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Positionen 2003 zur Gemeindeintegrierten Psychiatrie in Mecklenburg-Vorpommern

Sozialpsychiatrischer Fachverband für Mecklenburg-Vorpommern

Der Landesverband Sozialpsychiatrie wurde am 15. März 1995 auf Initiative Psychosozialer Vereine des Landes mit Unterstützung durch das Sozialministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern gegründet.

Im Verband schließen sich Vereine und Organisationen zusammen, die im Land Mecklenburg-Vorpommern Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen durch verschiedenste Angebote und Dienstleistungen unterstützen.

Der Verband dient der gegenseitigen Förderung, Repräsentation und Qualifizierung der Arbeit der Vereinsmitglieder.

Der Verband ist ein Interessenverband von Anbietern sozialpsychiatrischer Dienstleistungen und strebt insbesondere an, das fachliche Profil seiner Mitglieder kontinuierlich zu verbessern und am heutigen Stand von Wissenschaft und Forschung zu orientieren.

Der Verband setzt sich ein für eine gemeindeintegrierte Versorgung mit ambulantem Schwerpunkt für Menschen mit psychischer Erkrankung/Behinderung und damit für deren dauerhafte soziale Integration und gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe.

Der Verband setzt sich für eine enge Kooperation und Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Angehörigen und dem Landesverband der Psychiatrieerfahrenen ein.

Der Verband versteht sich als Partner aller Vereine, Institutionen und Personen, die sich gemeinsam um weitere Fortschritte bei der Entwicklung von Unterstützungsangeboten für psychisch kranke Menschen im Land M-V bemühen.

Der Verband unterstützt die kreisfreien Städte und Landkreise bei der Weiterentwicklung der kommunalen Psychiatrie und wirkt bei der Psychiatrieplanung des Landes mit.

Ziel des Landesverbandes ist es, die Grundrechte von Menschen mit psychischer Erkrankung/Behinderung auf eine angemessene medizinische, therapeutische und rehabilitative Versorgung, auf eine gemeindeintegrierte Unterstützung und die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu verwirklichen.


Psychiatriepolitische Schwerpunkte
Für die kommenden Jahre ist unser psychiatriepolitischer Schwerpunkt: die Umsetzung einer kommunalen und gemeindeintegrierten Psychiatrie in die Praxis durch unsere Mitglieder und die Orientierung unserer Angebote an einem gemeinsam getragenen personenzentrierten und lebensfeldorientierten Grundverständnis der psychiatrischen Arbeit. Als Leitlinie unseres Handelns gilt weiterhin:

- Der Klient steht im Mittelpunkt -

Daher werden wir uns einsetzen für

die Stärkung der Position der Psychiatrie-Erfahrenen in M-V mit dem Ziel einer "Partner-schaft auf gleicher Augenhöhe" nicht nur, aber v.a. bezogen auf das Hilfeplanverfahren, die Entscheidungsfindung und die Mitwirkung bei der Ausgestaltung der Angebote
das Recht auf Behandlung und Unterstützung auch der sogenannten "Schwierigen", der "Systemsprenger" innerhalb der Landesgrenzen
eine flächendeckende Einführung und kontinuierliche Weiterentwicklung des personen-zentrierten und lebensfeldorientierten Ansatzes in der Hilfeplanung mit dem IBRP, in der Ausgestaltung der Hilfeangebote und in der Finanzierung
die Umsetzung personenbezogener und persönlicher Budgets
die konsequente Umsetzung des Prinzips "ambulant vor stationär"
den Aufbau regionaler gemeindeintegrierter Verbundsysteme mit Versorgungsauftrag und - verpflichtung, finanziert aus einem regionalen (Eingliederungshilfe) Budget
die konsequente Umsetzung des "Basis-Struktur-Modells" als Grundlage der Landespsychiatrieplanung
die landesweite Etablierung von Service-Häusern zur Sicherstellung von ambulanten Komplexleistungen u.a. zur medizinischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation in al-len Regionen des Landes
die weitestgehende "Ambulantisierung" der Heimwelten
die Einführung landesweiter "Basis-Standards", die trotz einer konsequenten Kommunali-sierung zur Wahrung gleicher Rechte für alle Menschen mit psychischer Erkran-kung/Behinderung in Mecklenburg-Vorpommern erforderlich sind. Hierzu zählen z.B. die landesweit personenbezogene Finanzierung der Dienstleistungen sowie ein einheitliches Hilfeplanverfahren.
die Verbesserung von Arbeitsangeboten für Menschen mit psychischen Behinderungen
die konsequente Nachsorge im psychiatrischen Regelversorgungssystem für ehemalige Patienten der Forensischen Kliniken
den Aufbau spezifischer und differenzierter regionaler Unterstützungsnetzwerke im Be-reich der Kinder- und Jugendpsychiatrie
die Schaffung gerontopsychiatrischer Zentren in allen Versorgungsregionen
eine an unseren Grundsätzen orientierte konsequente Aus-, Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Mitgliedsorganisationen
die Verbesserung des Informationsmanagements durch die Einführung einer landesweit einheitlichen Psychiatrie-Berichterstattung
die "Enthospitalisierung" von Forschung und Lehre, die verstärkte Begegnung von Uni-versität und Praxis und v.a. die Stärkung von Forschung in den Kernarbeitsfeldern der Sozialpsychiatrie insbesondere im Bereich der Versorgungsforschung
die Weiterentwicklung, Begleitung, Evaluation und Qualitätssicherung der Innovations- und Veränderungsprozesse psychiatrischer Angebotsstrukturen durch Modellprojekte in Trägerschaft des Landesverbandes Sozialpsychiatrie
die Anerkennung der fachpolitischen Kompetenz des Landesverbandes Sozialpsychiatrie und die Einbindung in die entsprechenden Gremien wie z. B. Landespsychiatrie-Beirat, Gremien der LIGA der freien Wohlfahrtspflege, Kommissionen zur Entwicklung von Stan-dards oder zur Finanzierung
die Fortschreibung der noch aus dem Jahre 1994 stammenden Landespsychiatriepla-nung
 



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» Arbeitsschwerpunkte zum Positionspapier
 
   
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