rostock zu Begegnung, Austausch und Information rund um psychische Gesundheit ein. Unter dem Motto „Miteinander statt nebeneinander – für eine Gesellschaft, in der jede Psyche zählt“ erwartet Interessierte ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm.

Vom 7. September bis 8. Oktober 2026 finden an verschiedenen Orten im Landkreis Rostock insgesamt 29 Veranstaltungen statt. Das Programm reicht von Vorträgen, Fachtagen und Informationsangeboten über Trialoge und kreative Formate bis hin zu Bewegungs- und Sportangeboten.

Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche Facetten seelischer Gesundheit: psychische Erkrankungen und Krisen, Sucht, Einsamkeit, Selbsthilfe, Resilienz, gesellschaftliche Teilhabe sowie die Frage, wie ein gutes Miteinander gelingen kann. Die Aktionswochen schaffen dabei Räume für Information und fachlichen Austausch ebenso wie für persönliche Begegnungen und gemeinsame Aktivitäten. Das Programm richtet sich an Betroffene und Angehörige, Fachkräfte sowie alle Interessierten.

Den Auftakt bildete am 7. September die Filmvorführung „How to Be Normal“ im Ernst-Barlach-Theater Güstrow. Der Film begleitet die 26-jährige Pia nach einem Psychiatrieaufenthalt auf ihrem Weg zurück in den Alltag und setzt sich mit gesellschaftlichen Erwartungen und der Frage auseinander, was eigentlich als „normal“ gilt. Im Anschluss fand eine Podiumsdiskussion zum Umgang mit psychischen Krisen statt.

Auch in den kommenden Wochen stehen zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm – darunter Vorträge und Trialoge, kreative Workshops, Angebote der Selbsthilfe sowie Veranstaltungen zu Themen wie Suizidprävention, Sucht im höheren Lebensalter, Einsamkeit oder seelischer Gesundheit im Arbeitsleben. Viele Angebote sind kostenfrei; bei einzelnen Veranstaltungen ist eine vorherige Anmeldung erforderlich oder ein Teilnahmebeitrag vorgesehen.

Die Aktionswochen wollen dazu beitragen, psychische Gesundheit stärker in die Öffentlichkeit zu rücken, Berührungsängste abzubauen und unterschiedliche Perspektiven miteinander ins Gespräch zu bringen. Das Programmheft bringt diesen Gedanken auf den Punkt: Psychische Gesundheit geht uns alle an.

Das vollständige Programm sowie weitere Informationen finden Sie hier.

Psychische Gesundheit, Teilhabe und Demokratie gehören zusammen – neue Stellungnahme zur psychosozialen Versorgung in ländlichen und strukturschwachen Räumen

Psychische Gesundheit, Teilhabe und Demokratie gehören zusammen – neue Stellungnahme zur psychosozialen Versorgung in ländlichen und strukturschwachen Räumen

Anlässlich unserer Jahrestagung am 09. September 2026 in Züssow veröffentlicht der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e. V. seine aktuelle Stellungnahme zur psychiatrischen und psychosozialen Versorgung in ländlichen und strukturschwachen Räumen.

Unter dem Titel „Psychische Gesundheit, Teilhabe und Demokratie gehören zusammen – Für eine verlässliche psychosoziale Versorgung in ländlichen und strukturschwachen Räumen“ greifen wir zentrale Herausforderungen für Mecklenburg-Vorpommern auf und formulieren fachpolitische Erwartungen an die zukünftige Gestaltung der Versorgung. Die Stellungnahme steht in engem Zusammenhang mit unserer Jahrestagung „Ländlicher Raum – psychische Gesundheit – Demokratie: Perspektiven für eine starke Gemeinschaft“ am 09. September 2026 in Züssow.

Mecklenburg-Vorpommern ist in besonderer Weise durch ländliche und strukturschwache Regionen geprägt. Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung leben in ländlich geprägten Regionen. Lange Wege, eingeschränkte Mobilität, Fachkräftemangel und eine geringere Dichte spezialisierter Angebote können den Zugang zu psychiatrischer und psychosozialer Unterstützung erheblich erschweren.

Aus Sicht des Landesverbandes braucht es deshalb Versorgungsstrukturen, die die besonderen Bedingungen eines Flächenlandes konsequent berücksichtigen. Psychiatrische und psychosoziale Angebote sollten wohnortnah, sozialraumorientiert, vernetzt, flexibel und niedrigschwellig organisiert sein. Aufsuchende Hilfen und digitale Angebote können dabei wichtige Ergänzungen sein, insbesondere wenn große Entfernungen oder eingeschränkte Mobilität den Zugang zu bestehenden Angeboten erschweren. Digitale Unterstützung darf persönliche Beziehungen und unmittelbare Hilfe jedoch nicht ersetzen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der besseren regionalen Vernetzung. Psychiatrie, Psychotherapie, Eingliederungshilfe, Suchthilfe, Kinder- und Jugendhilfe sowie weitere Unterstützungsangebote müssen stärker zusammengedacht werden. Ziel sind verlässliche regionale Unterstützungsketten, in denen Zugänge, Übergänge und Zuständigkeiten verbindlich geklärt sind.

Gleichzeitig spielen soziale Netzwerke vor Ort eine wichtige Rolle. Familien, Nachbarschaften, Vereine, Selbsthilfe, Peer-Unterstützung und ehrenamtliches Engagement können Zugehörigkeit fördern, Isolation entgegenwirken und den Zugang zu professioneller Hilfe erleichtern. Sie können und dürfen professionelle psychiatrische, psychotherapeutische und psychosoziale Hilfen jedoch nicht ersetzen.

Mit unserer Stellungnahme möchten wir außerdem deutlich machen, dass psychische Gesundheit, gesellschaftliche Teilhabe und demokratischer Zusammenhalt eng miteinander verbunden sind. Eine erreichbare, verlässliche und beteiligungsorientierte psychosoziale Versorgung kann Zugehörigkeit, Selbstwirksamkeit und gesellschaftliche Teilhabe stärken. Gute psychosoziale Versorgung ist damit auch eine wichtige soziale Infrastruktur für ein demokratisches Gemeinwesen.

Der Landesverband fordert deshalb unter anderem eine langfristige und verbindliche Gesamtstrategie für psychische Gesundheit und sozialpsychiatrische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern, regional angepasste Versorgungskonzepte, verlässlich finanzierte gemeindepsychiatrische und psychosoziale Angebote sowie eine stärkere Beteiligung von Menschen mit eigener Psychiatrie- und Krisenerfahrung, Angehörigen und Selbsthilfe.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier.

Weitere Informationen zu unserer Jahrestagung am 09. September 2026 in Züssow finden Sie hier.

Save the Date: Führungsdialog zu Prävention und Intervention bei Gewalt am Arbeitsplatz am 29. Oktober 2026 in Neubrandenburg

Am 29. Oktober 2026 findet in Neubrandenburg ein weiterer Führungsdialog im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Psychische Gesundheit fördern – Arbeitskraft sichern und erhalten“ statt. Im Mittelpunkt steht diesmal das Thema „Sicher führen – Prävention und Intervention bei Gewalt am Arbeitsplatz“.

Gewalt am Arbeitsplatz kann Unternehmen und Organisationen aller Branchen betreffen und stellt insbesondere Inhaber*innen und Führungskräfte vor besondere Herausforderungen. Ein professioneller Umgang mit belastenden und herausfordernden Situationen kann dazu beitragen, Mitarbeitende ebenso wie Führungskräfte zu schützen, Handlungssicherheit zu stärken und eine gesunde Unternehmenskultur zu fördern.

Der praxisorientierte Führungsdialog richtet sich an Inhaber*innen und Führungskräfte und bietet die Möglichkeit, sich mit dem Thema Gewalt am Arbeitsplatz aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven auseinanderzusetzen. Geplant sind Beiträge aus Wirtschaft, Medizin und Sozialpsychiatrie sowie ein fundierter Fachimpuls. Darüber hinaus soll Raum für den Austausch eigener Erfahrungen und Fragestellungen geschaffen werden. Ziel ist es, den Teilnehmenden konkrete Anregungen für Prävention, Gewaltschutz und einen sicheren Umgang mit herausfordernden Situationen im eigenen Unternehmen mitzugeben.

Termin und Veranstaltungsort

Donnerstag, 29. Oktober 2026
14:00 bis 17:00 Uhr
Ankommen ab 13:30 Uhr

IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern
Katharinenstraße 48
17033 Neubrandenburg

Interessierte Inhaber*innen und Führungskräfte sind bereits jetzt eingeladen, sich den Termin vorzumerken. Die ausführliche Einladung mit Programm, Referierenden und Informationen zur Anmeldung wird in Kürze veröffentlicht.

21. Wochen der seelischen Gesundheit 2026 in Wismar und Nordwestmecklenburg

„Aufeinander zugehen“ – gemeinsam für psychische Gesundheit, Teilhabe und ein gutes Miteinander

Vom 30. September bis 15. Oktober 2026 finden in der Hansestadt Wismar und im Landkreis Nordwestmecklenburg die 21. Wochen der seelischen Gesundheit statt. Unter dem Motto „Aufeinander zugehen“ erwartet Interessierte ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm rund um psychische Gesundheit, Begegnung und gesellschaftliche Teilhabe.

Die Aktionswochen möchten für psychische Gesundheit sensibilisieren, Wissen vermitteln, Vorurteile abbauen und Möglichkeiten der Unterstützung sichtbar machen. Im Mittelpunkt stehen 2026 insbesondere die Themen Angststörungen und Therapie der Sucht. Gleichzeitig greifen die Veranstaltungen zahlreiche weitere Aspekte psychischer Gesundheit und psychosozialer Unterstützung auf.

Das Programm zeigt dabei, wie vielfältig die Zugänge zum Thema sein können. Neben Fachveranstaltungen und Workshops finden unter anderem Filmvorführungen, Gesprächsrunden, Tage der offenen Tür, kreative Angebote, ein inklusives Bowlingturnier, ein Gerontopsychiatrisches Symposium sowie das Mindflow Festival für Jugendliche statt. Alle Veranstaltungen im Rahmen der Wochen der seelischen Gesundheit sind kostenfrei.

Das vollständige Programm finden Sie unter anderem hier:

Jetzt als Modellstandort bewerben: Familie Löwenmut MV stärkt Kinder aus psychisch und suchtbelasteten Familien

Kinder aus psychisch oder suchtbelasteten Familien benötigen frühzeitige, verlässliche und niedrigschwellige Unterstützung, um ihre Entwicklungschancen und ihre psychische Gesundheit nachhaltig zu stärken. Mit dem landesweiten Modellprojekt „Familie Löwenmut MV – Resilienzförderung und soziale Teilhabe von Kindern aus psychisch und suchtbelasteten Familien“ werden in Mecklenburg-Vorpommern tragfähige Unterstützungsstrukturen geschaffen, die Kitas, Jugendhilfe, Gesundheitswesen und Sozialpsychiatrie eng miteinander vernetzen.

Das Projekt wird durch den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) sowie das Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert und baut auf dem wissenschaftlich evaluierten Präventionsprogramm Familie Löwenmut auf. Im Mittelpunkt steht ein zehnwöchiges Resilienzprogramm für Vorschulkinder, das im Kita-Alltag durch qualifizierte pädagogische Fachkräfte umgesetzt wird. Dabei werden alle Kinder einer Vorschulgruppe einbezogen – ohne Stigmatisierung einzelner Familien. Ergänzt wird das Konzept durch Elternarbeit sowie die enge Zusammenarbeit mit regionalen Unterstützungsnetzwerken.

Sieben Modellstandorte gesucht

Für die Umsetzung des Projekts werden sieben regionale Modellstandorte in Mecklenburg-Vorpommern gesucht. Bewerben können sich regionale Partnerschaften oder einzelne Einrichtungen, die das Programm gemeinsam mit mindestens einer Kindertagesstätte in ihrem Sozialraum umsetzen möchten.

Die ausgewählten Standorte profitieren von:

  • einer kostenfreien Qualifizierung im Löwenmut-Konzept,
  • kontinuierlicher fachlicher und organisatorischer Begleitung,
  • praxisnahen Materialien für den Kita-Alltag und die Elternarbeit,
  • Unterstützung beim Aufbau und der Weiterentwicklung regionaler Netzwerke sowie
  • einem regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit den anderen Modellstandorten.

Interessenbekundung bis zum 07. September 2026

Interessierte Einrichtungen und regionale Netzwerke können ihre formlose Interessenbekundung bis zum 07.09.2026 an die regionale Projektkoordinatorin Julia Schreiter senden:

E-Mail: julia.schreiter@sozialpsychiatrie-mv.de

Die Interessenbekundung sollte eine kurze Vorstellung der Einrichtung bzw. der regionalen Partnerschaft sowie Angaben enthalten:

  • warum Sie am Modellprojekt teilnehmen möchten,
  • welche Kita bzw. Kitas beteiligt werden sollen oder bereits als Kooperationspartner zur Verfügung stehen,
  • welche regionalen Netzwerkpartner das Vorhaben unterstützen oder künftig eingebunden werden können.

Im Anschluss finden zwischen September und Mitte Oktober 2026 digitale Kennenlerngespräche statt. Die Auswahl der Modellstandorte erfolgt bis zum 15. Oktober 2026, die Auftaktqualifizierung ist für Anfang Dezember 2026 geplant. Die Umsetzung in den beteiligten Kitas beginnt ab Februar 2027.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier auf der Projektseite oder hier im Flyer.

Neue Ausgabe des Newsletters der Landesfachstelle: KipsFam

Was bewegt sich aktuell für Kinder aus psychisch und/oder suchtbelasteten Familien in Mecklenburg-Vorpommern? Die neue Ausgabe der BlickPost gibt Einblicke in die Arbeit der Landesfachstelle KipsFam und ihrer regionalen Partner*innen im ganzen Land.

Mit der aktuellen Juli-Ausgabe erscheint der Newsletter der Landesfachstelle: KipsFam erstmals in einem neuen, modernen Format. Auch die Website der Landesfachstelle wurde überarbeitet. Fachkräfte, Familien und Angehörige sollen dadurch noch leichter Informationen, Anlaufstellen und Veranstaltungen finden können.

Ein Schwerpunkt der neuen BlickPost ist der Rückblick auf das 5. KipsFam-Projektforum „Land in Sicht!“, das am 1. Juli 2026 in der Scheune Bollewick stattfand. Rund 150 Fachkräfte aus Mecklenburg-Vorpommern beschäftigten sich dort mit der Frage, wie eine bedarfsgerechte Unterstützung von Kindern aus psychisch und/oder suchtbelasteten Familien im ländlichen Raum gelingen kann – trotz weiter Wege, knapper Angebote und begrenzter Ressourcen. Neben fachlichen Impulsen und einer Podiumsdiskussion entwickelten die Teilnehmenden in regionalen Ideenwerkstätten Ansätze für die weitere Versorgungsgestaltung in Mecklenburg-Vorpommern.

Die neue BlickPost zeigt zugleich, wie vielfältig sich die KipsFam-Strukturen in Mecklenburg-Vorpommern weiterentwickeln. Die Regionalstellen berichten unter anderem über neue Kooperationen und Netzwerke, die Sensibilisierung von Fachkräften, Selbsthilfeangebote sowie neue Präventions- und Unterstützungsangebote.

Neu ist außerdem ein Animationsfilm der Landesfachstelle: KipsFam. Er vermittelt kindgerecht, wie es sich anfühlen kann, mit einem psychisch oder suchtbelasteten Elternteil aufzuwachsen, und trägt dazu bei, Erfahrungen und Bedürfnisse betroffener Kinder sichtbarer zu machen.

Ergänzt wird der Newsletter durch Hinweise auf Fortbildungen und Veranstaltungen, aktuelle Studien und Fachbeiträge sowie Empfehlungen für Bücher und Materialien.

Die neue BlickPost können sie hier frei herunterladen und abonnieren.

Protokoll der letzten LAG Partizipation Mecklenburg-Vorpommern vom 08. Mai 2026

Bei der Entwicklung, Planung und Evaluation von psychiatrischen und psychosozialen Behandlungs- und Unterstützungsangeboten hat in den letzten Jahren die partizipative Einbeziehung von Menschen mit psychischen Erkrankungen durch Selbsthilfeinitiativen und -bewegungen, durch zunehmende Forschungsaktivitäten sowie durch gesetzliche Reformprozesse wie die UN-Behindertenrechtskonvention und das Bundesteilhabegesetz an Bedeutung gewonnen.

Gerade durch das Bundesteilhabegesetz wurde die gesetzlich verpflichtende Grundlage für Leistungsträger und Leistungserbringer geschaffen, Menschen mit psychischen Erkrankungen oder mit anderen Behinderungen aktiv und auf gleicher Augenhöhe in die Planung, Durchführung und Evaluation von psychiatrischen und psychosozialen Unterstützungsangeboten einzubeziehen. Zudem ist die partizipative Beteiligung von Menschen mit psychischen Erkrankungen eng mit den Konzepten von Empowerment und Recovery verbunden.

Um die aktive Beteiligung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung sowie die Implementierung von Angeboten des Peer Supportes in Mecklenburg-Vorpommern zu fördern, entwickelten der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V., der Verein EX-IN Mecklenburg-Vorpommern e.V. und das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e.V. die Initiative der Landesarbeitsgruppe Partizipation Mecklenburg-Vorpommern, welche gemeinsam mit anderen interessierten Kooperationspartner*innen und Verbänden umgesetzt werden soll.

Am 08. Mai 2026 fand das letzte Treffen der Landesarbeitsgruppe Partizipation Mecklenburg-Vorpommern online über das Konferenzprogramm Zoom statt. Im Zentrum des Austausches standen die Weiterentwicklung partizipativer Strukturen in Mecklenburg-Vorpommern, das Thema Anti-Stigma-Arbeit und entsprechender Qualitätsstandards, der partizipative Expert*innenrat von ISA KipsFam, die Vorbereitung des Netzwerktreffens Genesungsbegleitung M-V sowie die Abstimmung zukünftiger Themen der Landesarbeitsgruppe. Das Protokoll des letzten Treffens der Landesarbeitsgruppe mit den dazugehörigen Anhängen kann hier eingesehen werden.

Weitere Informationen zur Landesarbeitsgruppe Partizipation Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier.

Neues Projekt gestartet: Familie Löwenmut MV stärkt Kinder aus psychisch und suchtbelasteten Familien

Seit dem 1. Juli 2026 setzt der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e. V. das neue Projekt „Familie Löwenmut MV“ um. Ziel des Projekts ist es, die Resilienz und soziale Teilhabe von Kindern im Kita-Alter aus Familien zu stärken, in denen ein Elternteil psychisch oder suchtkrank ist.

Familie Löwenmut MV baut auf einem bereits erprobten und evaluierten Programm auf und entwickelt dieses für Mecklenburg-Vorpommern weiter. Im Mittelpunkt steht die enge Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen mit regionalen Partnern aus dem Gesundheitswesen, der Kinder- und Jugendhilfe sowie dem psychosozialen Unterstützungssystem. So sollen Kinder und ihre Familien frühzeitig, bedarfsgerecht und niedrigschwellig Unterstützung erhalten.

Während der Projektlaufzeit bis zum 30. Juni 2028 entstehen landesweit neun Modellstandorte. Zwei regionale Netzwerke konnten bereits gewonnen werden, weitere Standorte befinden sich derzeit im Aufbau. Die teilnehmenden Einrichtungen werden fachlich begleitet und qualifiziert, um nachhaltige regionale Unterstützungsstrukturen für Kinder und Familien zu entwickeln.

Aktuell wird eine Interessenbekundung vorbereitet, mit der sich weitere Kindertageseinrichtungen gemeinsam mit regionalen Netzwerkpartnern am Projekt beteiligen können. Nach Veröffentlichung werden die entsprechenden Unterlagen auf unserer Website zur Verfügung gestellt.

Familie Löwenmut MV wird im Rahmen der Förderung von Maßnahmen zur Unterstützung und Stärkung von Kindern und Jugendlichen aus psychisch belasteten oder suchtbelasteten Familien gefördert. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+).

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier auf unserer Projektseite oder erhalten Sie direkt bei den Ansprechpartnerinnen des Projekts.

Suchtwoche vom 15. bis 19. Juni 2026 im Landkreis Vorpommern-Rügen

Die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft (PSAG) Sucht des Landkreises Vorpommern-Rügen lädt vom 16. bis 18. Juni 2026 zu einer Suchtwoche mit vielfältigen Informations- und Austauschangeboten ein. Die Veranstaltungen richten sich an Fachkräfte, Betroffene, Angehörige sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Den Auftakt bildet am 16. Juni 2026 der Fachvortrag mit Ausstellung „FASD – eine unsichtbare Behinderung sichtbar machen“ im Haus Rügen in Dreschvitz. Referentin ist Conny Kirsten. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich.

Am 17. Juni 2026 findet in der Klinikumskirche Stralsund der Suchtfachtag unter dem Motto „Wo der Mut beginnt, wachsen Dir Flügel“ statt. Renommierte Referentinnen und Referenten informieren über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in der Suchthilfe. Auch für diese Veranstaltung wird um Anmeldung gebeten.

Den Abschluss der Suchtwoche bildet am 18. Juni 2026 der Filmabend „Tausche Panikattacken gegen Leberzirrose“ im UC Kino Bergen auf Rügen. Eine Anmeldung ist hierfür nicht erforderlich.

Ergänzend beteiligt sich die Sucht- und Drogenberatungsstelle Stralsund vom 13. bis 21. Juni 2026 mit verschiedenen Aktionen an der bundesweiten Aktionswoche Alkohol 2026.

Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Ermöglicht werden sie durch die Unterstützung des Landkreises Vorpommern-Rügen und des Gemeindepsychiatrischen Leistungserbringerverbundes (GPLV). Der Suchtfachtag wird zusätzlich durch das Helios Hanseklinikum Stralsund und die Bodden-Kliniken Ribnitz-Damgarten unterstützt.

Weitere Informationen zu Veranstaltungszeiten, Anmeldungen und Ansprechpartner finden Sie in den Veranstaltungsflyern der Organisator*innen.

Aktionstag „Herzwald“ am 20. März 2026 im Forstamt Poggendorf (Landkreis Vorpommern-Rügen)

Gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartner*innen wie der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern, der Waldstiftung MV, dem SDW Landesverband M-V und Katapult MV lädt der Landesverband Sozialpsychiatrie M-V e.V. unter dem Titel „Herzwald“ wieder zu einem inklusiven Aktionstag ein. Am Freitag, den 20. März 2026, möchten wir im Forstamt Poggendorf (Landkreis Vorpommern-Rügen) gemeinsam pflanzen, ins Gespräch kommen und ein sichtbares Zeichen für Zusammenhalt, Vielfalt und Miteinander setzen.

Alle wichtigen Informationen zum Ablauf, Programm und zu den Mitwirkungsmöglichkeiten findet ihr hier im Flyer:  

Wir freuen uns sehr, wenn ihr die Einladung weitergebt, eure Netzwerke aktiviert und selbst Teil dieses besonderen Aktionstags werdet.

Anmeldung und Rückfragen bitte direkt an: antje.werner@sozialpsychiatrie-mv.de

Lasst uns gemeinsam im Wald zusammenkommen – für Verbindung, Zuversicht und ein starkes Miteinander in Mecklenburg-Vorpommern.

Herzliche Grüße
Euer Organisationsteam
HERZWALD Aktionstag 2026
Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e. V.