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Landeskoordinierung für das Präventionsprojekt "Verrückt? Na und!"


Projektleitung: Antje Werner

Projektmitarbeitende: Anke Wagner

Die psychische und soziale Entwicklung wird maßgeblich durch Erfahrungen in der frühen Kindheit und Jugend geprägt. Das Erleben von körperlicher und materieller Sicherheit, verlässlichen sozialen Beziehungen sowie gelungenen Bindungserfahrungen mit den primären Bezugspersonen und einer stabilen sozialen Einbettung gehören dabei zu bedeutsamen Schutzfaktoren.

Die Entwicklungschancen sind jedoch in Deutschland nicht für alle Heranwachsenden gleich. Etwa 16 % der Kinder und Jugendlichen weisen Merkmale von schweren psychischen Belastungen (z. B. Angststörungen, Depressionen, Suizidalität) auf. Ein Großteil (75 %) der psychischen Erkrankungen im Erwachsenenalter beginnt unter dem 24 Lebensjahr. Allerdings nehmen ca. nur ein Drittel der Kinder und Jugendlichen geeignete Hilfen in Anspruch. Die langfristigen psychischen und sozialen Folgen gehen häufig mit schweren depressiven Störungen, einem geringen Selbstwertgefühl, familiären Konflikten, sozialer Isolation, Suizidgedanken, Leistungsversagen oder Schul- und Ausbildungsabbrüchen einher. Um die Situation zu verbessern, werden Präventionsprojekte in Schulen oder in betrieblichen Ausbildungsstätten empfohlen, in denen die Heranwachsenden einen Großteil ihrer Tageszeit verbringen.

Seit dem Sommer 2020 hat der Landesverband Sozialpsychiatrie M.-V. e.V. im Rahmen des Modellprojektes Adoleszentenpsychiatrie die Landeskoordinierung für das Präventionsprojekt "Verrückt? Na und!" übernommen, dass durch Irrsinnig Menschlich e.V. entwickelt und weiterentwickelt wird. Hierbei handelt es sich um ein niedrigschwelliges Präventionsprogramm mit den Zielen durch Information, Aufklärung und Kontakt mit Experten und Expertinnen aus Erfahrung die langfristigen Folgen von psychischen Belastungen zu reduzieren, soziale Tabus gegenüber psychischen Störungen abzubauen, um der Stigmatisierung entgegenzuwirken sowie Auswege aus erschütternden Lebenserfahrungen aufzeigen. Hierzu werden die Heranwachsenden im Rahmen eines Projekttages von persönlichen und fachlichen Expertinnen und Experten begleitet. Derzeit installiert der Landesverband Sozialpsychiatrie M.-V. e.V. das Projekt in den Modellprojektregionen Landkreis Vorpommern-Rügen und Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

Weitere Informationen zum Präventionsprojekt finden Sie hier:

» www.irrsinnig-menschlich.de

 
   
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